Iliyan Donchev: Gleiche (Tanz-)Regeln für alle gefordert

Tanzschulinhaber Iliyan Donchev ist ausgebildeter Tanzlehrer. Er spricht sich für eine Gleichbehandlung bei der Trainerausbildung aus.
  • Tanzschulinhaber Iliyan Donchev ist ausgebildeter Tanzlehrer. Er spricht sich für eine Gleichbehandlung bei der Trainerausbildung aus.
  • Foto: Marija Kanizaj
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

Tanzlehrer Iliyan Donchev sieht eine Diskriminierung, da ihm die Tanztrainerausbildung verwehrt wird.

"Wenn man die Abschaffung des Tanzschulgesetzes fordert, dann soll das gleiche umgekehrt auch gelten", macht Iliyan Donchev seinem Ärger Luft. Er reagiert damit auf den WOCHE-Artikel, in dem sich Tänzer Willi Gabalier für die Abschaffung des steirischen Tanzschulgesetzes ausspricht. Rückendeckung erhält Gabalier vom Präsidenten des steirischen Tanzsportverbandes Eugen Brenner, der eine ungerechtfertigte Höherstellung der Tanzlehrer sieht.
Mit dem genau gegenteiligen Problem hatte beziehungsweise hat Iliyan Donchev zu kämpfen. Der ausgebildete Tanzlehrer wollte, als ehemaliger Profitänzer, auch die Tanztrainerausbildung machen, was ihm aber versagt wurde.

Falscher Verband ist schuld

"Die Tanzlehrerausbildung hat ihre Rechtfertigung. Ich habe dort sehr viel gelernt und es gibt einen großen Unterschied zwischen einem Profitänzer und einem Tanzlehrer", erzählt Donchev und verweist auf die Disziplin und den Drill, den man als Sportler und Trainer an den Tag legt. "Als Tanzlehrer muss man jedoch vollkommen anders agieren", hält er fest. Donchev hat bereits in seiner Heimat Bulgarien Tanzsport betrieben, in Österreich hat er bis in die Sonderklasse getanzt, war Vizemeister und gewann die Wiener Trophy im Lateintanz. "Nach meiner Tanzlehrerprüfung wollte ich auch Tanztrainer werden, da ich aber in einem anderen Verband bin, war mir das laut Statuten nicht möglich. Ich hätte eine einjährige Wartefrist in Kauf nehmen sollen und erst dann beginnen können", ärgert sich der Tanzschulinhaber, der einen Schwerpunkt auf Tango Argentino gelegt hat.

Medaille hat zwei Seiten

"Das stimmt, aber es ist ein politisches Thema", erklärt Eugen Brenner. Der internationale Profiverband WDC (World Dance Council) und der Amateurverband WDSF (World DanceSport Federation) seien verfeindet und das müsse auf dieser Ebene geklärt werden. "Es trainieren einige, die gar keine Trainer sind. Die einzig geschützte Bezeichnung ist staatlich geprüfter Trainer", berichtet Brenner von der gelebten Praxis.
"Ich möchte nicht nur Tanztrainer sein, sondern auch Wertungsrichter bei internationalen Turnieren", so Donchev. Dafür braucht er aber die Trainerausbildung. "Die Medaille hat immer zwei Seiten und daher muss über beide Angelegenheiten gesprochen werden", wünscht sich Donchev mehr Dialog.

Autor:

Martina Maros-Goller aus Graz

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