Der GAK im Stadion Liebenau: Zurück in den "Heimsektor"

Grandiose Stimmung: Die Fans des Gak müssen ihre Choreografie künftig am anderen Ende des Stadions abhalten.
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Knaller im Liebenauer Stadion. Der Fansektor des Gak muss künftig in den Bereich der Sturm-Fanclubs wandern.

Das Cup-Spiel des Gak gegen die Wiener Austria war ein Fußballfest für den roten Teil der Grazer Fußballwelt. Der sensationelle Erfolg der Rotjacken wurde einzig von Ausschreitungen zwischen den beiden Fangruppierungen gedämpft, Pfefferspray musste eingesetzt werden und "Fans" wurden festgenommen. Dass der Gak auch künftig, egal, ob während des Stadionumbaus in Weinzödl oder für die richtigen "Kracherpartien" – wie Spiele im Cup um mehr Fans unterzubringen – nach Liebenau ausweichen "muss", ist klar. Die Stadionverwaltung der Messe und die Polizei verordneten deswegen jetzt einen künftigen "Umzug" der Gak-Anhänger, ausgerechnet in die "Kurve", wo bei Heimspielen des SK Sturm deren Fanclubs für Stimmung sorgen.


Zurück zum Status-Quo

In der Merkur-Arena gibt es definierte Heim- (Sektoren 9-13) und Auswärtsbereiche (26-27), um für den nötigen Abstand zwischen den harten Kernen der Fans und somit Sicherheit zu sorgen. "Der Gak hat in den letzten Jahren, wenn dann nur die halbe Kapazität des Stadions genutzt, deswegen wurde provisorisch der Sektor 22 als Heimsektor hergenommen. Auf Grund der zu erwartenden Besucherzahlen bei Risikospielen ist es aus Sicherheitsgründen notwendig, die bestehende Regelung wieder zu aktivieren, also den 'Status Quo' des definierten Heimbereichs wieder herzustellen. Das sehen auch die leitenden Beamten der Landespolizeidirektion genauso – keinesfalls ist das Willkür von uns!", erklärt Messe-Sprecher Christof Strimitzer.


Wenig Begeisterung

Gespräche bestätig auch Polizeisprecher Fritz Grundnig: "Es gab von Seiten der Sicherheits- und Verwaltungspolizeilichen Abteilung (SVA) bereits Gespräche mit der Stadionverwaltung zu diesem Thema. Es geht von unserer Seite einfach darum, dass genügend Abstand zwischen den beiden Fansektoren ist. Wir haben beim Spiel gegen die Wiener Austria gesehen, dass die aktuelle Situation untragbar ist."
Auf wenig Begeisterung stößt diese Anordnung naturgemäß bei den Verantwortlichen des Gak, Proteste der Fangruppierungen sind vorprogrammiert. Der Klubmanager Matthias Dielacher erklärt: "Fakt ist definitiv, dass Gespräche geführt wurden. Von Seiten des Stadionmanagements wurde uns mitgeteilt, dass es bei Risikospielen ein Sicherheitsproblem gibt und unser Fansektor nicht mehr so nahe am Auswärtssektor sein kann. Wenn es so verordnet wird, dass wir in den Sektor 10 siedeln müssen, dann kommt das ja nicht von uns, sondern von der Polizei und der Stadionverwaltung, mit denen können sich die Sturmfans das dann ausmachen, wenn sie ein Problem damit haben."

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