(Oster-)Tradition, die man schmeckt

Ein Generationenduo, das Wert auf Tradition, Natürlichkeit und Frische legt: Mary und Katharina König
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  • Ein Generationenduo, das Wert auf Tradition, Natürlichkeit und Frische legt: Mary und Katharina König
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Nina Schemmerl

Es riecht nach lauwarmer Milch, Germ, frischen Eiern und allerlei Gewürzen: Wer die Backstube der Familie König in Gratwein-Straßengel aufsuchen möchte, der folgt einfach seiner Nase. Rechtzeitig vor Ostern herrscht hier Hochbetrieb. Mit Herz und Fleiß kneten und formen alle helfenden Hände, um das Osterfest zum geschmacklichen Höhepunkt des Jahres zu machen.

Wissen von der Uroma

Nur rund fünf Minuten vom Stift Rein entfernt liegt der Hof der Königs. Während sich Kuh, Schwein, Huhn und Hase des Lebens erfreuen, wird eine pikante und süße Backware nach der anderen aus dem Ofen geholt. Mit oder ohne Rosinen – wie isst die Chefin des Hauses, Maria (genannt Mary) König, ihr Osterbrot am liebsten? "Natürlich mit", lächelt sie, "aber für unsere Kunden machen wir es so, wie es jedem am besten schmeckt." Das Wissen um das Backhandwerk hat sie von ihren Großeltern mit auf den Hof gebracht. "Früher hat man bewusster gegessen, Schmalz war Schmalz, das Getreide wuchs vor der Tür. Das war alles echt. Man hatte Respekt vor der Ware und wusste es zu schätzen, welche Arbeit dahintersteckt", sagt König und fügt hinzu: "So wollen wir es an unsere Kundschaft weiterreichen." 15 Bauernläden und Lagerhäuser werden von der Familie mit Backwaren, Fleisch, Aufstrichen und Co. beliefert, ab Hof wird auch verkauft. Um die Osterzeit ist natürlich mehr los. "Um sehen zu können, woher die Produkte für die Osterjause stammen, kommen die Leute her." Wie viele Kilo Osterbrot wirklich verkauft werden, können die Königs aber nicht sagen.

"Der Hof braucht uns"

Das Geheimrezept ihrer Brote verrät Mary nicht. So viel ist aber sicher: "Es braucht wieder mehr Wertigkeit für das Produkt. Meine Haltung gegenüber den landwirtschaftlichen Erzeugnissen kommt beim Kunden an." Und während Frau König weiterknetet, führt Franz König am Hof herum, um zu zeigen, wie der deftige, fleischige Teil der Osterjause entsteht. Er betreut die Tiere, bestellt die Äcker, erntet das Futter. "Geht es dem Tier gut, geht es auch mir gut", sagt er. Darauf legt er auch bei der Schlachtung Wert. "Stressfrei, so muss es sein." Tradition, die man schmecken kann, ist Seelenfutter – so lautet das Credo der Familie. Auch in der Zukunft, denn das Hofzepter wird die jüngste Tochter Katharina übernehmen. "Was meine Eltern geleistet haben, soll später noch zu spüren sein. Und zu schmecken", sagt die 27-Jährige. Zwar sind ihre Arbeitstage länger als die anderer, dafür lebt sie die Werte, die ihr mitgegeben worden sind. "Ich liebe die Arbeit mit den Händen und den Kontakt zu den Tieren. Der Hof braucht uns. Und unsere Kunden wissen das auch, weil sie gute, echte Produkte in den Händen halten", so die junge König.

Allgemeine Info
Der Hof der Königs zählt zu "Gutes vom Bauernhof". Ob Osterbrot, -fleisch, Kren, Aufstriche und Co.: Wo es welche Osterjause im Bezirk gibt, können Sie hier nachlesen.

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