Ortsreportage St. Johann
St. Johann in der Haide investiert in Infrastruktur und Lebensqualität
- Die Gemeinde St. Johann prägen derzeit zahlreiche Infrastrukturprojekte, Wohnbauvorhaben und Investitionen in den Hochwasserschutz die Entwicklung der Gemeinde.
- Foto: Christoph Schlacher
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Mit rund 2.300 Einwohnern, 181 Unternehmen und 1.278 Arbeitsplätzen zählt St. Johann in der Haide zu den wirtschaftlich starken Gemeinden der Region. Derzeit prägen zahlreiche Infrastrukturprojekte, Wohnbauvorhaben und Investitionen in den Hochwasserschutz die Entwicklung der Gemeinde.
Neue Ortsdurchfahrt als Herzstück
Nach 19 Monaten Bauzeit wurde die generalsanierte Ortsdurchfahrt entlang der B50 offiziell eröffnet. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 4,7 Millionen Euro, davon 1,6 Millionen Euro durch die Gemeinde finanziert, glich aufgrund des Umfangs beinahe einem Neubau.
Auf einer Länge von rund 1,6 Kilometern wurden die Fahrbahn, Entwässerungseinrichtungen, Einfahrten und Drainagierungen vollständig erneuert. Zusätzlich wurden Gehsteige erweitert, Gartenmauern neu errichtet, Lichtwellenleiter verlegt und die Kreuzung zur L411 ausgebaut. Auch die Zufahrt zum Pfarrkindergarten sowie zum Gemeindeamt wurde neugestaltet. Entlang der Ortsdurchfahrt wurden bereits Bäume gepflanzt, weitere folgen im Herbst.
Bürgermeister Günter Müller bezeichnet die Erneuerung der Ortsdurchfahrt als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre. Die Fertigstellung wertet das Ortsbild nachhaltig auf und verbessert die Verkehrssicherheit.
- Die Ortsdurchfahrt wurde nach der Kernsanierung feierlich eröffnet.
- Foto: Gemeinde St. Johann
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Wohnraum für junge Familien
Die Nachfrage nach Wohnraum in St. Johann in der Haide steigt kontinuierlich. Begünstigt wird dies durch die gute Verkehrsanbindung an die A2 sowie die zahlreichen Arbeitsplätze in den umliegenden Betrieben.
Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, errichtet die Teubl-Gruppe am Ortsausgang Richtung Markt Allhau insgesamt 17 freifinanzierte Wohnungen. Die Wohnflächen zwischen 40 und 80 Quadratmetern sollen vor allem junge Familien ansprechen. Kindergarten, Kinderkrippe und Volksschule befinden sich in unmittelbarer Nähe. Die Fertigstellung des Projektes ist für den Sommer 2027 geplant.
Millionenprojekte für den Hochwasserschutz
Ein weiteres zentrales Thema bleibt der Hochwasserschutz. Hinter den Firmen OBI und Teubl ist ein neues Rückhaltebecken mit Investitionskosten von rund 1,25 Millionen Euro zur Sicherung des Siedlungsgebietes geplant. Bund und Land Steiermark fördern das Vorhaben, jedoch kann die Auftragsvergabe erst nach schriftlicher Förderzusage erfolgen.
Seit mittlerweile 15 Jahren wird zudem am Rückhaltebecken „Lechen“ für den Lungitzbach gearbeitet. Dieses Projekt soll künftig mehrere Ortsteile sowie zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe vor Hochwasser schützen. Die Ereignisse im Juni 2024 haben die Bedeutung des Vorhabens zusätzlich unterstrichen.
Aufgrund eines geologisch sensiblen Hangbereiches sind jedoch Umplanungen notwendig. Dadurch steigen die Kosten um rund 1,5 Millionen Euro. Insgesamt wird das Projekt derzeit mit mehr als zehn Millionen Euro veranschlagt.
- Das Rüsthaus in Schölbing wurde erfolgreich umgebaut und wird am 5. Juli feierlich eröffnet.
- Foto: Freiwillige Feuerwehr Schölbing
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Modernisierung des Rüsthauses in Schölbing
Auch die Freiwillige Feuerwehr Schölbing investiert in ihre Zukunft. Seit August 2025 läuft der Zu- und Umbau des Rüsthauses mit einem Gesamtbudget von 750.000 Euro.
Der Umbau wurde notwendig, da Umkleideräume, Sanitäranlagen, Aufenthaltsräume sowie Räumlichkeiten für Werkstatt und Atemschutz nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprachen. Die Feuerwehrmitglieder leisten dabei einen erheblichen Eigenanteil. Bereits mehr als 2.000 freiwillige Arbeitsstunden wurden eingebracht. Die feierliche Segnung des modernisierten Rüsthauses findet am 5. Juli beim „Schölbinger Sonntag“ statt.
- Der Umbau des Rüsthauses war schon dringend nötig, da mehrere Räumlichkeiten nicht mehr auf dem neuestem Stand waren.
- Foto: Freiwillige Feuerwehr Schölbing
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100 Jahre Kameradschaft in St. Johann
Ein besonderes Jubiläum feiert heuer der Österreichische Kameradschaftsbund Ortsverband St. Johann in der Haide. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1920 zurück, als Heimkehrer des Ersten Weltkrieges den Kriegerverein Unterlungitz gründeten.
Seit der Umbenennung zum Kameradschaftsverein St. Johann in der Haide im Jahr 1926 und der späteren Neugründung als ÖKB-Ortsverband im Jahr 1951 prägt der Verein das gesellschaftliche Leben der Gemeinde mit. Heute steht Günter Klampfl an der Spitze des Traditionsvereins, der auf eine bewegte hundertjährige Geschichte zurückblicken kann.
Mehr Infos zum unterstützenden Betrieb
Gemeinde St. Johann in der Haide
Maidler GmbH
AWV Hartberg
IT Support Zingl
Teubl Handelsgesellschaft mbH





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