Das Land des Lächelns in unserer Bezirksstadt

Eine hochkaräte Unternehmer-Riege aus dem Bezirk Deutschlandsberg gab beim ersten China-Tag in der Bezirksstadt Einblicke zu ihren Erfahrungen mit dem Reich der Mitte.
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  • Eine hochkaräte Unternehmer-Riege aus dem Bezirk Deutschlandsberg gab beim ersten China-Tag in der Bezirksstadt Einblicke zu ihren Erfahrungen mit dem Reich der Mitte.
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Der erste Chinatag im Bundeschulzentrum Deutschlandsberg war von regem Interesse geprägt.

DEUTSCHLANDSBERG. Unter dem Motto „China meets Deutschlandsberg“ haben die Wirtschaftskammer-Regionalstelle Deutschlandsberg und das Konfuzius-Institut Graz nach einem umfangreichen Programm während des Tages zu einer Podiumsdiskussion wiederum in das Bundesschulzentrum geladen. Dabei berichteten namhafte Unternehmer über ihre Geschäftserfahrung mit der fernöstlichen Großmacht.

Hochkarätige Gäste

Gastgeber WKO RST-Obmann Manfred Kainz konnte zu diesem informativen Abend zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Bildungsbereich begrüßen. Zwar nicht am Podium, trotzdem mit einigen Anekdoten im Gepäck, waren auch die Krimiautorin Claudia Rossbacher und Künstler-Gatte Hannes Rossbacher mit dabei. Ebenfalls im Publikum waren Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller und Bgm. Josef Wallner.
Wan Jie Chen, Leiter des Konfuzius-Institutes und vom Land Steiermark als bekannter „Fernost-Steirer“ ausgezeichnet, gab Einblick in die Seele und das Denken der Chinesen. „China bleibt, auch wenn es international agiert, sehr stolz. Trotzdem sollte man beim geschäftlichen Umgang beachten, was chinesischen Partnern sehr wichtig ist, nämlich die drei „G“s: Gesicht bewahren, Geduld zeigen und Guanxi (persönliche Beziehungen) nutzen“, erzählte Chen. Christoph Kovacic (WISP Komponenten), Hans Jörg Gasser (Mechatronik Systems), Johann Reiterer (TDK Electronics), Andreas Gerstenmayer (AT&S), Gerold Grill (SVI Austria) und Manfred Kainz (TCM International) berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen und Investitionen in China.

Dimensionen der anderene Art

Fazit: China entwickelt sich rasant weg vom langjährigen „Kopieren“, wird zusehens innovativer (Automatisierung nimmt trotz Billigarbeitskräften zu) und setzt immer öfter auf Qualität. Wenn man mit dem Wirtschaftsriesen zu tun hat, sollte man grundsätzlich in größeren Dimensionen denken - und sollte der Begriff „regional“ fallen, muss einem klar sein, dass in China dabei zig Millionen Menschen angesprochen werden. Und dem Land geht trotz Überbevölkerung die Elite nicht aus: Jedes Jahr beenden etwa sieben Millionen junge Leute ihr Studium und werden vom Staat nach Möglichkeit mit entsprechenden Jobs versorgt.

Klischees rund um Sissi und Mozart ziehen

Außerdem, was sehr erfreulich ist – Österreich ist in China als Partner sehr beliebt, allerdings noch immer mit dem Image von Sisi, Sound of Music, Mozartkugeln, Bergen und Schnee. In Sachen Wirtschaft gibt es noch Aufholbedarf bzw. aber auch große Chancen.

Autor:

Susanne Veronik aus Deutschlandsberg

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