31.05.2015, 15:59 Uhr

Landtagswahl 2015 in der Steiermark: Erdrutschsieg für die FPÖ

Mario Kunasek (FPÖ), der große Sieger der steirischen Landtagswahl 2015. (Foto: FPÖ)

SPÖ bleibt knapp vor ÖVP und FPÖ.

Auch wenn Graz nicht ganz so schlimm ausgefallen ist: Die Reformpartner Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP) erleiden eine sehr bittere Niederlage, sie werden von den Wählern für ihre Reformpolitik gnadenlos abgestraft. Strahlender Sieger an diesem 31. Mai: Mario Kunsaek und die FPÖ. Die FPÖ gewinnt fast 17 Prozent dazu, kann damit 14 Mandate für sich verbuchen.
Grüne und KPÖ ziehen in den Landtag ein, Neos, Team Stronach und die Piraten liefen unter der Wahrnehmungsgrenze.

Dementsprechend die Stimmung in den Parteizentralen: "Das ist ein schreckliches Ergebnis", war SPÖ-Geschäftsführer Max Lercher am Boden zerstört. Wie die Sozialisten fuhr auch die ÖVP das schlechteste Ergebnis bei Landtagswahlen in ihrer Geschichte ein. "Wir haben uns um die 30 Prozent gewünscht, jetzt sind wir knapp daraunter. Es ist also nicht so viel, wie wir uns erhofft haben , aber auch mehr als viele uns zugetraut haben", gibt sich ÖVP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg dennoch kämpferisch.

Voves Rücktritt?

Auf die Ankündigung von Franz Voves, bei einem Wahlergebnis von unter 30 Prozent als Landeshauptmann zurückzutreten, wollte Lercher nicht eingehen. "Ich bitte um Verständis. Mit so einem Ergebnis haben wir in keinster Weise gerechnet – wir müssen die weitere Vorgehensweise daher erst in den Parteigremien erörtern."
Voves selbst sprach Klartext: "Dieses Ergebnis erfordert nun einen gewaltigen Nachdenkprozess." Dennoch will er die Reformpartnerschaft mit der Volkspartei fortsetzen. "Ich hoffe, dass wir die Zusammenarbeit mit der steirischen ÖVP fortsetzen. Erst müssen wir uns aber alle in unseren Gremien beraten."
Ins selbe Horn bläst Hermann Schützenhöfer. "Wir wollten als Reformpartnerschaft über 60 Prozent erreichen – jetzt sind wir knapp darunter gelandet. Nichtsdestotrotz ist das doch ein Auftrag zum Weitermachen." Schönreden will er das Wahlergebnis denoch nicht. "Es hat ein politisches Erdbeben in der Steiermark stattgefunden."

Kunasek stellt Regierungsanspruch

Ganz anders natürlich die Stimmungslage beim großen Wahlsieger – der FPÖ. "Die Freiheitliche Partie hat sich damit als soziale Heimatpartei etabliert", jubelte Parteiobmann Gerhard Kurzmann. Der Verkehrslandesrat musste aber zugeben, "ehrlich, so ein Ergebnis haben nicht einmal wir selbst erwartet." Der große Triumphator selbst, stellt auch gleich den Regierungsanspruch. "Schluss mit der Ausgrenzungspolitik, die Steirer haben gesprochen – wir wollen Verantwortung übernehmen", stellt Mario Kunasek klar. "Außerdem kann man bei SPÖ und ÖVP nach diesem Ergebnis nicht zur Tagesordnung übergehen."


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Albert Kranyecz aus Leibnitz | 31.05.2015 | 18:34   Melden
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