09.06.2017, 13:25 Uhr

Die Landessieger 2017: Die besten Steirerweine sind gekürt

18 strahlende Landessieger wurden gestern bei der größten Weinkost des Landes ausgezeichnet. (Foto: ©SYMBOL)

18 Landessieger sind aus der größten Weinkost des Landes hervorgegangen. Das Weingut Langmann vlg. Lex aus St. Stefan ob Stainz ist vorne dabei.


Bei der größten Weinkost der Steiermark haben die Weinbauern 1.352 hervorragende steirische Qualitätsweine eingereicht. Insgesamt 18 Landessieger und ein „Weingut des Jahres“ wurden gekürt. Heuer gibt es gleich drei Doppellandessieger, sodass das Rennen um die begehrte Trophäe „Weingut des Jahres“ besonders spannend war. Als Gesamtsieger und somit auch Weingut des Jahres ging das Weingut Frauwallner aus Straden hervor.

Größte Weinkost der Steiermark

„Die Landesweinbewertung der Landwirtschaftskammer ist traditionell seit 70 Jahren der größte und wichtigste Weinwettbewerb der Steiermark. Die Beteiligung war trotz Miniernte großartig: „Rund 500 Weinbauern reichten 1.352 steirische Qualitätsweine ein“, betonte Landwirtschaftskammer Präsident Franz Titschenbacher bei der Siegerpräsentation.


Sprungbrett für nationale und internationale Bekanntheit

Die Landesweinbewertung ist für alle Weinbaubetriebe eine Chance, mit einer guten Platzierung national und international Aufmerksamkeit zu erhalten. „Durch die garantiert anonyme Verkostung und der bestens geschulten Bewerter steht ausschließlich die Weinqualität im Vordergrund“, unterstrich Titschenbacher ferner.

Schaufenster für fruchtig-steirischen Wein

„An der Bewertung können alle geprüften steirischen Qualitätsweine teilnehmen. Um aber ins Finale zu kommen, muss eine Mindestweinmenge vorhanden sein“, so Weinbauchef Werner Luttenberger. Außerdem muss in den meisten Sortengruppen der klassisch-steirische, extra trockene Weinausbau mit weniger als 13 Volumenprozent Alkohol eingehalten werden. Damit soll der fruchtig steirische Wein ins Schaufenster gestellt werden.

Anzahl der verkosteten Qualitätsweine in der klassischen Sortengruppe bewertet: Sauvignon blanc 179 Proben, Welschriesling 170, Weißburgunder 152, Muskateller 112, Schilcher 44 und Morillon 31 Proben.


Bewerb für Lagenweine sehr beliebt

155 Lagenweine ritterten um Sieg. Der Bewerb der Lagenweine erfreut sich großer Beliebtheit. Die für die beiden Gruppen nominierten Weine der Burgunder-Gruppe und die Sauvignon Gruppe, müssen eine so hohe natürliche Reife aufweisen, dass sie mindestens 13 Volumenprozent Alkohol besitzen. Weiters müssen sie mindestens ein Jahr alt und trocken ausgebaut sein. Sowohl biologischer Säureabbau als auch Holzeinsatz sind möglich. Immerhin 96 Burgunder und 59 Sauvignons stellten sich dem Wettbewerb.

75 Burgunderweine eingereicht. Ein Sieger wurde gekürt. Die Sortengruppe kräftiger Burgunder – bestehend aus den Sorten Weißburgunder, Morillon und Grauburgunder – wurde heuer mit 75 Weinen beschickt. Sie müssen trocken ausgebaut sein. Durch den möglichen biologischen Säureabbau wirken sie bekömmlicher.

Gewürz/Traminer als Speisebegleiter

In der Kategorie trockene und halbtrockene Gewürz/Traminer haben sich 31 Weine beteiligt. Diese Ausbauart der Sorte findet laufend mehr Freunde, weil der dieserart ausgebaute Gewürz/Traminer ein toller Speisebegleiter sein kann. Ein Sieger wurde gekürt.

163 Rotweine eingereicht. Drei Sieger wurden gekürt. Eine Besonderheit im Bewerb ist auch der steirische Rotwein. Um den Konsumentenwünschen entgegen zu kommen, wurden drei Kategorien geschaffen. Eine kräftige Rotwein-Vielfalt, bei der sämtliche Sorten – auch Cuvées – erlaubt sind, die aber mindestens ein Jahr alt sein müssen. Weiters die Gruppe kräftiger Zweigelt und die Gruppe fruchtig-klassische Rotweine. Drei Sieger wurden gekürt.


15 Prozent der eingereichten Weine schafften Semifinale

Bei vielen Sorten oder Sortengruppen musste aufgrund der Menge ein Semifinale durchgeführt werden, um die endgültigen Finalweine zu erkosten. Den Einzug in das Semifinale schafften 15 Prozent der teilnehmenden Weine. Der Aufkleber für die Weine, die in die Broschüre aufgenommen werden konnten, soll die besten Weine der Steiermark kennzeichnen.

Knock out beim Semifinale und Finale

„Das extrem strenge Auswahlverfahren zeigt, wie schwierig es ist, mit einem Wein das Semifinale, sowie das Finale zu erreichen oder gar Landessieger zu werden“, sagt Luttenberger. Die Finalverkostungen jeder Sorte beziehungsweise Kategorie werden nach der Platzziffernmethode durchgeführt. Hier stehen sämtliche Finalweine Glas an Glas und müssen direkt verglichen und beurteilt werden.

Siegerbroschüre

„Die besten steirischen Weine werden in der vorliegenden Broschüre in den Kategorien Sieger, Finalisten und Semifinalisten vorgestellt, um die Kaufentscheidung zu erleichtern und auch auf bisher unbekannte Betriebe aufmerksam zu machen“, erklärt der Weinbaudirektor.

Siegerweine bei Präsentation. „Die Siegerweine sind auf verschiedenen Präsentationen zu verkosten. Ein besonderes Erlebnis ist aber nach wie vor ein Besuch bei einem der erfolgreichen Betriebe“, schloss der Weinbaudirektor.


Aus unserem Bezirk

Aus dem Weingut Langmann vlg. Lex aus St. Stefan ob Stainz wurde sowohl der Schilcher Langegg in der Kategorie Schilcher als auch den Schilcher Sekt Brut in der Kategorie Sekt jeweils zum Landessiegerwein gekürt. Das Weingut Langmann vlg. Lex kam somit auch in das Finale zur Kür um das "Weingut des Jahres 2017".


"Weingut des Jahres"

Zum achten Mal zeichnet die Landwirtschaftskammer das „Weingut des Jahres“ aus. Das Weingut Frauwallner Straden bekommt 2017 die große Auszeichnung.
Den erfolgreichsten Teilnehmer der Landesweinkost zeichnet die Landwirtschaftskammer heuer zum achten Mal mit dem Titel „Weingut des Jahres“ aus. Sechs steirische Weingüter kamen ins Finale:
Weingut Dreisiebner Stammhaus Weingut Felberjörgl
Weingut Frauwallner Straden Weingut Langmann vlg. Lex Weingut Riegelnegg Olwitschhof Weingut Schmölzer
Sulztal 35 Höch 47 Karbach 7 Langegg 23 Steinbach 62 Sausal 72
8461 Gamlitz
8442 Kitzeck
8345 Straden
8511 St. Stefan/Stainz 8462 Gamlitz
8444 St. Andrä-Höch
Weingut des Jahres 2017: Weingut Frauwallner Straden. Als Sieger und somit „Weingut des Jahres“ ging der Betrieb Frauwallner Straden hervor. Er erreichte die höchste Punkteanzahl aller ins Finale gekommener Betriebe. Als Bewertungskriterien für diese große Auszeichnung als „Weingut des Jahres“ werden die vier besten bei der Landesbewertung eingereichten Weine in mindestens zwei Kategorien herangezogen.
Das Punktesystem:
Punkte der Vorkost (zum Beispiel 16,5 Punkte) Teilnahme am Semifinale weitere 10 Punkte Teilnahme am Finale weitere 10 Punkte Landessieg weitere 10 Punkte
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