Gut und Gesund
Der Apfel fällt daheim vom Stamm

Ein Obstgarten mit alten Sorten ist ein Schatz den man hüten muss.
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  • Ein Obstgarten mit alten Sorten ist ein Schatz den man hüten muss.
  • hochgeladen von Sonja Hochfellner

Der Biss in einen saftigen gut gereiften Apfel, der vielleicht sogar vor der Haustür gewachsen ist, mehr Bio geht nicht. Und speziell die alten Sorten erfahren wieder mehr Aufmerksamkeit. Hier ein kurzer Blick in einen alten Obstgarten.

Die "Schafsnase"

Dieser Apfel mit seiner markanten Kegelform soll der Lieblingsapfel von Erzherzog Johann gewesen sein. Der Ursprung dieser interessanten Sorte soll in der Steiermark liegen. Es ist eine der ältesten, heimischen Apfelsorten und man findet ihn noch in alten Obstgärten. Die Schafsnase gehört zu den sogenannten Wirtschaftsäpfeln, das sind alle Sorten, die hauptsächlich als Kelter- bzw. Backäpfel verwendet werden.

Der "Lederne"

Lederäpfel werden im Volksmund alle Sorten genannt, die wegen ihrer angerauten Schale ein "ledriges" Aussehen haben. Auch er gehört zu den ganz alten Sorten. Klassisch hier für sei die Graue Herbstrenette erwähnt. Die Bäume sind sehr anspruchslos und die Äpfel eignen sich gut als Tafel- und Haushaltsäpfel.

Der "Graf"

Grafensteiner, eigentlich Gravensteiner, kennt man mindestens seit Mitte des 17. Jahunderts. Eine sehr alte Sorte und ein sehr schmackhafter, vielseitiger Apfel. Der Ursprung liegt in Schloß Gravenstein in Schleswig Holstein von wo aus er sich stark verbreitete. Die Bäume werden mächtig und erreichen ein hohes Alter wenn ihr Standort dafür perfekt ist. Er ist wegen seines aromatischen Geschmacks und der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten sehr beliebt.

Der "Prinz"

Wenn es ein Graf auf die Liste der heimischen Äpfel schafft, darf ein Apfel aus kaiserlichem Hause nicht fehlen. Für den Namen Pate stand Kronprinz Rudolf. Er ist der steirischer Apfel schlechthin, der in Gleisdorf erstmals entdeckt worden sein soll und auf der Wiener Weltausstellung 1878 durch seine schönen gefärbten Früchte auffiel. Dort bekam er dann auch seinen prominenten Namen verpasst. Ein sehr beliebter Speiseapfel mit einem weissen, zarten Fruchtfleisch und erfrischend säuerlichem Geschmack.

Der "Klare"

Die alte Sorte des Weißen Klarapfels wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Lettland gezüchtet und hat im Volksmund den Namen "Kornapfel" oder "Augustapfel". Er ist ein Sommerapfel, das heisst, manchmal kann man bereits Ende Juli schon ernten. Sein Fruchtfleisch ist vollreif mehlig aber sehr genussvoll. Man kann ihn allerdings nicht lagern weshalb es mehr eine Sorte zum sofortigen Verzehr ist.

Wer einen alten Obstgarten sein Eigen nennt, der hat einen Schatz zuhause, von dem viele träumen. Und nebenbei sind die Bäume auch noch Spiel und Futterplatz für Eichhörnchen, sowie Lebensraum für viele Vögel. Von Obstbäumen haben eben alles was - wir zum Beispiel Apfelstrudel.

Autor:

Sonja Hochfellner aus Leoben

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