Österreichischer Impftag
Impfstatus regelmäßig prüfen und sich schützen
- Am 17. Jänner findet der österreichische Impftag statt.
- Foto: CDC/unsplash.com
- hochgeladen von Laura Schnetzer
Beim Blick auf die Durchimpfungsrate zeigt sich, dass Österreich unterdurchschnittlich abschneidet.
ÖSTERREICH.Während die weltweite Durchimpfungsrate bei der dritten Dosis gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis bei 93 Prozent liegt, befindet sich Österreich mit 85 Prozent am unteren Ende der Liste.
Unerwünschtes Comeback
Die Folgen einer sinkenden Impfbereitschaft sind mittlerweile deutlich sichtbar. Krankheiten, die durch hohe Durchimpfungsraten nahezu ausgelöscht wurden, treten wieder vermehrt auf. So befindet sich Österreich beispielsweise bei den Neuinfektionen mit Masern im europäischen Spitzenfeld. Im Vergleich zum Vorjahr ist zudem eine Verdreifachung der Hepatitis-A-Erkrankungen zu verzeichnen. Beim Keuchhusten verhält es sich ähnlich: Im Jahr 2023 wurden nur rund 2.800 Fälle von Keuchhusten gemeldet, während es 2024 insgesamt 15.465 waren. Das entspricht annähernd dem Infektionsgeschehen von 1959 – also der Zeit vor Einführung des nationalen Impfprogrammes. Gleichzeitig zeigt das Beispiel des Pneumokokken-Kinderimpfprogramms, dass gut angenommene Impfstrategien nicht nur die Geimpften selbst schützen. Durch die hohe Durchimpfungsrate bei Kindern wurde die Weitergabe der Erreger insgesamt reduziert, sodass auch Erwachsene und insbesondere ältere Menschen indirekt von der Impfung profitierten.
Vielfältiger Nutzen
Darüber hinaus schützen Impfungen nicht nur vor der akuten Erkrankung, sondern können auch zusätzliche gesundheitliche Vorteile bieten. Eine Influenza- oder RSV-Impfung kann beispielsweise das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall signifikant senken. Ähnliches gilt für die Herpes-Zoster-Impfung, die nicht nur vor der Gürtelrose und den damit verbundenen Nervenschmerzen schützt, sondern auch das Risiko, eine Demenz zu entwickeln, erheblich reduzieren kann.Kostenfrei impfen lassenDas öffentliche Impfprogramm wurde Ende 2025 um die kostenfreie Impfung gegen Herpes Zoster und Pneumokokken für Menschen ab 60 Jahren sowie bestimmte Risikogruppen erweitert. Gleichzeitig stellte das Jahr 2025 jedoch die letzte Möglichkeit für viele dar, die HPV-Impfung kostenfrei in Anspruch zu nehmen. Während die HPV-Impfung bis zum 21. Lebensjahr auch künftig kostenlos bleibt, endet die Impfaktion für die 22- bis 29-Jährigen am 30. Juni 2026. Um auch die zweite Dosis kostenfrei zu erhalten, musste die erste Impfung also spätestens bis zum 31. Dezember 2025 erfolgen.
Impfen leicht gemacht
Es ist zentral, Impflücken zu vermeiden, um einen umfassenden Schutz zu garantieren. Daher sollten unter anderem die Vorsorgeuntersuchungen dazu dienen, den Impfpass zu prüfen, um die Auffrischungsimpfungen im Blick zu haben. Weiters ermöglichen Apotheken einen niederschwelligen Zugang zu fundierten Informationen rund ums Impfen. Auch wichtig: Alle Ärzte können impfen. Beispielsweise können sich Begleitpersonen nach Absprache beim Kinderarzt mitimpfen lassen.
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