Planstellen der ÖGK
Österreich hat laut offiziellen Daten hohe Zahl an Ärzten
- Von den Planstellen der ÖGK ist ein hoher Anteil besetzt. (Symbolbild)
- Foto: smarterpix/everythingposs
- hochgeladen von Christiane Appel
Die Debatte über das Gesundheitssystem geht weiter. Die ÖGK spart einerseits , andererseits sind die offiziellen Zahlen betreffend Vertragsärzte gut. Das muss aber nichts heißen.
ÖSTERREICH. Von den insgesamt 10.316 Planstellen für Kassenärztinnen und -ärzte in Österreich sind die weitaus meisten besetzt. Das ist dem Planstellenmonitor der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zu entnehmen. Zwischen den einzelnen Fachgebieten und Bundesländern bestehen aber teils beträchtliche Unterschiede.
In der Allgemeinmedizin sind bundesweit knapp 98 Prozent der Vertragsstellen vergeben. In Wien und Kärnten ist die Situation am besten, hier gibt es keinen einzigen freien Platz. Am schwächsten schneidet das Burgenland ab, mit nur 96 Prozent Besetzung.
Mangel an Kieferorthopäden
Bei den Kieferorthopäden ist Österreich mit 90,27 Prozent mager aufgestellt. Am zweitschlechtesten ist die Situation bei den Hautärzten mit 90,76 Prozent, gefolgt von Zahnärzten mit knapp 92 und Gynäkologen 92,4 Prozent.
Keinen Mangel gibt es bei Radiologen oder Unfallchirurgen. In diesem Fachgebiet sind 100 Prozent der Planstellen vergeben.
Prozentsätze nur halbe Wahrheit
Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Ob die Prozentsätze hoch sind oder nicht, hängt auch davon ab, wie viele Planstellen überhaupt vorgesehen sind. Wenn zum Beispiel in der Kinder- und Jugendpsychiatrie 96,3 Prozent der Stellen besetzt sind, klingt das gut. Österreichweit sind aber nur 54 dieser Fachärzte vorgesehen.
- Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) räumt Mängel ein.
- Foto: APA-Images / APA / HELMUT FOHRINGER
- hochgeladen von Christiane Appel
In einer Anfragebeantwortung an die FPÖ bezeichnet Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) die medizinische Versorgung jedenfalls als sichergestellt. Sie räumt aber ein, dass es Wartezeiten bei verschiedenen Ärzten gebe, Nachbesetzungs- und Verteilungsprobleme. Um diese zu lösen, würden die Primärversorgungszentren (PVZ) ausgebaut, heißt es.
Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.