Medizinische Weichenstellung
Franziskus Spital ist Modell für Zukunft der Gesundheitsversorgung
- Namhafte Vortragende beim Praevenire-Event (von links nach rechts): Henrike Arfsten, Johannes Kovarik, Claudia Neumayer-Stickler, Peter Fasching, Angelika Widhalm, Marcus Säemann und Magdalena Moser.
- Foto: Krisztian Juhasz
- hochgeladen von Karin Martin
Im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Vereins Praevenire am 26. März 2026 in Wien stand ein Pilotprojekt für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem – exemplarisch dargestellt anhand von Herz-Nieren-Stoffwechsel-Erkrankungen.
ÖSTERREICH. Johannes Kovarik, stv. Ärztlicher Direktor und Vorstand der Abteilung Innere Medizin am Franziskus Spital Wien-Landstraße, stellte das zukunftsweisende Versorgungskonzept seines Teams vor. Ziel ist es, die Behandlung besser zu strukturieren und die Patienten klar durch das Gesundheitssystem zu führen. Gleichzeitig soll die Betreuung durch niedergelassene Ärzte gestärkt und der Spitalssektor entlastet werden.
Strukturierte Patientenpfade
Wie Oberärztin Magdalena Moser erklärte, basiert das Modell auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und internationalen Leitlinien. Es steht im Einklang mit den Empfehlungen internationaler, europäischer und österreichischer Fachgesellschaften. Bestehende Ressourcen werden gezielt genutzt, die Versorgung ganzheitlich gedacht. Konkret bedeutet das: Patienten sollen schneller die richtige Behandlung bekommen – ohne unnötige Umwege.
Vorreitermodell für Bundesländer
Herz-, Nieren- und Stoffwechselkrankheiten (KRM) hängen eng zusammen. Sie haben oft die gleichen Ursachen und beeinflussen sich gegenseitig. Diese Zusammenhänge sind für das Gesundheitssystem eine große Herausforderung und kosten viel Geld. Gleichzeitig bieten sie aber auch die Chance, neue und bessere Formen der Behandlung zu entwickeln. Das im Franziskus Spital Wien-Landstraße umgesetzte Versorgungskonzept soll ein Vorreitermodell sein und Impulse für andere Einrichtungen in allen österreichischen Bundesländern setzen.
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