08.01.2018, 10:14 Uhr

Aus für "Aktion 20.000" ist ein Schlag ins Gesicht für Betroffene

Sozialsprecher NAbg. Josef Muchitsch steht zur "Aktion 20.000". (Foto: KK)

SPÖ-Sozialsprecher NAbg. Josef Muchitsch zum Stopp der Aktion 20.000 und die Auswirkung auf die Modellregion.

DEUTSCHLANDSBERG/WIEN. Die neue Regierung hat das arbeitmarktpolitische Projekt "Aktion 20.000" mit Jahresbeginn auf Eis gelegt, mit dem speziell Menschen über 50 Jahre, die seit mehr als einem Jahr als arbeitslos beim AMS gemeldet sind, wieder in die Arbeitswelt integiert hätten werden sollen.
SPÖ-Sozialsprecher NAbg. Josef Muchitsch hat anhand konkreter Zahlen die Wirksamkeit der "Aktion 20.000" vorgerechnet. In allen Pilotregionen ist die Arbeitslosigkeit von Menschen auf Jobsuche über 50 Jahre durchschnittlich um 11,7 Prozent gesunken. Wo die Aktion nicht gestartet wurde, ist sie hingegen um 2,7 Prozent gestiegen. Am erfolgreichsten unter den zehn Pilotregionen war die Steiermark. Allein in Deutschlandsberg konnte die Arbeitslosigkeit um 27 Prozent gesenkt werden.  


Kritik an der Argumentation der Regierung

Muchitsch: „Das Argument der Regierung, die Hochkonjunktur regelt die Problematik der Arbeitslosen über 50 Jahre, stimmt nicht. Die Wirtschaft greift auf diese Gruppe nicht mehr zu, sondern fordert Fachkräfte aus dem Ausland. Die Aussage der Sozialministerin, dass nur 1.500 Personen in der Aktion sind, ist enttäuschend. Immerhin durften sich nur zehn von 112 österreichischen Bezirken an der Aktion beteiligen. Auch das Killer-Argument, dass diese Personen danach wieder beim AMS landen, ist nicht nachvollziehbar. Es gibt Absichtserklärungen von Gemeinden, die betroffenen Personen weiter zu beschäftigten. Diese Brücke zurück in die Arbeit einfach abzudrehen zeigt von sozialer Kälte und ist der falsche Weg.“  
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