Versorgung in Judenburg
"Wir haben auf jeden Fall genug Wasser"
Die SPÖ setzt sich mit der neuen Petition "Unser Wasser schützen" für eine sichere Trinkwasserversorgung ein und hat beim Besuch der Stadtwerke Judenburg ein Parade-Beispiel für ihr Anliegen gefunden.
JUDENBURG. Wenig verwunderlich: Die Verbrauchsspitze gab es heuer bislang beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. "Schon in der Halbzeit ist es deutlich noch oben gegangen, die Spitze hatten wir aber nach Ende des Spiels", erzählt Johannes Hinterleitner, Leiter der Abteilung Wasser-Abwasser-Fernwärme der Stadtwerke Judenburg.
"Breit aufgestellt"
Für die Versorgung in der Bezirksstadt war das kein Problem. "Wir sind in einer komfortablen Lage und breit aufgestellt", sagt Hinterleitner. Die Wasserversorgung in Judenburg steht auf drei Säulen. Neben neun Quellen gibt es zwei Brunnen und vier Hochbehälter. "Zudem hätten wir eine Verbindung zum Wasserverband Aichfeld-Murboden. Das bietet zusätzliche Sicherheit".
- Ein Prost auf das Murtaler Trinkwasser.
- Foto: MeinBezirk/Lenni Schmied
- hochgeladen von Stefan Verderber
Rückgang bemerkbar
Im Schnitt werden in Judenburg zwischen 1.600 und 1.700 Kubikmeter Wasser täglich verbraucht. Anders ausgedrückt also etwas mehr als 1,6 Millionen Liter. "Wir können diesen Bedarf zuverlässig decken und gegebenenfalls sogar weitere Gemeinden mitversorgen", sagt Hinterleitner mitten in einer Trockenperiode, die auch am Murtal nicht spurlos vorübergegangen ist. Hinterleitner: "Der Rückgang bei den Quellen ist deutlich bemerkbar."
Ausgezeichnetes Wasser
Das Wassernetz in Judenburg zieht sich über 80 Kilometer lange Leitungen und versorgt rund 9.500 Menschen. Das Wasser ist unbearbeitet und die Qualität nachdrücklich ausgezeichnet. Das wird auch 36 Mal im Jahr kontrolliert. Zudem gibt es laufende Instandhaltungen und Verbesserungen. Der Verbrauch in Judenburg sinkt übrigens seit Jahren kontinuierlich. Gründe dafür sind einerseits effizientere Anlagen und andererseits das wachsende Bewusstsein der Menschen.
Petition gestartet
Das Herzstück der Versorgung befindet sich beim Hochbehälter Kühtürl. Dort befinden sich rund vier Millionen Liter Wasser in zwei Kammern. SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr und Nationalrat Wolfgang Moitzi nutzten gemeinsam mit Bürgermeisterin Elke Florian ihren Besuch dort, um ihre Forderungen für eine sichere Trinkwasserversorgung zu unterstreichen, die sie kürzlich auch in einer Petition zusammengefasst haben. Julia Herr bringt deren Inhalt mit einem Satz auf den Punkt: "Unser Wasser darf nicht privatisiert werden."
Weitere Infos zur Petition
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