Vertreibung

Beiträge zum Thema Vertreibung

Buchtipp junior
Zeitgeschichte: ein Buch gegen das Vergessen

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg und der Thienemann Verlag blickt zurück in die letzten Monate des Schreckens. Wie erlebten die Menschen den Bombenkrieg, die Kapitulation, die Besatzung durch die Alliierten, Hunger und Kälte? Kurze Sachtexte leiten jedes Kapitel ein, es folgen Auszüge aus verschiedenen literarischen Werken. Die Erzählungen gehen nahe, berühren, machen betroffen. Ein wichtiges Buch, für alle zu empfehlen! (md) M. Verg, J. Hübner (Hrsg.), Gestern war noch Krieg,...

  • Tirol
  • Schwaz
  • Mirjam Dauber
Dr. Theodor Herz mit seiner Frau Rosa, Tochter Martha und Leopoldine Egger (hinten), damals 13 Jahre alt.
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Verfolgung
Jüdischer Arzt war nicht mehr erwünscht

Theodor Herz, ein von den Nazis vertriebener Arzt aus Piesendorf, erhält nun eine Gedenktafel am Gemeindeamt. PIESENDORF. Theodor Herz hat in Wien Medizin studiert und kam 1919 mit seiner Frau Rosa als Sprengelarzt nach Piesendorf. Im gleichen Jahr wurde Tochter Martha geboren. Im Erdgeschoß des Gemeindehauses befand sich die Ordination, die Wohnung der Familie Herz im ersten Stock. Leopoldine "Poldi" Fankhauser, geb. Egger lebte mit ihren Eltern und sieben Geschwistern im Haus gegenüber,...

  • Salzburg
  • Pinzgau
  • Gudrun Dürnberger
„Mitten unter uns” ist ein bewegendes Filmprojekt der GRÜNEN Eisenstadt

Bewegendes Gedenk-Filmprojekt
Jüdische Schicksale in Eisenstadt

EISENSTADT. Mit „Mitten unter uns“ haben die Grünen Eisenstadt ein bemerkenswert bewegendes Videoprojekte auf die Beine gestellt. Projekt schafft Emotionen Das Videoprojekt, ersichtlich unter www.mittenunteruns.at, erinnert an das Schicksal der Juden in Eisenstadt. Ab 10. Jänner bis zum Holocaust Gedenktag am 27. Jänner werden auf der Website Filme über Menschen mit jüdischer Herkunft veröffentlicht. Diese lebten Tür an Tür mit Christen, bis sie 1938 vertrieben wurden. Besondere...

  • Bgld
  • Eisenstadt
  • Hannes Gsellmann
Deutsch-Reichenau trug während des Nationalsozialismus den Namenszusatz "bei Haslach".
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JubiläumsRundschau
Wenn die Heimat verschwunden ist

BEZIRK ROHRBACH. Selbst die Schutthaufen der abgebrochenen Häuser sind verwuchert und mit Moos bedeckt. Wo einstmals Landwirte für eine gepflegte Landschaft sorgten, ist heute alles verwaldet. Es ist schaurig faszinierend, wie eine ganze Gemeinde mit 16 Dörfern und 430 Häusern innerhalb von nicht einmal 70 Jahren ausgelöscht worden ist. Die Rede ist von Deutsch-Reichenau. Obwohl die Gemeinde heute auf tschechischem Staatsgebiet liegt, hängt ihre Geschichte eng mit der unseres "Hoamatlandes"...

  • Rohrbach
  • Sebastian Wallner
Adele Sommer im Jahr 1910.
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Mauthausen Komitee erinnert mit Postkarten an Adele

Das Mauthausen Komitee Steyr versendet eine Postkarte aus der Vergangenheit an die heutigen Reichraminger. Ein Gedenkakt, der exakt 80 Jahre nach der Vertreibung der jüdischen Industriellenfamilie Sommer im Juli 1938 und deren spätere Ermordung durch die Nationalsozialisten erinnert. REICHRAMING/STEYR. Geschichte vergeht nicht – dieser Tage haben alle Haushalte in der oberösterreichischen Gemeinde Reichraming eine bunt schillernde Postkarte erhalten. Als Erinnerung an die Vertreibung der...

  • Steyr & Steyr Land
  • Lisa-Maria Auer
Titelblatt:  „Salzburger Emigranten“

Veranstaltungstipp: Buchpräsentation im Schloss Mittersill

MITTERSILL. Buchvorstellung: Donnerstag, 16. November 2017, um 19 Uhr, im Auditorium von Schloss Mittersill. "Anders glauben.Heimatvertrieben – Protestanten im Oberpinzgau damals und heute" von Hannes Wartbichler und Volker Heerdegen. Gerade noch rechtzeitig und sozusagen zum Ende des „Lutherjahres 2017“ in Erinnerung an seinen Thesenanschlag 1517 ist das Buch „Anders glauben.Heimatvertrieben – Protestanten im Oberpinzgau damals und heute“ in der Reihe „Mittersiller Stadtgeschichte(n)“...

  • Salzburg
  • Pinzgau
  • Gudrun Dürnberger
Erwin Cimarolli mit dem Gemälde "Tiroler Bauer" und dem Skizzenbuch von Mathias Schmid aus dem Jahr 1876.
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Mathias Schmid und der Protestantismus

Der Seer Maler thematisierte in einem seiner Hauptwerke die mangelnde Toleranz SEE/ISCHGL/MERAN (otko). Anlässlich des 500-Jahr-Jubiläums wird derzeit auf Schloss Tirol bei Meran die sehenswerte Ausstellung "Luther und Tirol" gezeigt. Die Sonderausstellung mit dem Untertitel "Religion zwischen Reform, Ausgrenzung und Akzeptanz" hat erstmals den Protestantismus in Tirol zum Thema und läuft noch bis zum 26. November. Der Ischgler Alt-Bgm. Erwin Cimarolli habt bei seinen Ausstellungsbesuch eine...

  • Tirol
  • Landeck
  • Othmar Kolp
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Flucht, Vertreibung und Genozid im Ersten Weltkrieg

Das NÖ Institut für Landeskunde veranstaltet vom 4. bis 6. Juli 2016 in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung und dem Zentrum für Migrationsforschung in Amstetten ein Symposion zum Thema Flucht, Vertreibung und Genozid zur Zeit des Ersten Weltkriegs. In Vorträgen wird die Situation an den östlichen und südöstlichen Frontlinien, von Galizien bis zum Balkan, in der Türkei, in Armenien und in Syrien analysiert. Dort wurden in einem bis dahin noch nicht gekanntem...

  • St. Pölten
  • Werner Berthold
Zeitzeugengespräch
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ZEITZEUGENGESPRÄCH mit Abraham Gafni / Erich Weinreb : Von Innsbruck nach Israel - ein Überlebender der Shoah berichtet

Anlässlich der Ausstellung „Darüber sprechen“ im Bruno-Sander-Haus der Universität Innsbruck (bis 20. Mai) sprechen Mag.a Irmgard Bibermann und Univ.-Doz. Dr. Horst Schreiber mit dem Zeitzeugen Abraham Gafni (Überlebender der Shoah) und seiner Frau Ziporah Gafni. Von Innsbruck nach Israel: Abraham Gafni wurde 1928 als Erich Weinreb in Innsbruck geboren und wächst dort mit seinen Geschwistern bei den liebevollen Großeltern auf. 1938 wird die jüdische Familie nach Wien deportiert. Dem...

  • Tirol
  • Innsbruck
  • sei Mittermeier
VÖLKERVERSTÄNDIGUNGSPRÄSIDENT Josef HÖCHTL

"Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute"

VÖLKERVERSTÄNDIGUNGSPRÄSIDENT Josef HÖCHTL in FESTREDE beim SÜDMÄHRISCHEN HEIMATMUSEUM in LAA an der THAYA: "Die WAHRHEIT muss dem MENSCHEN zumutbar sein." "Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute"- über 200.000 deutschsprachige Personen sind in Österreich knapp nach 1945 aufgenommen worden "Eine große TRAGÖDIE ereignete sich nicht nur während des Krieges sondern auch nach dem 2. Weltkrieg: es kam zu brutalen Enteignungen und grauenvollen Vertreibungen, Folterungen und Tötungen der...

  • Horn
  • H. Schwameis
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Doppellesung: Corinna Antelmann & Gabriele Vasak

Doppellesung zum Thema "Die Vertreibung und die Flucht" im Alten Schl8thof Wels: Corinna Antelmann liest aus ihrem Roman "Hinter die Zeit" & Gabriele Vasak stellt ihren Roman "Den Dritten das Brot" vor. WANN & WO: 25.05.2016, 19:30 Uhr Eintritt 5 € (inkl. Suppe) Alter Schl8hof Dragonerstraße 22 A-4600 Wels Über die Bücher: "Hinter die Zeit"/ Corinna Antelmann: »Als Irina die Augen wieder öffnet, liegen gehäckselte Überbleibsel auf dem Feld, das Spreu ist vom Getreide...

  • Wels & Wels Land
  • Septime Verlag
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Gabriele Vasak & Ulrike Schmitzer: "Donauschwaben-Abend"

Thema "Donauschwaben": Erstpräsentation des Romans "Den Dritten das Brot" (Septime Verlag) von Gabriele Vasak & Vorstellung des Buchs "Die gestohlene Erinnerung" von Ulrike Schmitzer (Edition Atelier). WANN & WO: 2.Mai 2016, 19:00 Uhr ÖGL Österreichische Gesellschaft für Literatur Herrengasse 5 A-1010 Wien Über die Romane "Den Dritten das Brot"/ Gabriele Vasak: Ende des siebzehnten Jahrhunderts besiedelten die sogenannten Donauschwaben die pannonische Tiefebene. In beinahe...

  • Wien
  • Innere Stadt
  • Septime Verlag
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"Verhüllt war das Ganze lange genug"

SPANNBERG. Es war der dritte Streich von Sigrid Pribitzer-Wohlmuth. Nach zwei Büchern über Spannberger Alltags- und Kriegsgeschichte wandte sie sich dem vergessenen Kapitel der jüdischen Spannberger zu. Mit einer Gedenktafel will sie das Schicksal der Kaufmannsfamilie Steiner, die 1938 enteignet und in einem polnischen KZ ums Leben kam, sichtbar machen. Auf eine dramatische Enthüllung verzichtete die Historikern dabei: "Verhüllt war das Ganze lange genug." Absage Während die...

  • Gänserndorf
  • Karina Seidl-Deubner

Sonderausstellung

70 Jahre Vertreibung-Hoffnung auf Versöhnung, 6./13.12. 14 - 17 Uhr, 20.12. 14 - 19 Uhr Wann: 20.12.2015 ganztags Wo: Stadtplatz, 2136 Laa an der Thaya auf Karte anzeigen

  • Mistelbach
  • Vera Hofmann

Südmährermuseum Laa: Südmähr.Adventstunde und Krippenausstellung

Am Sonntag, 29. November 2015, veranstaltet das Südmährermuseum Laa im Festsaal des Alten Rathauses von Laa an der Thaya, Stadtplatz 17, eine Südmährische Adventstunde - mit Beiträgen von Ernst Sachs und Konrad Pristl sowie musikalischer Umrahmung. Im Anschluß daran eröffnet Frau Bürgermeister Brigitte Ribisch eine Krippenausstellung mit selbstgebauten Krippen aus Laa und Umgebung, die danach noch bis 17 Uhr besichtigt werden kann - ebenso am 6. und 13. Dezember von 14-17 Uhr sowie am 20....

  • Mistelbach
  • Adolf Haider
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Gedenkkreuz

Gedenkkreuz der Vertriebenen vom Mai 1945 beim Pengershof

  • Waidhofen/Thaya
  • Bernd Wesely
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Fortsetzung: Vertrieben (55)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Es ist schon dunkel, als unser Zug am 24. April 1946 Gießen erreicht. Was würde nun kommen? Das erste, was wir am Zielort hören, ist eine Männerstimme: „Alle in de Wage drinbleibe, alle in de Wage drinbleibe“! „Merkt euch das Wort“, sagt Muttl, „es ist das erste Wort, das wir in unserer neuen Heimat vernommen haben“. Mit unserem Gepäck bringt man uns in das bahnhofsnahe ehemalige Hotel Lenz. Registrierung, vorsorgliche...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (54)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Furth im Walde heißt unser Grenzort auf deutscher Seite. Aussteigen, Verpflegung (Suppe), Registrierung, vorsorgliche Entlausung (Zum ersten Mal lerne ich DDT-Pulver kennen), Toilettengang. An den primitiven Toiletten sind die Wände über und über beschmiert und beschriftet mit Nachrichten jeglicher Art. Ich lese mit Interesse. Meist wird nach Angehörigen gesucht oder ihnen einen Nachricht hinterlassen. „Liebes Annerl,...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
1

Fortsetzung: Vertrieben (53)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Vor uns ragt ein riesiger düsterer Bau auf: Schloss Janowitz. Rings ist er von Mauern oder festen Zäunen umgeben. Alle Eingänge werden strengstens von bewaffneten Tschechen bewacht. Bald wird unser Gepäck abgewogen und zugleich auch durchsucht. Was den Tschechen gefällt, wird uns abgenommen. Sieh da, wir haben angeblich zu viel an Gepäck, mehr als die erlaubten 50 Kilogramm. Augenblicklich müssen wir eines der Bündel...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (52)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Vor dem Palmsonntag sind Adelheid und ich Palmkatzerlen sammeln gegangen. Wir finden viele am Schieferbruch nahe dem Friedhof. Ich klettere auf eine der Weiden. Sanft wiegt sie sich im Wind. Mir wird so leicht im Gemüt, so fern und entrückt erscheint alles….. Es ist so schön hier. Ich präge mir alles ein. Sehr wohl ist mir bewusst, dass ich bald alles verlassen werde. In der Pfarreiküche gibt es lange Debatten, wie...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (51)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Der Winter geht zu Ende. Noch einmal besuche ich unsere Schneeburg. Ein glänzender Sonnentag! Ich krieche in mein Lieblingshaus und schaue in die tiefe Bläue des Himmels. Die Sonne scheint warm und – tropf – tropf – tropf – es tropft von allen Wänden und den vielen glitzernden Eiszapfen. Die Schneehäuser sind deutlich zusammen gesunken. Bald werden sie ganz verschwunden sein. Ja, Kraft und Wärme der Tag für Tag...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (50)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Auch für Roswitha werden nun Kleider genäht und sie muss in die Schneiderwerkstatt zur Bernt Hermi ins Oberdorf. Trotz strengstem Verbot durch die Tschechen übernachtet sie manchmal auswärts bei den befreundeten Bernts. Dort geht Geheimnisvolles vor sich. Mehrere versammeln sich dort am Abend zum „Tischerücken“. Die Leute möchten so gerne etwas von den verschollenen Männern oder über das eigene Schicksal erfahren. Doch...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser

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