Kommandoübergabe in der Hackherkaserne

Das Kader der Hackherkaserne überraschte seinen scheidenden Chef Maximilian Trares mit einem Abfahren der Front auf dem Motorrad.
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18 Jahre leitete Oberst Maximilian Trares die Geschicke des Versorgungsregiment 1 (VR1 ), jetzt übergab der Hausherr der Hackherkaserne Gratkorn das Kommando an seinen Nachfolger Jörg Stopka und verabschiedete sich in die Pension. Trares zu Ehren wurde am Exerzierplatz die Flagge gehisst, spielte die Militärmusik die Zapfenstreichfanfare und überraschte das Kader seinen scheidenden Chef mit großen Zeichen der Wertschätzung.

Trares verblieb nach dem Präsenzdienst beim Heer, absolvierte die Militärakademie und die Truppenkommandanten-Ausbildung und übernahm 2001 die Leitung des VR1, dem logistischen Kompetenzzentrum des Bundesheers. Bei einer Heeresreform im darauffolgenden Jahr fast von der Auflösung bedroht, ging das VR1 aus der Neuausrichtung mit einem großen Aufgabenspektrum verstärkt hervor. Das VR1 in Gratkorn erfüllt für das Bundesheer Logistikaufgaben wie Nachschub, Transport und Spedition auf Straße, Schiene, Luft und Wasser und ist das einzige Versorgungsregiment Österreichs. Rund 500 Rekruten jährlich leisten in der Hackherkaserne ihren Präsenzdienst, darunter auch Österreichs Sportlernachwuchs, der hier seine Grundausbildung absolviert. Zudem werden in Gratkorn die Kontingente für Auslandseinsätze aufgestellt.

„Das Schönste ist, wenn man den Beruf als Berufung sieht, Verantwortung übernehmen kann und alles gut läuft“, sagt Trares. So manche schlaflose Nacht bereitete ihm der finanzielle Ressourcenmangel. Über Jahrzehnte hinweg wurde das Bundesheer stiefmütterlich behandelt, in die Jahre gekommenes Gerät nicht ersetzt, notwendige infrastrukturelle Maßnahmen auf Eis gelegt. „Eine große Sorge der Zukunft ist, dass die notwendigen Budgetmittel nicht zur Verfügung gestellt werden, um Sicherheit und Katastrophenschutz zu gewährleisten“, bekrittelt der 64jährige.

Trares Führungsstil war geprägt von Wertschätzung, Einsatzbereitschaft, Weitblick und Menschlichkeit. „Was uns besonders auszeichnet, sind die gelebte Kameradschaft und Wertschätzung im Regiment. Das gute Miteinander ist ein Verdienst unseres Kommandanten“, sagte Obstlt. Ulf Auer. Für ein Jahr übernimmt Jörg Stopka im Rahmen seiner Generalstabsausbildung das Kommando. Der 50jährige Grazer hat langjährige NATO-Erfahrung und war zuletzt Referatsleiter im Ministerium.

Trares freut sich, künftig mehr Zeit seiner Familie und seinem Hobby, dem Motorradfahren widmen zu können. Zu seiner Überraschung fuhr unter den Klängen von „Time to say goodbye“ eine motorisierte Militärstreife vor und drehte mit Trares am Sozius eine Ehrenrunde. Applaus kam u.a. von Gratkorns Bgm. Helmut Weber und seinem Vize Franz Schlögl, Bgm. Harald Mulle/Gratwein-Straßengel, Polizei-Chefinspektor Kurt Dobida, Generalmajor Alexander Platzer, Militärkommandant Heinz Zöllner, Abordnungen des Kameradschaftsbundes sowie der ehemaligen Verteidigungsminister BM a.D. und LAbg. Mario Kunasek sowie BM a.D. und Prokurist des zivilen Partners GKB Gerald Klug.

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