Mit eigener Kampagne
Er sagt der Maßlosigkeit zu Silvester den Kampf an

Mit einer eigenen Feuerwerkskampagne macht Gerhard Kornschober aus Ottendorf an der Rittschein gegen die Maßlosigkeit bei Raketen und Co. mobil.
  • Mit einer eigenen Feuerwerkskampagne macht Gerhard Kornschober aus Ottendorf an der Rittschein gegen die Maßlosigkeit bei Raketen und Co. mobil.
  • Foto: Kornschober
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

HARTBERG-FÜRSTENFELD. Der Ottendorfer Gerhard Kornschober startete eine eigene Kampagne zum Schutz der Tiere und der Natur.

Die Jahreswende ist die Hochzeit von Raketen und Feuerwerkskörpern aller Art. Mehr als 10 Millionen Euro geben Herr und Frau Österreicher jährlich für Feuerwerkskörper aus. Wenn diese am Himmel funkeln und zischen, dann hüpft so manches Herz. 
"Für die Tiere ist das aber eine enorme Belastung", betont Eulenforscher Gerhard Kornschober aus Ottendorf. Besonders zu Silvester seien die Tiere aber einem enormen Stress ausgesetzt. Jeder der einen Hund daheim hat, weiß wie nervös die Tiere sind." Während Haustiere aber noch den Schutz durch Hauswände haben, seien Wildtiere dem Lärm und Licht der Raketen hilflos ausgeliefert.
"Für die Tiere herrscht regelrechter Kriegszustand. Tiere, die sich schon im Winterschlaf befinden, werden durch die Explosionen aufgeschreckt. Aufgrund des Futtermangels sterben sie dann", verdeutlicht Kornschober.

Natur gerät aus dem Gleichgewicht

Welche massiven Auswirkungen das Abfeuern von Böllern und Raketen hat, wäre am nächsten Tag besonders stark zu spüren. Neben der immensen Feinstaubbelastung, wäre die Natur so aus dem Gleichgewicht, dass man "keinen einzigen Vogel rufen hört."
Als beherzter Natur- und Tierfreund startete Gerhard Kornschober dieses Jahr eine eigene Feuerwerkskampagne. Dazu nahm er mit allen steirischen Gemeinden Kontakt auf und bekam regen Zuspruch. "Unsere Aktion wird von fast allen Gemeinden des Bezirks und weit darüber hinaus mitgetragen", freut sich Kornschober. Mit großen Transparenten und der Frage "Silvesterknallen das ganze Jahr?" möchte er auf die Maßlosigkeit aufmerksam machen, mit der so manches "Feuerwerkskonzert" bereits ausfällt. Auch sein Aufklärungs-Video auf Facebook fand großen Anklang und wurde bereits über 3.000 Mal angeklickt.

"Alternativen bieten"

"Es geht nicht darum, Traditionen abzuschaffen und Feuerwerke komplett zu verbieten, aber alles mit Maß und Ziel", betont Kornschober, dass sich mittlerweile das Abfeuern von Raketen und Co. nicht mehr allein auf die Silvesternacht konzentriere. Auch zu Geburtstagen, Hochzeiten und Jubiläen würden sie zum Einsatz kommen. Dass sich immer mehr Gemeinden für Alternativprogramme zum Jahreswechsel entscheiden, sehe man am Beispiel Graz. "Dort wird es heuer erstmals eine Lichter- und Lasershow geben", freut sich Kornschober und hofft, dass auch Gemeinden der Region auf den Zug aufspringen.

Regelungen beim Feuerwerk

"Generell dürfen Feuerwerkskörper der Kategorie F2 in Ortsgebieten nicht verwendet werden", erklärt Karl Wurzer von der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld. Vom Bürgermeister kann jedoch eine Ausnahme erteilt werden. Tut er dies nicht, darf auch an Silvester kein Feuerwerk gezündet werden. Für den Besitz und die Verwendung von Feuerwerkskörpern Typ F3+F4 sowie Großfeuerwerke ist eine Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft sowie ein Pyrotechnikausweis erforderlich.

Details

  • Das Zünden von Feuerwerkskörpern Typ F2 ist generell in Ortsgebieten verboten. Dazu zählen u.a. Schweizer Kracher, Knallfrösche, Batteriefeuerwerke etc. Für Silvester darf der Bürgermeister Ausnahmegenehmigungen für das jeweilige Ortsgebiet erteilen. Tut er das nicht, darf auch an Silvester nicht geballert werden.
  • Für Typ F3+F4 sowie Großfeuerwerke ist eine Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft erforderlich. Zudem ist ein Pyrotechnikausweis zwingend erforderlich. 
  • Weitere Infos zu Silvesterknaller und Feuerwerkskörper finden Sie hier
Autor:

Veronika Teubl-Lafer aus Hartberg-Fürstenfeld

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