Auffällige Entwicklung
Zahl der Nichtschwimmer steigt, Freibäder kämpfen um Erhalt
- V.l.: Christoph Miksch, Andreas Hofer, Amela Hirzberger, Wolfgang Dolesch und Günter Müller luden gemeinsam zu einem Pressetermin
- Foto: Alexander Schmaranzer/MeinBezirk
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Vier Bürgermeister der Region luden zum Pressetermin ins Freibad Wald- und Sonnenbad St. Johann in der Haide und wünschen sich mehr finanzielle Unterstützung des Landes für den Erhalt der Freibäder und Schwimmkurse für Kinder.
ST.JOHANN IN DER HAIDE. Die Bürgermeister von St. Johann in der Haide, Neudau, Lafnitz und Rohrbach an der Lafnitz haben zu einem Pressetermin geladen. Dabei wurden zwei zentrale Anliegen der Region angesprochen: die steigende Zahl an Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern sowie die wachsenden finanziellen Probleme der Gemeinden beim Erhalt ihrer Freibäder. Der Bürgermeister von Rohrbach an der Lafnitz konnte am Pressetermin selbst nicht teilnehmen.
- Das Familienbad St. Johann in der Haide ist sehr beliebt bei Kindern und Familien
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Immer mehr Nichtschwimmer
Wie die Verantwortlichen erklärten, nehme die Zahl jener Kinder und Erwachsenen, die nicht schwimmen können, seit Jahren zu, gleichzeitig würden auch Badeunfälle steigen. Schwimmen lernen sei daher eine elementare Fähigkeit, die jedem Kind der Region ermöglicht werden solle.
"Wir können nicht immer nur die Gemeinden alles schultern lassen. Freibäder sind ein wesentlicher Bestandteil der Kommunalinfrastruktur, ein Treffpunkt für Jung und Alt. Wenn wir das erhalten wollen, brauchen wir dafür auch Unterstützung vom Land"
Wolfgang Dolesch
Gemeinden finanziell gefordert
Gleichzeitig stünden die Gemeinden bei der Finanzierung ihrer Freibäder zunehmend mit dem Rücken zur Wand. Die Bäder seien weit mehr als reine Freizeiteinrichtungen, sie seien gesellschaftliche Treffpunkte, gerade weil Gasthäuser und Kaffeehäuser in der Region immer seltener werden. Angesichts des Klimawandels seien sie zudem wichtige Orte zum Abkühlen. Da Freibäder in der Regel als Abgangsbetrieb geführt würden, fehle es den Gemeinden vor allem bei den nötigen Investitionen an Mitteln.
- V.L.: Bademeister Kurt Sommer, Bgm. Günter Müller (St. Johann/Haide), Bgm. Andreas Hofer(Lafnitz), Bgm. Wolfgang Dolesch(Neudau), SPÖ-Regionalgeschäftsführerin Amela Hirzberger, Kioskbetreiber Hartmut Pollhammer und Vizebgm Christoph Miksch(St. Johann/Haide)
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Kooperation mit ASKÖ Burgenland
In Lafnitz werden bereits kostenlose Schwimmkurse in Kooperation mit ASKÖ Burgenland angeboten. Als bislang einziges Freibad in der Region ermöglicht die Gemeinde damit Anfängerinnen und Anfängern kostenlosen Schwimmunterricht. Seit 2022 hätten dadurch bereits knapp 400 Kinder das Schwimmen gelernt, heuer werde aufgrund der großen Nachfrage erstmals ein dritter Kurs angeboten. Die Kosten dafür übernehme die SPÖ-Bezirksorganisation als bewusstes Zeichen, obwohl die Finanzierung solcher Kurse eigentlich Aufgabe des zuständigen Sportresorts im Land sei. Auch in Neudau wurden zu Beginn des Sommers bereits gratis Schwimmkurse angeboten, finanziert von der Gemeinde selbst.
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