12.02.2018, 21:01 Uhr

VIDEO: Weltmeisterlicher Empfang für Julia Scheib

Nicht nur Julia Scheibs Fanclub wollte ein Foto mit der frischgebackenen Junioren-Weltmeisterin.

Nach ihrer historischen Goldmedaille bei der Junioren-Ski-WM war für Julia Scheib erst einmal Feiern dran. So wurde sie in ihrer Heimat Frauental empfangen.

Voller Stolz präsentierte Frauentals Bürgermeister am Samstag eine junge Dame, die seinen Ort in den letzten Wochen österreichweit bekannt machte. „Eine Juniorenweltmeisterin, das hatten wir in Frauental noch nie“, meinte Bernd Hermann vor Dutzenden Gästen im Marktgemeindeamt. Überhaupt wurde Julia Scheib in Davos die erste Juniorenweltmeisterin im alpinen Skisport aus der kleinen Weststeiermark und holte Österreichs einzige Goldmedaille beim Event. Neben Gold im Riesentorlauf holte sie noch Bronze im Teambewerb. Ebenso stolz, aber dennoch ruhig und gefasst, stand Scheib beim Empfang in ihrer Heimatgemeinde auf der Bühne. Mit Spalier und Jubel wurde die 19-Jährige begrüßt. Familie, Skiklub, Fanclub und zahlreiche Frauentaler hießen Scheib willkommen. „Ein Ehrenbürgermeister und drei Ehrenringträger der Gemeinde sind auch hier“, hob Bürgermeister Hermann die Bedeutung von Scheibs Leistung hervor.

Autogramme wie ein Profi

Obwohl Mittelpunkt des Abends stehend, wirkte die 19-Jährige äußerst cool. „Ich will gar nicht viel Worte verlieren, dann bleibt mehr Zeit zum Feiern“, scherzte sie auf der Bühne. Davor standen aber noch unzählige Fotos und Autogramme an, beides löste sie schon wie ein Profi. „In den letzten Monaten ist es laut um mich geworden“, denkt Scheib an die letzten zwei Monate zurück: Europacup-Debüt, Weltcup-Debüt und dann Gold bei der Junioren-WM. „Aber ich bin seit vier Jahren im ÖSV, da wächst man mit sowas auf.“ Dass sich der Erfolg nach ihrer Verletzung aber so schnell einstellt, hätte sie nie erwartet. „Am Anfang der Saison hab ich Materialprobleme gehabt und bin überhaupt nicht zurechtgekommen“, erinnert sich Scheib.

Der Trainer hinter dem Erfolg

Auch ihr persönliches Umfeld war davon überrascht. Neben ihrer Familie dankte Scheib vor allem dem Schiclub ATUS Frauental und einem persönlichen Trainer: Mit dem Deutschlandsberger Sportwissenschafter Kurt Steinbauer trainierte Scheib seit ihrer Verletzung. „Er ist mehr als nur ein Trainer, auch eine Ansprechperson für andere Probleme mit einem wahnsinnigen Wissen“, ist Scheib froh, ihn an ihrer Seite zu haben. Steinbauer erinnert sich an einige Krafttrainings und eine Skitour, bei der er kaum mit der jungen Athletin mitkam. „Julia hat in nicht einmal einem Jahr zehn Kilo abgenommen und trotzdem viel Muskelmasse aufgebaut“, ist er voll des Lobes für seinen Schützling.

Gold zehn Jahre nach Anna Veith

Einer der Gründe, warum Scheib trotz ihrer geringen Größe auch in den Speed-Rennen bei der Junioren-WM ganz vorne dabei war. Dabei fuhr sie in Davos alle sechs Wettbewerbe innerhalb von zehn Tagen. Dennoch fehlten am letzten Tag bei der Abfahrt nur acht Hundertstel auf eine Medaille. „Aber mit vier Silbernen oder vier Bronzenen wär ich nicht so zufrieden gewesen wie mit einer Goldenen“, ärgert sich Scheib gar nicht darüber. Denn sie weiß genau, was der WM-Titel im Riesentorlauf bedeutet: Größen wie Anjä Pärson (1998, 2000), Maria Höfl-Riesch (2004) oder Anna Veith (2008) sind ehemalige Juniorenweltmeister in der Disziplin. Wie Scheib darüber denkt und was ihre nächsten Ziele sind, verrät sie im exklusiven Videointerview mit der WOCHE Deutschlandsberg:

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