Impfung und Co.
Grippewelle in der Steiermark: Antworten auf die wichtigsten Fragen
- Die Grippewelle hat die Steiermark fest im Griff. Viele fragen sich, wie gefährlich Influenza wirklich ist, wie man sich schützen kann und ob eine Impfung jetzt noch etwas bringt – MeinBezirk hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen
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Die Grippewelle hat die Steiermark zu Jahresbeginn mit voller Wucht erfasst: Die Zahl der Krankenstände klettert in die Höhe, Spitäler melden volle Stationen, Hausarztpraxen stoßen an ihre Grenzen. Was hinter der Influenza steckt, wie man sich schützt und warum sich eine Impfung auch jetzt noch lohnt.
STEIERMARK. Der Start ins neue Jahr bringt für viele Steirerinnen und Steirer nicht nur Winterwetter, sondern auch Krankheitstage: Die Grippewelle ist mitten auf ihrem Höhepunkt. Vergangene Woche verzeichnete die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) allein in der Steiermark mehr als 25.800 Krankenstände. Besonders häufige Gründe: grippale Infekte (über 7.000 Fälle) und Influenza mit 915 gemeldeten Krankenständen. Dazu kommen Covid-19-Erkrankungen. In Spitälern und Hausarztpraxen ist die Lage angespannt.
Influenza ist mehr als eine starke Verkühlung
Die Influenza, oft als "echte Grippe" bezeichnet, ist eine ernstzunehmende Viruserkrankung. Typisch ist der plötzliche Beginn: Innerhalb weniger Stunden fühlen sich Betroffene schwer krank. Hohes Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Husten sind häufige Anzeichen. Manche leiden zusätzlich unter Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen. Im Unterschied dazu verläuft ein grippaler Infekt meist milder. Schnupfen, Halskratzen und leichter Husten stehen im Vordergrund, Fieber tritt wenn überhaupt nur leicht auf. Die Influenza kann hingegen schwere Folgen haben – etwa Lungenentzündungen oder Herzmuskelentzündungen – und ist jedes Jahr für zahlreiche Todesfälle in Österreich verantwortlich.
- Viele Büros bleiben derzeit leer: Die ÖGK verzeichnet derzeit fast 26.000 Krankenstände in der Steiermark.
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Ansteckung und Schutz im Alltag
Influenzaviren werden vor allem über die Atemluft übertragen, etwa beim Husten, Niesen oder Sprechen. Auch über Hände oder gemeinsam genutzte Gegenstände können die Viren weitergegeben werden. Gerade in geschlossenen Räumen und bei vielen Kontakten steigt das Risiko. Der wichtigste Schutz ist die jährliche Grippeimpfung. Sie kann zwar nicht jede Erkrankung verhindern, schützt aber sehr zuverlässig vor schweren Verläufen und Komplikationen. Zusätzlich helfen einfache Alltagsmaßnahmen: regelmäßiges Händewaschen mit Seife, Husten und Niesen in die Armbeuge, Abstand zu kranken Personen und – besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Veranstaltungen – das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
Was tun bei Symptomen?
Wer plötzlich hohes Fieber, starke Schmerzen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl entwickelt, sollte sich an seine Hausärztin oder seinen Hausarzt wenden. Eine frühe Abklärung ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten und mögliche Komplikationen zu vermeiden. Ebenso wichtig: zu Hause bleiben, sich auskurieren und andere nicht anstecken.
- bei der Hausärztin bzw. dem Hausarzt
- unter www.gesundheitskasse.at
- telefonisch unter 1450
- Auch wenn die Grippewelle bereits läuft, zahlt sich die Impfung noch aus: Seitens der ÖGK rät man auch jetzt noch zu einer Impfung.
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Impfen: für wen – und auch jetzt noch sinnvoll?
Influenzaviren verändern sich ständig, deshalb wird der Impfstoff jedes Jahr angepasst. Empfohlen ist die Impfung grundsätzlich für alle Menschen, besonders aber für ältere Personen, chronisch Kranke, Schwangere, Kinder und Menschen mit viel Kontakt zu anderen – etwa im Gesundheits- oder Bildungsbereich. Auch wenn die Grippewelle bereits läuft, zahlt sich die Impfung noch aus: Seitens der ÖGK rät man auch aktuell zu einer Impfung. Sie kann während der gesamten Saison durchgeführt werden und bietet auch jetzt noch Schutz für die kommenden Wochen.
Die Impfung ist Teil des öffentlichen Impfprogramms und kostenlos. Teilnehmen können alle Personen, die in Österreich leben – unabhängig von Alter oder Versicherung. Geimpft wird bei teilnehmenden Haus- und Kinderärztinnen und -ärzten sowie in öffentlichen Impfstellen des Landes Steiermark und der Bezirke. Wichtig ist, vorab nachzufragen, ob die jeweilige Ordination am Impfprogramm teilnimmt, da sonst Kosten entstehen können. Informationen gibt es bei der Hausärztin oder dem Hausarzt sowie über die Österreichische Gesundheitskasse oder telefonisch unter 1450.
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