Vertreibung

Beiträge zum Thema Vertreibung

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Wien Kultur
70 bzw. 80 Jahre danach...

... wird Klartext gesprochen. Vor 80 Jahren, im April 1945 fiel der Wiener Staatsoper einem  amerikanischen Bombardement zum Opfer. Krieg. 10 Jahre später wurde das wieder aufgebaute Haus mit Pomp wieder eröffnet. Die Eröffnungsaufführung - die Freiheitsoper "Fidelio" - dirigierte Karl Böhm, der in der Nazizeit und ab 1955 wieder Direktor der Staatsoper war. Er absolvierte irgendeinen kurzen Entnazifizierungs-Kurs, das war es.  In der Oper ist nun auf der Stiegenhaus-Galerie in Balkon-Höhe eine...

Foto: Kurcz
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Ewigkeitssonntag in Elixhausen
Gedenkmoment am Siebenbürger Stein

Am Ewigkeitssonntag, dem 23. November, gedachte der Verein Nachbarschaft Sachsenheim gemeinsam mit der Kameradschaft und der Ortsmusikkapelle Elixhausen an die Opfer von Flucht und Vertreibung aus Siebenbürgen im Jahr 1944. ELIXHAUSEN. Auch in diesem Jahr wurde am Ewigkeitssonntag in Elixhausen traditionell der Toten von Flucht und Vertreibung gedacht. Neben Vertretern der örtlichen Vereine – darunter der Verein Nachbarschaft Sachsenheim, die Kameradschaft, die Prangerstutzenschützen und die...

Foto: darujme.cz
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Geschichte
Neue Auflage des Buches „Das verschwundene Sudetenland“

Weil die sechste Ausgabe ausverkauft ist, wurde das Buch „Das verschwundene Sudetenland“ neu aufgelegt. RAINBACH, PRAG. Thomas Elmecker aus Rainbach im Mühlkreis lebt seit einigen Jahren in Prag. Seit September dieses Jahres arbeitet er für die Nichtregierungsorganisation (NGO) Antikomplex – hnutí proti xenofobii. Diese NGO war Ende der 1990er Jahre die erste Organisation in Tschechien, die eine öffentliche Diskussion über die Vertreibung der Deutschen aus der damaligen Tschechoslowakei...

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Informationsveranstaltung
Jüdische Geschichte in kroatischen Gemeinden

Im Nebersdorfer Schloss fand eine umfassende Informationsveranstaltung zur Geschichte von Juden und Jüdinnen in den kroatischen Gemeinden des Burgenlandes statt. Michael Schreiber von der burgenländischen Forschungsgesellschaft beleuchtete die Entwicklung der jüdischen Besiedelung, das soziale Zusammenleben und die dramatischen Ereignisse rund um Vertreibung, Enteignungen und Verfolgungen im Jahr 1938. NEBERSDORF. Die Anwesenheit jüdischer Familien auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes lässt...

Erinnerungen, die verbinden: Maria Piovesan und ihre Enkelin Valentina im gemeinsamen Gespräch über Vergangenheit und Heimat. | Foto: MeinBezirk.at
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Von Zuhause vertrieben
„In zwei Stunden musst du fertig sein“

Zeitzeugin Maria Piovesan, 88, aus Pogöriach am Faaker See erinnert sich an die Vertreibung der Kärntner Slowenen im Zweiten Weltkrieg. „Ich war ein Kind – vielleicht sechs, sieben Jahre alt. Wir haben draußen gespielt, da oben auf der Wiese“, beginnt Maria Piovesan ihre Erinnerung. POGÖRIACH AM FAAKER SEE. Die 88-Jährige wurde als Kärntner Slowenin im Jahr 1942 mit ihrer Familie aus Pogöriach vertrieben – wie viele andere Betroffene. Die Gestapo kam mit einem LKW zum Hof. „Meine Mama war...

  • Kärnten
  • Villach
  • Michaela Erlacher, BA
Rosi Lindorfer (links) und Klara Leitner (rechts) haben ihre persönlichen Geschichten erzählt. | Foto: Hedwig Lindorfer
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Ein Vortrag in Niederwaldkirchen
Sudetendeutsche berichten über die Vertreibungen in 1945

Von Mai bis Juli 1945 wurden Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben – eine Folge des Zweiten Weltkrieges. In Niederwaldkirchen konnte man sich einen Vortrag darüber anhören. NIEDERWALDKIRCHEN. Ende März fand im Theatersaal im Pfarrhof Niederwaldkirchen ein Vortrag zum Thema Heimatvertriebene aus dem Sudetenland statt. Organisiert von Treffpunkt Bildung Niederwaldkirchen bot die Veranstaltung nicht nur einen Einblick in die geschichtlichen Hintergründe der Vertreibung, sondern auch...

Foto: Elfi Uragg
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Der verletzte Jungschwan
"Siri - Der Schwan, der nicht fliegen konnte"

"Siri - Der Schwan, der nicht fliegen konnte"  von Elfi Uragg ist eine wahre Geschichte, die von einer Erzählerin (= der Autorin) in einer Art Tagebuch aus ihrer Sicht aufgeschrieben wurde. Der Jungschwan, den sie (= ich!) spontan Siri nennt, da er im Skandinavischen eine liebevolle Abkürzung sowohl für den weiblichen Vornamen Sigrun als auch den männlichen Namen Sigurd verwendet wird, verletzt sich bei einem seiner ersten Flugversuche mit seinen Eltern und seinen Geschwistern. Übrigens hatte...

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Der Südmährerhof und seine Geschichte
Vereint, Vertrieben, Verbunden

Weinviertler Frühlingssonne. Ein Paar schlendert durch ein Tor. Ein großer Hof liegt vor ihnen. Dachziegel aus Ton treffen altes Gemäuer. Auf einer Bank wird Wein getrunken. Eine alte Linde spendet Schatten. Die Sonne strahlt auf die saftig grünen Blätter. Ein großes Fass liegt auf einem Pferdefuhrwerk. In der Ferne schnattern Gänse. Ein Bauernhaus wie vor 100 Jahren. Der Südmährerhof im Museumsdorf Niedersulz lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Doch im Inneren des Bauernhauses ist die Idylle...

Foto: Elfi Uragg
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Ein perfektes Weihnachtsgeschenk für alle
"Siri" von Elfi Uragg

"Siri - Der Schwan, der nicht fliegen konnte" ist ein perfektes Weihnachtsgeschenk für alle, die gern lesen, für Menschen, die Tiere lieben, und für alle, die neugierig sind, wie Siris Abenteuer in Klöch ausgehen... Auszug: Dienstag, 15. März 2022 Ein milchig-beiger Himmel mit einem Hauch von Orange überspannt die Landschaft. Winzig kleine Partikel Saharastaub verdichten die Atmosphäre, es ist vollkommen windstill und Niederschlag hält sich auch abends noch zurück. Das Licht ist so diffus, dass...

Gedenken: 85 Jahre "Pogromnacht"
„Es gibt keine Alternative zum Frieden“ - Anna Berger, geborene Uprimny (1920-1998)

Am 9. November 2023 jährt sich die von den Nationalsozialisten zynisch so genannte „Reichskristallnacht“, die den Beginn der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung markiert, zum 85. Mal. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten vielerorts die Synagogen. Es kam zu Ausschreitungen, Verhaftungen und Verfolgungen, auch in Steyr. Mit der Lebensgeschichte der Anna Berger soll daran erinnert werden, wie Juden und Jüdinnen aus ihrer Heimat vertrieben und viele von ihnen Opfer...

Diakon Toni Fersterer, Superintendent Olivier Dantine, Weihbischof Hansjörg Hofer, Organisator Hans Lottermoser (Obmann Kameradschaft St. Veit) und Bürgermeister Manfred Brugger feierten mit der Gemeinde. | Foto: Christina Decker
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Gedenkgottesdienst in St. Veit
500-jähriges Jübiläum der Fadlsteinkapelle

Die Fadlsteinkapelle in St. Veit besteht nun schon seit 500 Jahren und die Kirche hielt dazu einen Gottesdienst ab. Darüber hinaus wurde beleuchtet, welch Schicksal den Protestanten vor 300 Jahren im Pongau ereilte und wie froh man über die jetzige Situation sei. ST. VEIT. Vor 500 Jahren wurde die Fadlsteinkapelle in St. Veit errichtet. Bergknappen des 16. Jahrhunderts erbauten unter herausfordernden Bedingungen die noch heute bestehende Kapelle. Leider war das Gotteshaus auch Schauplatz, als...

  • Salzburg
  • Pongau
  • Philipp Scheiber
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Beton ist wichtiger als Leben
Stadtautobahn vertreibt Bewohner*innen

Schon haben die Menschen einen großen Teil des Lebensraums ihrer nicht-menschlichen Mitgeschöpfe für sich in Anspruch genommen. Immer wieder werden Grünflächen dem Bauwahn der Menschen geopfert. Gerade in Zeiten wie diesen mit dem fortschreitenden und bald unaufhaltsamen Klimawandel wird es immer unbegreiflicher wie verantwortungslos Städteplaner*innen agieren, aber damit nicht genug, denn die Grünflächen, egal ob bewaldet oder nicht, werden bereits bewohnt. Im Fall der Wiener Stadtstraße sind...

  • Wien
  • Daniela Noitz
Der Film blickt 80 Jahre zurück und erzählt vom Schicksal vertriebener Kärntner. | Foto: Screenshot/Film Land Kärnten
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Dokumentarfilm
Kärntner Slowenen erinnern sich an Gräuel vor 80 Jahren

In einem Dokumentarfilm, der vom Land Kärnten in Auftrag gegeben wurde, kommen Kärntner Slowenen zu Wort, die sich an die Vertreibung vor 80 Jahren erinnern. Der Film wird nun Kärntner Schulen zur Verfügung gestellt. KÄRNTEN. Es sind Schilderungen, teils unter Tränen, wie vor 80 Jahren über tausend slowenischsprechende Kärntner von den Handlangern des Naziregimes ihres Besitzes beraubt und verschleppt wurden. Viele von ihnen kamen in weiterer Folge in den Zwangslagern ums Leben, andere standen...

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Wiener Museen
So viel

Ein Besuch im Jüdischen Museum bedeutet eigentlich zwei Besuche. Denn das Haupthaus in der Dorotheergasse birgt mehrere Ausstellungen - so jetzt die Rothschild-Saga, von der ich vorgestern berichtet habe; man muss sie gesehen haben. Und das zweite Gebäude am Judenplatz zeigt auch mehrere Ausstellungen. Hier, im geschichtsträchtigen Mizrachi-Haus ist im geräumigen Keller eine Dauerausstellung über die Geschichte der Wiener Juden, die vor kurzem neu aufgestellt wurde. Ich zeige hier nur wenige...

Stadt Krems
Schnitzel Drive In spendet für ukrainische Kinder

Nicht lange gezögert haben Franz und Horst Berger vom Schnitzel Drive In in Krems an der Gneixendorfer Kreuzung. KREMS. Das Schnitzel Drive In spendet 2.000 Euro für ukrainische Kinder. Franz und Horst Berger übergaben den Betrag an Bezirksstellenleiter des Roten Kreuz Krems, der die Spende  weiterleiten wird. „Dies ist nur eine kleiner Beitrag, aber wir wollten sofort helfen! Dies ist ganz wichtig für uns!“, erklärt Franz Berger.

Buchtipp junior
Zeitgeschichte: ein Buch gegen das Vergessen

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg und der Thienemann Verlag blickt zurück in die letzten Monate des Schreckens. Wie erlebten die Menschen den Bombenkrieg, die Kapitulation, die Besatzung durch die Alliierten, Hunger und Kälte? Kurze Sachtexte leiten jedes Kapitel ein, es folgen Auszüge aus verschiedenen literarischen Werken. Die Erzählungen gehen nahe, berühren, machen betroffen. Ein wichtiges Buch, für alle zu empfehlen! (md) M. Verg, J. Hübner (Hrsg.), Gestern war noch Krieg,...

Dr. Theodor Herz mit seiner Frau Rosa, Tochter Martha und Leopoldine Egger (hinten), damals 13 Jahre alt. | Foto: Privates Archiv
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Verfolgung
Jüdischer Arzt war nicht mehr erwünscht

Theodor Herz, ein von den Nazis vertriebener Arzt aus Piesendorf, erhält nun eine Gedenktafel am Gemeindeamt. PIESENDORF. Theodor Herz hat in Wien Medizin studiert und kam 1919 mit seiner Frau Rosa als Sprengelarzt nach Piesendorf. Im gleichen Jahr wurde Tochter Martha geboren. Im Erdgeschoß des Gemeindehauses befand sich die Ordination, die Wohnung der Familie Herz im ersten Stock. Leopoldine "Poldi" Fankhauser, geb. Egger lebte mit ihren Eltern und sieben Geschwistern im Haus gegenüber, der...

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Bewegendes Gedenk-Filmprojekt
Jüdische Schicksale in Eisenstadt

EISENSTADT. Mit „Mitten unter uns“ haben die Grünen Eisenstadt ein bemerkenswert bewegendes Videoprojekte auf die Beine gestellt. Projekt schafft Emotionen Das Videoprojekt, ersichtlich unter www.mittenunteruns.at, erinnert an das Schicksal der Juden in Eisenstadt. Ab 10. Jänner bis zum Holocaust Gedenktag am 27. Jänner werden auf der Website Filme über Menschen mit jüdischer Herkunft veröffentlicht. Diese lebten Tür an Tür mit Christen, bis sie 1938 vertrieben wurden. Besondere Emotionalität...

Adele Sommer im Jahr 1910. | Foto: Dietl
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Mauthausen Komitee erinnert mit Postkarten an Adele

Das Mauthausen Komitee Steyr versendet eine Postkarte aus der Vergangenheit an die heutigen Reichraminger. Ein Gedenkakt, der exakt 80 Jahre nach der Vertreibung der jüdischen Industriellenfamilie Sommer im Juli 1938 und deren spätere Ermordung durch die Nationalsozialisten erinnert. REICHRAMING/STEYR. Geschichte vergeht nicht – dieser Tage haben alle Haushalte in der oberösterreichischen Gemeinde Reichraming eine bunt schillernde Postkarte erhalten. Als Erinnerung an die Vertreibung der...

Veranstaltungstipp: Buchpräsentation im Schloss Mittersill

MITTERSILL. Buchvorstellung: Donnerstag, 16. November 2017, um 19 Uhr, im Auditorium von Schloss Mittersill. "Anders glauben.Heimatvertrieben – Protestanten im Oberpinzgau damals und heute" von Hannes Wartbichler und Volker Heerdegen. Gerade noch rechtzeitig und sozusagen zum Ende des „Lutherjahres 2017“ in Erinnerung an seinen Thesenanschlag 1517 ist das Buch „Anders glauben.Heimatvertrieben – Protestanten im Oberpinzgau damals und heute“ in der Reihe „Mittersiller Stadtgeschichte(n)“...

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Erwin Cimarolli mit dem Gemälde "Tiroler Bauer" und dem Skizzenbuch von Mathias Schmid aus dem Jahr 1876.
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Mathias Schmid und der Protestantismus

Der Seer Maler thematisierte in einem seiner Hauptwerke die mangelnde Toleranz SEE/ISCHGL/MERAN (otko). Anlässlich des 500-Jahr-Jubiläums wird derzeit auf Schloss Tirol bei Meran die sehenswerte Ausstellung "Luther und Tirol" gezeigt. Die Sonderausstellung mit dem Untertitel "Religion zwischen Reform, Ausgrenzung und Akzeptanz" hat erstmals den Protestantismus in Tirol zum Thema und läuft noch bis zum 26. November. Der Ischgler Alt-Bgm. Erwin Cimarolli habt bei seinen Ausstellungsbesuch eine...

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Flucht, Vertreibung und Genozid im Ersten Weltkrieg

Das NÖ Institut für Landeskunde veranstaltet vom 4. bis 6. Juli 2016 in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung und dem Zentrum für Migrationsforschung in Amstetten ein Symposion zum Thema Flucht, Vertreibung und Genozid zur Zeit des Ersten Weltkriegs. In Vorträgen wird die Situation an den östlichen und südöstlichen Frontlinien, von Galizien bis zum Balkan, in der Türkei, in Armenien und in Syrien analysiert. Dort wurden in einem bis dahin noch nicht gekanntem...

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