Vertriebene

Beiträge zum Thema Vertriebene

Helga Krismer, erst vor wenigen Tagen wieder zur Vizebürgermeisterin in Baden gewählt.

Krismer: Baden soll helfen
"Haus der Frauen wieder für Vertriebene aus Griechenland öffnen!"

BADEN. "Am 8. März feiern wir auch in Baden mit Musik und Literatur den internationalen Frauentag. Anlässlich des Schicksals von Frauen auf den griechischen Inseln, sollten wir das Haus der Frauen wieder öffnen", so Vize-Bürgermeisterin Helga Krismer (Grüne), die von BürgerInnen angesprochen wurde. Das Gebäude steht im Eigentum der Stadt und ist leerstehend und sollte wieder nahezu kostenfrei Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt werden. "Wir haben in der Koalition viele gute Ideen für...

  • Baden
  • Gabriela Stockmann

Vertrieben! Erste Weihnachten "herüben"

WEITERSFELDEN. Zu einem besonderen Nachmittag lädt das Weihnachtsmuseum Harrachstal am Samstag, 16. Dezember, um 13.30 und 16 Uhr ein: Ehemalige Sudetendeutsche erzählen über ihre Schicksale unter dem Titel: "Die ersten Weihnachten herüben". ...

  • Freistadt
  • Elisabeth Hostinar
Josef Höchtl mit seiner Schwester Dorothea und dahinter ihr „Schutzengel“- die Großmutter Johanna Höchtl im Alter von 2 Jahren
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Vom "VERTRIEBENEN-Kind" zum Völkerverständigungspräsidenten

Höchtl-Schicksal vom "VERTRIEBENEN-Kind" zum Völkerverständigungspräsidenten 25 Jahre Präsidentschaft als bewusste Aktivität, Menschen zusammenzubringen und nicht zu trennen Höchtls Vater, Mutter und Großmutter waren sogenannte „Heimatvertriebene“. Vertrieben im Jahr 1945 aus ihrer angestammten südmährischen Heimat - aus dem dortigen Wohnort Joslowitz (nördlich des nö. Bezirks Hollabrunn). Das Land verlassen hieß, alle wohlerworbenen Vermögenswerte zurückzulassen und nur mir wenigen...

  • Horn
  • H. Schwameis
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Das Barackenlager am Küniglberg:

Nach dem Krieg 1945 gab es in Wien rund 17 Flüchtlingslager für Vertriebene: Eines davon befand sich auf dem Küniglberg in der Elisabethstraße 69. Auf dem Küniglberg wohnten meist auf 15 Quadratmeter Familien aus dem Dorf Bruck bei Bratislava, die am 3. Juli 1945 gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen. Zum ersten Mal wird in einer Ausstellung dieser 60 Familien gedacht. Zusammengestellt wird die Ausstellung von Robert Kudlicska, Stephan Sagy und Robert Streibel. Fotos und Erinnerungen...

  • Wien
  • Meidling
  • Robert Streibel
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Jetzt aber ohne "wenn" und "aber"

KOMMENTAR von Angelika Pehab. "Ich habe ja nichts gegen Heimatvertriebene, die vor Krieg fliehen. ABER: Die Wirtschaftsflüchtlinge sollen daheim bleiben. Denen sollte besser in den Herkunftsländern gehofen werden." Solche oder ähnliche Formulierungen hört man derzeit ständig. Nicht nur von Parteien wie der FPS oder der FPÖ. Wie das in der Praxis funktionieren soll, da scheint man wenig lösungskreativ. Die Politik soll das machen. Dabei kann jeder von uns helfen, das Leben der mittellosen...

  • Salzburg
  • Pongau
  • Angelika Pehab
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Fortsetzung: Vertrieben (55)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Es ist schon dunkel, als unser Zug am 24. April 1946 Gießen erreicht. Was würde nun kommen? Das erste, was wir am Zielort hören, ist eine Männerstimme: „Alle in de Wage drinbleibe, alle in de Wage drinbleibe“! „Merkt euch das Wort“, sagt Muttl, „es ist das erste Wort, das wir in unserer neuen Heimat vernommen haben“. Mit unserem Gepäck bringt man uns in das bahnhofsnahe ehemalige Hotel Lenz. Registrierung, vorsorgliche...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (54)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Furth im Walde heißt unser Grenzort auf deutscher Seite. Aussteigen, Verpflegung (Suppe), Registrierung, vorsorgliche Entlausung (Zum ersten Mal lerne ich DDT-Pulver kennen), Toilettengang. An den primitiven Toiletten sind die Wände über und über beschmiert und beschriftet mit Nachrichten jeglicher Art. Ich lese mit Interesse. Meist wird nach Angehörigen gesucht oder ihnen einen Nachricht hinterlassen. „Liebes Annerl,...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (53)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Vor uns ragt ein riesiger düsterer Bau auf: Schloss Janowitz. Rings ist er von Mauern oder festen Zäunen umgeben. Alle Eingänge werden strengstens von bewaffneten Tschechen bewacht. Bald wird unser Gepäck abgewogen und zugleich auch durchsucht. Was den Tschechen gefällt, wird uns abgenommen. Sieh da, wir haben angeblich zu viel an Gepäck, mehr als die erlaubten 50 Kilogramm. Augenblicklich müssen wir eines der Bündel...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (52)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Vor dem Palmsonntag sind Adelheid und ich Palmkatzerlen sammeln gegangen. Wir finden viele am Schieferbruch nahe dem Friedhof. Ich klettere auf eine der Weiden. Sanft wiegt sie sich im Wind. Mir wird so leicht im Gemüt, so fern und entrückt erscheint alles….. Es ist so schön hier. Ich präge mir alles ein. Sehr wohl ist mir bewusst, dass ich bald alles verlassen werde. In der Pfarreiküche gibt es lange Debatten, wie...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (51)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Der Winter geht zu Ende. Noch einmal besuche ich unsere Schneeburg. Ein glänzender Sonnentag! Ich krieche in mein Lieblingshaus und schaue in die tiefe Bläue des Himmels. Die Sonne scheint warm und – tropf – tropf – tropf – es tropft von allen Wänden und den vielen glitzernden Eiszapfen. Die Schneehäuser sind deutlich zusammen gesunken. Bald werden sie ganz verschwunden sein. Ja, Kraft und Wärme der Tag für Tag...

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  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (50)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Auch für Roswitha werden nun Kleider genäht und sie muss in die Schneiderwerkstatt zur Bernt Hermi ins Oberdorf. Trotz strengstem Verbot durch die Tschechen übernachtet sie manchmal auswärts bei den befreundeten Bernts. Dort geht Geheimnisvolles vor sich. Mehrere versammeln sich dort am Abend zum „Tischerücken“. Die Leute möchten so gerne etwas von den verschollenen Männern oder über das eigene Schicksal erfahren. Doch...

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Fortsetzung: Vertrieben (49)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Roswithas Geschichte Am 17. Juli 1945 muss sich die Familie mit etwa 700 weiteren Bennischern, in der Mehrzahl Frauen und Kinder (die Männer waren aus dem Krieg noch nicht heimgekehrt) abends am Marktplatz einfinden und wird gefangen gesetzt. Unter schwerer Bewachung geht es am nächsten Tag zu Fuß in die etwa 15 Kilometer entfernte Kreisstadt Freudenthal und am Tag darauf mit dem Zug in offenen Güterwagen nach...

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Fortsetzung: Vertrieben (48)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Es ist Ende Februar 1946, als Adelheid und ich mit Tante Rosi vom Oberdorf zurück kommen. Tante Rosi hat die Heiders in ihrem Häusl besucht. Beim Häusl stoßen wir auf den Endler Heinrich und den Franzi. Manches ist auf dem Endler Hof anders geworden. Tonangebend ist jetzt die junge Frau Endler, der Mutter vom Franzi. Bisher war sie vom Schwiegervater und der Schwägerin eher „unten gehalten“ worden. Ihr Mann ist gefallen...

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Fortsetzung: Vertrieben (47)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Unfassbar! Und doch muss man sich dieser grausamen Tatsache stellen und sich darauf vorbereiten. Muttl hat Stoffe nach Mohrau gebracht. Sie lässt bei der Bernt Hermi, unserer Schneiderin, wie schon vor Weihnachten Mäntel und weitere Kleider nähen, mehrere für uns Kinder und groß genug zum „Hinein wachsen“. Auch jetzt müssen Adelheid und ich oft ins Oberdorf zur Anprobe, vorbei an den schlagenden Tschechenkindern. Jetzt...

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Fortsetzung: Vertrieben (46)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Es kommt der Heilige Abend 1945. Der soll ganz anders verlaufen als alle unseren Weihnachten bisher. Die Familie ist unvollständig. Papa fehlt. Lebt er noch? Monate haben wir nichts mehr von ihm gehört. Seine letzte Feldpost hat uns kurz vor dem Zusammenbruch erreicht. Dann nichts mehr. Ist er gefallen? Ist er in Gefangenschaft geraten? Eine schreckliche Sorge! Auch Roswitha und Gottfried sind nicht bei uns, doch wir...

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Fortsetzung: Vertrieben (45)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Adelheit und ich müssen im Pfarrhof viel helfen: Abtrocknen, Gemüse putzen und schneiden, Kartoffeln schälen, Dinge in den Keller bringen, Einkaufen und viele andere Dinge gehören zu unseren täglichen Pflichten. Alle – auch die Kinder – müssen zupacken auf einem Bauernhof und bei so vielen Leuten. Besonders unangenehm ist das Stopfen der Strümpfe. Sie müssen für alle im Haus, auch für die Gendarmen, gestopft werden. Eine...

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Fortsetzung: Vertrieben (44)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Herr Pfarrer beteiligt sich kaum an den bäuerlichen Arbeiten. Als Seelsorger hat er andere Dinge zu tun. Und für Männerarbeiten ist ja der Wirtschafter zuständig. Es gibt wieder ein Pferd auf dem Pfarrhof (oder zwei Pferde?). So kann Herr Pfarrer wieder alle 14 Tage in Neudorf, das als Filialgemeinde zur Pfarrei Mohrau gehört, Gottesdienst halten. Jetzt im Winter fährt er mit dem Pferdeschlitten dahin. Herr Schwarz lenkt...

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Fortsetzung: Vertrieben (43)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Mit seinen sechs Jahren müsste Viktor eingeschult werden. Aber die deutschen Kinder dürfen ja nicht zur Schule. Da haben Herr Pfarrer und Muttl beschlossen, ihn privat Lesen und Schreiben zu lehren. Herr Pfarrer malt große Druckbuchstaben auf rechteckige Papierstücke. Viktor lernt die Buchstaben schnell. Nun soll er sie zu Worten zusammenziehen. Herr Pfarrer setzt das Wort „Killian“ zusammen. Viktor buchstabiert richtig,...

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Fortsetzung: Vertrieben (42)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Um diese Zeit finden Adelheid und ich in den gebundenen Kinderzeitschriften, die im Pfarrhof (vielleicht seit der Kinderzeit von Tante Rosi und Großvater) aufbewahrt werden, ein kleines Gedicht, das gut zu unserem Wildgruber Bergausflug passt. Es gefällt uns sehr. Wir lernen es auswendig und ich habe es bis heute behalten: Als die liebe Frau gegen Himmel fuhr, ließ den Mantel blau sie auf ird´scher Flur. Kam ein...

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Fortsetzung: Vertrieben (41)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Nun haben wir endlich wieder genug zu essen. Ich esse, dass ich glaube, platzen zu müssen. Doch eigenartigerweise: das Hungergefühl vergeht nicht. Immer glaube ich, Hunger zu haben, soviel ich auch esse. In einer der ersten Nächte nach unserer Rückkehr erwache ich nachts. Weshalb ist es so feucht in dem Bett? Und was poltert draußen im Vorhaus? Wir haben Durchfall bekommen. Durchfall wie Wasser. Unser Darm verträgt...

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Fortsetzung: Vertrieben (40)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Im Pfarrhof in Mohrau hat man sich offensichtlich lange um uns keine größeren Sorgen gemacht. Vielleicht tue ich ihnen Unrecht. Aber obwohl die Pfarreileute wissen, dass wir uns im Lager befinden – Muttl hat ihnen geschrieben – hat jedenfalls Tante Rosi uns niemals ein Päckchen geschickt. Dabei war es allen sehr wohl bekannt, dass es den Deutschen in tschechischen Lagern alles andere als gut geht. Als aber die Wochen...

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Fortsetzung: Vertrieben (39)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Muttl klagt immer wieder über den dichten und feinen Staub beim Dreschen, den man einatmet und gegen den man sich nicht schützen kann. Eines Abends kommt sie mit furchtbaren Kopfschmerzen ins Lager zurück. „Sicher vom Staub“, meint sie. Doch der Schmerz vergeht nicht, sondern wird stärker und stärker. So matt fühlt sich Muttl, dass sie sich hinlegen muss. Am nächsten Tag zur Arbeit zu gehen, das ist unmöglich. Bald kommt...

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Fortsetzung: Vertrieben (38)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Wir betteln. Ein Teil der Männer, die von uns getrennt in einem ganz anderen Lagerteil untergebracht sind, geht täglich zur Arbeit ins Dorf. Trotz Kontrolle am Lagereingang gelingt es ihnen nicht selten, Essbares, z.B. Fallobst, einzuschmuggeln. Irgendwie haben dies einige Kinder aus unserem Haus heraus gefunden. Wir stellen uns nahe vom Tor auf, aber so, dass die Wache nichts sieht. „Bitte haben Sie was zum Essen?...

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