Die Partisanen der Eisenstraße
Dreharbeiten im Freilichtmuseum Stübing
- Im Frühjahr 2025 wird im ORF III die Dokumentation "Die Partisanen der Eisenstraße" ausgestrahlt, die den mutigen Widerstand der Österreichischen Freiheitsfront Leoben-Donawitz gegen das NS-Regime mit inszenierten Szenen würdigt.
- Foto: Ulrike Berger
- hochgeladen von Nico Deutscher
Soll im Frühjahr 2025 bereits erscheinen: Im Freilichtmuseum Stübing wurde eine Dokumentation über die Freiheitsfront Leoben-Donawitz gedreht.
STÜBING. Die steirische Eisenstraße rund um Leoben und den Erzberg ist nicht nur für ihre industrielle Vergangenheit bekannt, sondern auch als Schauplatz mutigen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Im Rahmen einer neuen TV-Dokumentation, die unter dem Titel "Die Partisanen der Eisenstraße" entsteht, wird die Geschichte der Österreichischen Freiheitsfront Leoben-Donawitz beleuchtet – einer der bedeutendsten Widerstandsgruppen, die sich während der Nazi-Herrschaft formiert haben.
Waghalsige Sabotageakte
Die Dokumentation, produziert von Ulrike Berger (Mokino Filmproduktion) und unter der Regie von Fritz Aigner, erzählt von mutigen Männern und Frauen, die sich zusammenfanden, um gegen die Tyrannei zu kämpfen. Die Hauptakteure, Sepp Filz und Max Muchitsch, riskierten ihr Leben, um ein freies und demokratisches Österreich zu verteidigen.
- Die filmische Erzählung rückt den Widerstandskampf der Freiheitsfront und bewegende Schicksale in den Mittelpunkt. Im Bild: Andreas Ortner als Sepp Filz und Wolfgang Rosenberger als Max Muchitsch.
- Foto: Ulrike Berger
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Die filmische Erzählung bringt den Widerstandskampf der Österreichischen Freiheitsfront nicht nur mit waghalsigen Sabotageakten gegen die Kriegswirtschaft in Leoben, sondern auch mit den bewegenden Schicksalen von Frauen wie Mathilde Auferbauer und Christine Berger in Verbindung. Beide Frauen unterstützten die Partisanen und wurden dafür ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert.
Erscheinung im Frühjahr
Ein zentrales Element der Dokumentation sind aufwendige Spielszenen, die die Gründung der Österreichischen Freiheitsfront im Jahr 1943 lebendig werden lassen. Einige der Szenen wurden unter anderem im Freilichtmuseum Stübing gedreht. Hier, in der historischen Flaschenschenke von Elisabeth Edlinger, wurde die Gründungskonferenz der Freiheitsfront inszeniert. Edlinger, dargestellt von Katharina Brunner, war eine zentrale Figur im Widerstand und bot den Partisanen einen sicheren Treffpunkt. In dieser Wirtsstube fassten Filz und Muchitsch den Beschluss, im Frühjahr 1944 mit dem bewaffneten Kampf gegen das NS-Regime zu beginnen.
- Mit einer historischen Stimmung erwies sich das Freilichtmuseum in Stübing als idealer Drehort.
- Foto: Ulrike Berger
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Die Dokumentation setzt ein längst überfälliges filmisches Denkmal für die Partisanen der Eisenstraße und beleuchtet gleichzeitig die teils dramatischen Folgen ihres Widerstands. Elisabeth Edlinger wurde aufgrund ihrer Unterstützung für die Partisanen verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert. Ihr Mann Klemens fand 1944 den Tod im KZ Gusen, nachdem er den Widerstand unterstützt hatte. Die Erzählungen der Zeitzeugen und Nachkommen, wie Peter Filz, der Sohn von Sepp Filz und Christine Machold, Tochter von Christine Berger, bieten einen emotionalen Einblick in die Auswirkungen des Widerstands auf die Familien der Kämpfer. Die Dokumentation, die in Zusammenarbeit mit renommierten Historikerinnen und Historikern realisiert wird, wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 im ORF III ausgestrahlt.
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