Als die Korbjagd in Graz begann
- Sensation: Bob Cousy (l.) und Red Auerbach kamen nach Graz.
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Vom Hochschulsport zum Profitum: Überblick über die Geschichte des Basketballs in Graz.
Vergangene Woche konnte man am Grazer Hauptplatz mit dem 3x3-Olympiaqualifikationsturnier eine aktuelle und populäre Entwicklung des Basketballsports miterleben. Die Wurzeln des Basketballs in Graz reichen aber bereits mehr als 80 Jahre zurück. Der Österreichische Handballbund (ÖHB), der anfangs die Interessen der Basketballer wahrnahm, trat 1936 der neu gegründeten FIBA (Federation International de Basketball Amateur) bei und startete in Wien den Wettspielbetrieb.
Start mit Studenten
Davon inspiriert öffnete 1941 der für den Hochschulsport verantwortliche Professor Karl Helfrich die Turnhalle der Neuen Technik in Graz für die Basketballer. Ähnlich wie in den USA war auch in Österreich der Zugang zu dieser Sportart vorwiegend privilegierten Studenten vorbehalten.
Weitere Schritte wurden nach Kriegsende gesetzt: 1946 legten Studenten am Universitätsgelände einen Basketball-Freiplatz an. Kurz darauf wurde dann im Rahmen des Neubaus der Landesturnhalle auch eine Basketballhalle errichtet. Die ersten Grazer Vereine, die dem neu installierten Steirischen Basketballverband angehörten, waren die Basketball-Sektionen von GAK, Union Graz, Post SV und vom Akademischen Turnverein. Mitte der 1950er-Jahre erlebte Basketball dank der Turnprofessoren Alfred „Zapfl“ Grengg und Rudolf Hirsch einen starken Aufschwung, denn beide bemühten sich, den Sport in den Gymnasien populär zu machen.
In Folge kam es zu zahlreichen Neugründungen von Vereinsmannschaften, wie unter anderem dem BBC (Basketballclub Graz). Auch die Einführung der ersten Steirischen Damenliga im Jahr 1953 kann wohl auf das Wirken beider Professoren zurückgeführt werden.
- Anno 1952: GAK spielte in der Landesturnhalle gegen Union Graz.
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Weltstar auf Graz-Besuch
Ein besonderes Highlight in Graz stellten die Begegnungen zwischen den Studentenmannschaften von „Hellas“ und „Persien“ dar, deren lautstarke Fan-Gemeinden jedes Mal die Landesturnhalle zum Beben brachten. Diese völkerverbindende Wirkung des Basketballsports unterstrich auch der Auftritt der berühmten Show-Truppe der Harlem Globetrotters am Areal der „Gruabn“ im Jahr 1954. Ein weiterer Höhepunkt: Das Gastspiel des damals zum weltbesten Basketballspieler gewählten Bob Cousy von den Boston Celtics im Mai 1957.
In einem Freundschaftsspiel zwischen der BUG (Basketball Union Graz) und einer Steirischen Auswahl auf dem Freiplatz der Landesturnanstalt stellte Cousy seine Klasse unter Beweis. 1959/60 wurde die Staatsliga A für Herren eingeführt, 1963 dann auch die Damen-Staatsliga. Der aktuell erfolgreichste Grazer Basketballverein ist der Union Basketball Sport Club (UBSC) Graz, der 1977 aus der Fusion der beiden Union-Vereine UBBC (Union Basketball Club) und BUG entstand. Aktuell sind sowohl Herren- als auch Damenmannschaft des Vereins in der höchsten Liga vertreten.
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