Impfung und Co.
Grippewelle in der Steiermark: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Die Grippewelle hat die Steiermark fest im Griff. Viele fragen sich, wie gefährlich Influenza wirklich ist, wie man sich schützen kann und ob eine Impfung jetzt noch etwas bringt – MeinBezirk hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen | Foto: panthermedia_Subbotina
3Bilder
  • Die Grippewelle hat die Steiermark fest im Griff. Viele fragen sich, wie gefährlich Influenza wirklich ist, wie man sich schützen kann und ob eine Impfung jetzt noch etwas bringt – MeinBezirk hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen
  • Foto: panthermedia_Subbotina
  • hochgeladen von Antonia Unterholzer

Die Grippewelle hat die Steiermark zu Jahresbeginn mit voller Wucht erfasst: Die Zahl der Krankenstände klettert in die Höhe, Spitäler melden volle Stationen, Hausarztpraxen stoßen an ihre Grenzen. Was hinter der Influenza steckt, wie man sich schützt und warum sich eine Impfung auch jetzt noch lohnt.

STEIERMARK. Der Start ins neue Jahr bringt für viele Steirerinnen und Steirer nicht nur Winterwetter, sondern auch Krankheitstage: Die Grippewelle ist mitten auf ihrem Höhepunkt. Vergangene Woche verzeichnete die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) allein in der Steiermark mehr als 25.800 Krankenstände. Besonders häufige Gründe: grippale Infekte (über 7.000 Fälle) und Influenza mit 915 gemeldeten Krankenständen. Dazu kommen Covid-19-Erkrankungen. In Spitälern und Hausarztpraxen ist die Lage angespannt.

Influenza ist mehr als eine starke Verkühlung

Die Influenza, oft als "echte Grippe" bezeichnet, ist eine ernstzunehmende Viruserkrankung. Typisch ist der plötzliche Beginn: Innerhalb weniger Stunden fühlen sich Betroffene schwer krank. Hohes Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Husten sind häufige Anzeichen. Manche leiden zusätzlich unter Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen. Im Unterschied dazu verläuft ein grippaler Infekt meist milder. Schnupfen, Halskratzen und leichter Husten stehen im Vordergrund, Fieber tritt wenn überhaupt nur leicht auf. Die Influenza kann hingegen schwere Folgen haben – etwa Lungenentzündungen oder Herzmuskelentzündungen – und ist jedes Jahr für zahlreiche Todesfälle in Österreich verantwortlich.

Viele Büros bleiben derzeit leer: Die ÖGK verzeichnet derzeit fast 26.000 Krankenstände in der Steiermark. | Foto: Unsplash/Unknown Wong
  • Viele Büros bleiben derzeit leer: Die ÖGK verzeichnet derzeit fast 26.000 Krankenstände in der Steiermark.
  • Foto: Unsplash/Unknown Wong
  • hochgeladen von Antonia Unterholzer

Ansteckung und Schutz im Alltag

Influenzaviren werden vor allem über die Atemluft übertragen, etwa beim Husten, Niesen oder Sprechen. Auch über Hände oder gemeinsam genutzte Gegenstände können die Viren weitergegeben werden. Gerade in geschlossenen Räumen und bei vielen Kontakten steigt das Risiko. Der wichtigste Schutz ist die jährliche Grippeimpfung. Sie kann zwar nicht jede Erkrankung verhindern, schützt aber sehr zuverlässig vor schweren Verläufen und Komplikationen. Zusätzlich helfen einfache Alltagsmaßnahmen: regelmäßiges Händewaschen mit Seife, Husten und Niesen in die Armbeuge, Abstand zu kranken Personen und – besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Veranstaltungen – das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Was tun bei Symptomen?

Wer plötzlich hohes Fieber, starke Schmerzen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl entwickelt, sollte sich an seine Hausärztin oder seinen Hausarzt wenden. Eine frühe Abklärung ist wichtig, um die richtige Behandlung einzuleiten und mögliche Komplikationen zu vermeiden. Ebenso wichtig: zu Hause bleiben, sich auskurieren und andere nicht anstecken.

Information zur Grippe-Impfung
Auch wenn die Grippewelle bereits läuft, zahlt sich die Impfung noch aus: Seitens der ÖGK rät man auch jetzt noch zu einer Impfung.  | Foto: Doris Wild
  • Auch wenn die Grippewelle bereits läuft, zahlt sich die Impfung noch aus: Seitens der ÖGK rät man auch jetzt noch zu einer Impfung.
  • Foto: Doris Wild
  • hochgeladen von Roland Mayr

Impfen: für wen – und auch jetzt noch sinnvoll?

Influenzaviren verändern sich ständig, deshalb wird der Impfstoff jedes Jahr angepasst. Empfohlen ist die Impfung grundsätzlich für alle Menschen, besonders aber für ältere Personen, chronisch Kranke, Schwangere, Kinder und Menschen mit viel Kontakt zu anderen – etwa im Gesundheits- oder Bildungsbereich. Auch wenn die Grippewelle bereits läuft, zahlt sich die Impfung noch aus: Seitens der ÖGK rät man auch aktuell zu einer Impfung. Sie kann während der gesamten Saison durchgeführt werden und bietet auch jetzt noch Schutz für die kommenden Wochen.
 
Die Impfung ist Teil des öffentlichen Impfprogramms und kostenlos. Teilnehmen können alle Personen, die in Österreich leben – unabhängig von Alter oder Versicherung. Geimpft wird bei teilnehmenden Haus- und Kinderärztinnen und -ärzten sowie in öffentlichen Impfstellen des Landes Steiermark und der Bezirke. Wichtig ist, vorab nachzufragen, ob die jeweilige Ordination am Impfprogramm teilnimmt, da sonst Kosten entstehen können. Informationen gibt es bei der Hausärztin oder dem Hausarzt sowie über die Österreichische Gesundheitskasse oder telefonisch unter 1450. 

Das könnte dich auch interessieren: 

Zukunft des steirischen Rettungswesens sorgt für Diskussion
Schneeregen und Blitzeis auf steirischen Straßen erwartet
Tipps bei Erkältung: DIY-Salbe, Badesalz und Co.

Die Grippewelle hat die Steiermark fest im Griff. Viele fragen sich, wie gefährlich Influenza wirklich ist, wie man sich schützen kann und ob eine Impfung jetzt noch etwas bringt – MeinBezirk hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen | Foto: panthermedia_Subbotina
Viele Büros bleiben derzeit leer: Die ÖGK verzeichnet derzeit fast 26.000 Krankenstände in der Steiermark. | Foto: Unsplash/Unknown Wong
Auch wenn die Grippewelle bereits läuft, zahlt sich die Impfung noch aus: Seitens der ÖGK rät man auch jetzt noch zu einer Impfung.  | Foto: Doris Wild
Push- und WhatsApp-Neuigkeiten aufs Handy
MeinBezirk auf Facebook und Instagram folgen
MeinBezirk als ePaper durchblättern
Newsletter deines Bezirks abonnieren
Anzeige

Humboldt Matura-Schule
Flexibles Lernen für neue Bildungswege

Die Humboldt Matura-Schule bietet Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit die Matura, die Handelsschule oder die Berufsreifeprüfung nachzuholen. Zum Lernen ist es nie zu spät und mit den begleitenden Online-Vorbereitungslehrgängen ist das Ziel zum gewünschten Bildungsabschluss zum Greifen nahe. Als Karin Stummvoll und Kurt Gröller 2016 die Humboldt Matura-Schule übernahmen, begann für die traditionsreiche Bildungseinrichtung eine neue Ära. Ein umfassender Relaunch legte den Grundstein für ein...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.