04.05.2016, 13:41 Uhr

Seltener Krebs: Gehirntumor

Gehirntumoren können mittels bildgebender Verfahren sichtbar gemacht werden. (Foto: sudok1 - Fotolia.com)

Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen treten Tumoren des Gehirns relativ selten auf. Sie können gut- oder bösartig sein, letztere betreffen sieben von 100.000 Menschen.

Zu Gehirntumoren zählen Geschwüre des zentralen Nervensystems sowie Krebserkrankungen der Hirnhäute, Hirnnerven, der Rückenmarkshäute und des Rückenmarks. Der Wissenschaft sind bis dato keine speziellen Risikofaktoren für die Entstehung dieser Krebsarten bekannt.

Verschiedene Arten von Tumoren

Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Gehirntumoren unterschieden. Primäre entstehen direkt aus den Zellen des Gehirns oder der Hirnhäute, bei sekundären handelt es sich um bösartige Absiedelungen von Tumoren aus anderen Organen wie Lunge oder Darm.

Gutartige Geschwüre sind abgekapselt und bestehen aus langsam wachsenden Zellen. Solche Tumoren sind zwar per se nicht lebensbedrohlich, können aber aufgrund räumlicher Verdrängung im Gehirn zu starken Beeinträchtigungen führen, z.B. wenn sie sich im Sprach- oder Koordinationszentrum befinden. im Gegensatz zu gutartigen, bestehen bösartige Tumoren aus sich rasch vermehrenden Zellen. In der bildgebenden Diagnose durch Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) erzeugen sie unregelmäßige Umrisse. Bösartige Tumoren können die Eigenschaft haben, in das Gehirn einzuwachsen und dort schwere Schäden anzurichten, was sie besonders gefährlich macht.

Mögliche Symptome

Die Beschwerden durch einen Gehirntumor variieren je nachdem, wo das Geschwür im Organ lokalisiert ist. Symptome reichen von häufigen, plötzlichen Kopfschmerzen, Druck im Kopf, Sehstörungen, Schwindelanfällen, Gleichgewichtsstörungen bis hin zu Übelkeit, Erbrechen, Vergesslichkeit, Koordinationsproblemen und Persönlichkeitsveränderung.

Viele dieser Anzeichen können auch normale Befindlichkeitsstörungen als Ursache haben. Wenn Ihnen einmal etwas schwindelig ist oder Sie hin und wieder etwas vergessen oder Ihnen übel ist, muss nicht automatisch ein bösartiger Gehirntumor dahinterstecken. Treten die Symptome jedoch sehr häufig und in starker Intensität auf, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Therapeutische Maßnahmen

Die Wahl der geeigneten Behandlung eines Gehirntumors wird von Tumorart, Lokalisation des Geschwürs, seinen Eigenschaften und Klassifizierung sowie Alter des Patienten beeinflusst. Ein gutartiger Tumor wird häufig sofort operiert oder anhand regelmäßiger Untersuchungen beobachtet. Ein bösartiger Tumor wird entweder durch eine Operation entfernt und/oder mit Strahlen- oder Chemotherapie bzw. einer Kombination aus diesen Methoden therapiert.

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