18.10.2017, 10:36 Uhr

Wies steht für ein sonniges Klima

Noch heuer soll der Lift für einen barrierefreien Zugang im denkmalgeschützten Rathaus von Wies fertig gestellt werden. (Foto: KK)

Sonnenenergie,
Barrierefreiheit, Bildung und Breitbandausbau führen Wies in die Zukunft.

WIES. Die Marktgemeinde Wies ist nicht nur "Familienfreundliche Gemeinde", sondern auch "Klimabündnisgemeinde" mit zwei "Klimabündnis-Schulen", nämlich der Volksschule und der NMS Wies. Das ist bei der Eröffnung Österreichs größter Photovoltaikanlage mit Bürgerbeteiligung in Kombination mit dem jährlichen Mobilitätstag im ECO-Park Wernersdorf deutlich geworden.
"Wir denken an weitere Photovoltaikanlagen sowie an Batteriespeichersysteme", ergänzt Bgm. Josef Waltl. Dass mit Bedacht gebaut wird, sieht man derzeit am denkmalgeschützten Rathaus, wo der nagelneue Lift um 380.000 Euro noch heuer für einen barrierefreien Zugang vom Keller bis ins Dachgeschoss sorgen wird. Waltl: "Somit sind das Standesamt und der Parteienverkehr im ersten Stock endlich ungehindert zugänglich. Außerdem denken wir daran, die derzeit sehr beengte Buchhaltung in das Dachgeschoss zu verlegen." Damit verbunden ist auch eine Sanierung des Rathauses samt Umfeld, das im April 2018 fertiggestellt sein soll.

Öffentliche stille Örtchen

Die heuer eingerichtete, öffentliche WC-Anlage im Ortszentrum (neben dem Eingang zur Musikschule) ist ab jetzt von 6 bis 22 Uhr zugänglich. "Gleichzeitig haben wir eine öffentliche Toilette am straßenseitigen Zugang des ehemaligen Gemeindeamtes in Wernersdorf gebaut, die gerade für Wanderer unentbehrlich ist", zeigt sich Waltl froh. Ein Gebäudeteil des alten Gemeindeamtes ist zu einer Wohnung umfunktioniert worden, während der Sitzungssaal derzeit für die Vereine adaptiert wird. "In diesem Raum möchten wir auch Trauungen anbieten, nämlich in Verbindung mit der Emmauskapelle. Der Platz vor diesem sakralen Kleinod sollte im nächsten Jahr instand gesetzt werden." Außerdem wurde in Wernersdorf das alte Heizhaus abgerissen, dafür wird derzeit eine Geräte- und Splitthalle errichtet.

Ganztagsschule im Fokus

Die Volksschule in Wernersdorf hat es zwar nicht auf Anhieb geschafft, ihren Betrieb als Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht aufzunehmen, dennoch unternimmt man einen neuerlichen Anlauf für das nächste Jahr. "Daher lade ich zu einem Elternabend am 15. November um 19.30 Uhr sowie zum Tag der offenen Tür am 1. Dezember ein", hofft Schulleiterin Isabella Pühringer auf genügend Anmeldungen. In Verbindung mit der Kinderkrippe ist ein neuer Spielplatz bei der Volksschule in Wernersdorf entstanden. Straßenbaulich tut sich derzeit einiges: So wird in Vordersdorf die Ortsdurchfahrt inklusive Straßenbeleuchtung, Erweiterung der Brücke mit Gehsteig und Bushaltestelle erneuert. Die Eröffnung ist am 8. November. "Außerdem wurde eine Leerverrohrung zu sämtlichen Häusern für den Breitbandausbau eingerichtet", sieht Waltl in dieser Vernetzung die Zukunft für den Wirtschaftsstandort. Gesamtkosten: ca. 90.000 Euro. So sind die Großbetriebe wie MSG bzw. der ECO-Park bereits an die "Interoute" angeschlossen. Genutzt wird weiters das Netz der alten Gasleitung, um sämtliche Schulen, Kindergärten, das Schloss Burgstall, das Landesversuchszentrum u.a. mit Breitband-Internet zu versorgen. Auch bei der derzeit laufenden großen Straßensanierung beim Pörbachweg und bei der Höhenstraße wird Breitband eingefräst - ein Projekt gemeinsam mit dem Land Steiermark. Bei zahlreichen, baulichen Projekten hat das Büro Kolar mit seinem Team mitgewirkt.
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