Junges Gemüse
Die neue Lust am Garteln in Graz (+Video)

Wie junges Gemüse zum geerdeten Charakter beiträgt. | Foto: Morgentau Gärten
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  • Wie junges Gemüse zum geerdeten Charakter beiträgt.
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Corona und der Run auf Selbsternte-Flächen: Warum der Garten nicht nur in der Pandemie als Gesundheitsquelle gilt.

Vor circa zehn Jahren begann das urbane Garteln in Graz im wahrsten Sinne des Wortes so richtig zu wachsen. Corona sorgt für einen noch stärkeren Ansturm auf Selbsternte-Flächen. Die drei Grazer Morgentau-Gärten (in Mariatrost, Straßgang, Andritz), wo hiesige Hobbygärtner eigenes Gemüse anbauen und pflücken, verzeichnen ein Plus von rund 30 Prozent. "Die Leute haben sich ihre Gemüse-Parzelle schon früher als sonst reserviert", erklärt Morgentau-Mastermind Christian Stadler. Was seine Urban-Farming-Flächen besonders macht: "Vollbiologische Lebensmittel brauchen einen Mutterboden, deshalb arbeiten wir am Feld. Ohne Mutterboden ist das nicht mehr bio und von Bio weichen wir nicht ab, das ist quasi Religion bei uns."

Trend zum Do-it-yourself auch im Garten

Abgesehen von Stadlers Angebot nimmt das Garteln in Graz recht unterschiedliche Formen an. "Wir zählen jede Form von Garteln, das in der Stadt stattfindet, zum Urban Gardening, sei es im Gemeinschafts-, Balkon- oder Schrebergarten. Das wird seit den letzten zehn Jahren mehr und könnte mit dem zunehmenden ,Do-it-yourself'-Denken und der Kritik am Massenkonsum zu tun haben. Offiziell ,ausgeschilderte' Gemeinschaftsprojekte gibt es aktuell circa 30. Inklusive Schul- oder Wohnsiedlungsgärten sind es an die 100 Projekte in Graz", weiß David Steinwender vom Forum Urbanes Gärtnern.

Jeder Garten hat Konflikte

Neben Flächen wie dem Uni-Attemsgarten, wo sich die Hobbygärtner selbst organisieren, gibt es im Westen Projekte, bei denen es nicht nur um die Anhäufung von Lebensmittel, sondern mehr noch um die soziale Bedeutung des Gärtnerns geht. "Der Garten ist ein Ort, wo man zusammenkommt. Jeder Garten hat Konflikte. Damit ist es ein Ort, wo man soziale Fähigkeiten erlernt: Selbstorganisation, den Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und Demokratiefähigkeit."

Der Garten als Quelle der Gesundheit

Und das tut gut: Der Garten verbindet Menschen nicht nur. Die Bewegung an der frischen Luft und Sonnenlicht helfen, gesund zu bleiben. Und nicht zuletzt: Wer einen Nutz- oder Kräutergarten betreibt, produziert gesunde Lebensmittel. Die erlebte Produktivität ist sinnstiftend. Nicht umsonst bezeichnet man ausgeglichene Charaktere als "geerdet".

"Infopoint" für zukünftige Hobbygärtner

Eine Parzellen-Anmeldung für einen Morgentau-Selbsterntegarten ist übrigens noch bis 29. März, 18 Uhr möglich (www.morgentaugaerten.at/buchen). Wer generell interessiert ist, kann sich gerne an die Vernetzungsplattform Forum Urbanes Gärtnern (office@urbanes-gaertnern.at) wenden.

Video: Tipps für Hobbygärtner und alle, die es noch werden wollen

Bis dahin helfen vielleicht die Tipps von Hobbygärtnerin Barbara Obermayer-Pietsch im Video der WOCHE für den Gartelspaß am Balkon:

Wie junges Gemüse zum geerdeten Charakter beiträgt. | Foto: Morgentau Gärten
In Mariatrost, Andritz und Straßgang gibt es bereits Selbsternte-Parzellen in den Morgentau-Gärten. Ein Feld in St. Peter könnte folgen. | Foto: Morgentau Gärten
Frische Ernte beim urbanen Gärtnern. | Foto: MORGENTAU GÄRTEN
Morgentaugärten-Initiator Christian Stadler (links) mit dem Projektleiter für Graz Ferdinand Köberl  | Foto: Philipp Lihotzky
Kennt die Grazer Urban-Gardening Szene: David Steinwender vom Forum Urbanes Gärtnern. | Foto: K.K.
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