Osterbräuche in Österreich!

Osterbräuche Österreich, Osterei, Osterhase
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FASTENZEIT
In der 40-tägigen Fastenzeit wurden früher,
keine tierischen Produkte gegessen.
Heute halten sich viele Christen,
nur noch an den "fleischlosen" Karfreitag.
Und Christen, die das Fasten sehr genau einhalten,
trinken in dieser Zeit auch keinen Alkohol.

ANTLASSEI
Das sind Eier, die am Gründonnerstag/Karfreitag gelegt werden.
Die Eier schützen wie ein Amulett und
werden zum Schutz unter die Schwelle von einem Neubau gelegt,
im Handschuhfach vom Auto mitgenommen,
in den Feldern vergraben, in den Stall gegeben
und als Symbol für künftiges Glück gesehen.
Antlass leitet sich vom Ablasstag/Entlassungstag ab.
Der Tag galt bis ins späte Mittelalter, für zur Buße verurteilte Menschen
als Tag der Befreiung von der Buße.

FASTENKRIPPE
Oft wurde in der Fastenzeit bei den Bauern,
eine Fastenkrippe (Osterkrippe) aufgestellt.
Diese Krippen waren meistens sehr alte Familienerbstücke
und hatten einen Ehrenplatz in der Stube.
Diese Krippen zeigen das Passionsgeschehen.

ÖLBERG- UND LEIDEN-CHRISTI-SINGEN
Am Gründonnerstag und am Karfreitag wird durch Großarl 
,,Merkt auf ihr Herrn und lasst euch sag`n,
der Hammer hat 8 Uhr gschlag`n"
wird bis 4 Uhr Früh jede volle Stund ausgerufen.
Am Gründonnerstag rufen die Bauern und am Karfreitag
singen die Bürger Großarls, über das Leiden und den Tod,
bis zur Auferstehung von Jesus Christus.

TRESDORFER KREUZZIEHEN
Am Gründonnerstag finden die alljährlichen 
Passionsspiele im Kärntner Tresdorf statt.
Es wird die Leidensgeschichte Christi 
aus der aus der Sicht von bäuerlichen Menschen von damals,
mit Laiendarstellern erzählt.

PALMPROZESSION IN PUCH
In Puch bei Hallein wird ein über 400 Jahre alter,
hölzerner Palmesel mit Christusfigur, bei der Palmprozession
von vier Burschen durch den Ort getragen.

PALMSONNTAG
Am Palmsonntag bitten die Kinder, für ein gesundes Wachstum.
Die Kinder tragen schön geschmückte Palmbuschen,
zur Palmweihe und oft werden die Palmbuschen
danach auf den Acker gebracht.
Oft wird auch der Herrgottswinkel damit geschmückt
und der Palmbuschen soll Haus und Heim schützen.
Am Palmsonntag wird an den Einzug von Jesus in Jerusalem gedacht
und zum Zeichen seines Königtums jubelte ihm das Volk zu
und streute Palmzweige auf den Weg.

KARWOCHE
Die Karwoche, ist die Woche vor dem Ostersonntag.
Meistens werden die Ostereier in der Karwoche,
am Karfreitag und am Karsamstag gefärbt.
Die Ostereier wurden in der Fastenzeit gekocht um sie
haltbar zu machen und rot gefärbt
um sie von den rohen Eiern unterscheiden zu können. 
Ostereier sind ein Symbol für Fruchtbarkeit,
genauso wie der Osterhase.

RARSCHENTAG
Das ,,Ratschn" ersetzt in der Zeit von Gründonnerstag bis zur Osternacht,
die Kirchenglocken und ist ein Zeichen der Trauer.
Man spricht davon, dass die Glocken nach Rom fliegen
und erst zu Ostern wieder läuten.
Das Karfreitagsratschen wurde im Jahr 2015,
sogar in die Liste der immateriellen UNESCO Kulturerbe aufgenommen.

WEIHFEUERTRAGEN
Am Karsamstag in der Früh,
wird das vom Pfarrer gesegnete Feuer von Haus zu Haus getragen.
Für das Weihfeuer, werden getrocknete Baumschwämme angezündet.
Die Töpfe mit der Glut, werden von den Kindern an einer Stange getragen.
Ist im Haus noch ein Herd vorhanden,
wird ein Stück ins Feuer gegeben.
Das verteilen vom Rauch im Haus,
soll Glück und Segen bringen.

FLEISCHWEIHE
Die Fleischweihe (Speisensegnung) wird meistens
bei einem Bildstock, Kreuz, Kapelle
und vor der Kirche abgehalten.
Die Segnung der Osterspeisen ist ein Brauch
in Österreich und Deutschland.

OSTERKORB
Im Osterkorb sind die bunten Eier, das Osterfleisch, der Kren
(Meerrettich) und das leicht süße Osterbrot. 
Der Osterkorb wird mit einer Weihkorbdecke
abgedeckt, die mit sakralen, roten Symbolen bestickt ist.

OSTERBROT
Das Osterbrot ist ein leicht süßliches Brot und
besteht aus Germteig (mit und ohne Rosinen).
Sehr beliebt ist auch der Osterstriezel ( geflochtener Zopf, Germteig),
das Osterlamm (Backform ist ein Lamm, Biskuit- und Sandteig),
und die Osterpinze (in der Größe eines Krapfen, Germteig).

Symbolisch steht das Osterlamm für die Unschuld
und für die Opferung von Jesus Christus.

EIERPECKEN
Die hartgekochten Eier werden
mit der Spitze aneinander gestoßen.
Der Sieger ist der Spieler,
dessen Ei am Ende noch ganz geblieben ist.
Das Eierpecken findet immer am Ostersonntag statt
 und jeder sollte ein geweihtes Ei nehmen.

OSTERJAUSE
Mit der Osterjause wird die 40-tägige Fastenzeit beendet.
Die Osterjause wird im Volksmund oft auch
,,Weihfleischessen" genannt und findet meistens
im Kreis der ganzen Familie statt.
Laut dem Volksmund, soll jeder sieben verschiedene 
,,Fleischweihen" zu Ostern essen.
Wer sieben verschiedene Osterweihen
gegessen hat, kommt dann bald unter die Haube. (Hochzeit)
Manche Familien essen ihre Osterjause,
erst nach der Auferstehungsfeier in der Kirche.

OSTERNESTSUCHE
Die Osternestsuche ist für Kinder natürlich immer sehr aufregend.
Findet meistens nach der Fleischweihe am Karsamstag statt
und in manchen Gegenden auch am Ostersonntag.
Ins Osternest kommen nur einige Eier und der Osterhase.
Viele Gemeinden veranstalten heute
schon eine Ostereiersuche für die Kinder.

OSTERFEUER
Das Osterfeuer wird in der Nacht von Karsamstag
auf Ostersonntag entzündet.
Zur Zeit des Pessach-Festes im April,
wurde Jesus Christus in Jerusalem gekreuzigt
und von den Toten auferweckt.
Heute steht das Osterfeuer als Symbol für die 
Wiederauferstehung von Jesus und das vertreiben des Winters.
Oft werden Strohpuppen am Osterfeuer verbrannt,
diese sollen die Auferstehung Jesu Christi symbolisieren.

OSTERKREUZHOAZN
In der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag,
werden die Osterkreuze entzündet.
Auf den Hügeln in der südlichen Steiermark, teilweise auch in Kärnten,
sind sehr viele dieser beleuchteten Kreuze zu sehen.
Die Kreuze bleiben meistens bis zum
"Kleinostersonntag" beleuchtet.
Heute werden die Kreuze oft mit LED-Birnen beleuchtet.
Bei der Illuminierung, gibt es auch oft ein Osterfeuer
und eine kleine Veranstaltung beim Osterkreuz.

BÖLLERSCHIESSEN
Ein besonderer Brauch ist das Böllerschießen.
Am Ostersonntag werden spezielle Böllergeräte,
mit ein wenig Schwarzpulver gefüllt.
Mit einem Stoppel verschlossen und
danach angezündet, damit ein höllischer Knall entsteht.
Das erste Mal werden die Böller um 6:00 Uhr gezündet,
dann um 12:00 Uhr und auch zur Abendandacht.
Der Brauch wird in südlichen Steiermark,
auch bei großen Hochzeiten praktiziert.

KARBIDDOSENSCHIESSEN
Das schießen ist ein Brauch,
der im der Osternacht praktiziert wird.
Die Dosen mit Calciumcarbid, 
werden meistens von Jugendgruppen abgefeuert.

GODNTAG
An diesem Tag kommen die Taufpaten zu Besuch und
haben ein Kipferl aus Hefeteig mit. Das ,,Godnküpfi"
wird mit einer Münze gespickt und zusammen mit Ostereiern überreicht.
Das kunstvoll geflochtene ,,Godnküpfi" kommt am 
Ostersonntag bei der Osterjause auf den Tisch.
Brauchtum aus dem Mostviertel, den dort die Christen feiern.

OSTERKIPFERL
Ein großes Osterkipferl bekommen auch die Kinder,
in Fischbach von ihrer Godl.
Die Taufpatin bringt das riesige Kipferl, am Osterwochenende.

DAS OSTERHASENDORF
In Fischbach werden zur Osterzeit,
tausende Osterhasen aus Holz ausgestellt.
Der echte "Steirische Osterhase" kommt aus Fischbach und 
am Osterhasenkirtag strömen tausende Besucherlnnen 
in das kleine Dorf, um die herzigen Häschen zu sehen.

STINATZER OSTEREIER
Im Burgenland verschönern die Frauen
ihre Ostereier mit filigranen Gravierungen.
Mit scharfen Messern ritzen sie wunderschöne
Muster in die gefärbten Ostereier.
Diese alte Handwerkskunst stammt
von den Kroaten in der Region und wird
seit mehr als hundert Jahren weitergegeben.

WIDDERZUG
Am ersten Samstag nach Ostern wird ein Osttiroler Widder,
mit Blumen und bunten Bändern geschmückt
und in Virgen, in einem Bittgang nach Obermauern geführt.
In der Wallfahrtskirche ,,Maria Schnee" findet ein Gottesdienst statt.
Das Tier wird dreimal um den Altar geführt und dann in der Messe verlost.

KLEINOSTERSONNTAG
Das ist der Feiertag für die Menschen,
die zu Ostern "früher" gearbeitet haben
und ist der Sonntag, nach dem Ostersonntag.

Autor:

Marie O. aus Graz

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