Neue Statistik
Anteil der Personen mit Migrationshintergrund steigt auf 28,2 Prozent
- Die größte Gruppe stellten weiterhin deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit rund 242.300 Personen. (Symbolbild)
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In Österreich lebten 2025 rund 2,55 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Während ihr Anteil an der Bevölkerung auf 28,2 Prozent stieg, gingen die Nettozuwanderung und die Zahl der Asylanträge erneut deutlich zurück.
ÖSTERREICH. Im Jahresdurchschnitt 2025 lebten rund 2,55 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Privathaushalten. Das waren 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ihr Bevölkerungsanteil erhöhte sich von 27,8 auf 28,2 Prozent. Das zeigt das neue Statistische Jahrbuch "Migration & Integration".
Rund 1,9 Millionen Menschen gehörten der ersten Generation an: Sie wurden im Ausland geboren und zogen später nach Österreich. Etwa 652.400 Personen kamen bereits in Österreich zur Welt, beide Elternteile wurden jedoch im Ausland geboren. Sie werden in der Statistik der zweiten Generation zugerechnet.
Deutsche Staatsbürger als größte Gruppe
Anfang 2026 lebten zudem 1,88 Millionen ausländische Staatsangehörige im Land. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag bei 20,4 Prozent. Die größte Gruppe stellten weiterhin deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit rund 242.300 Personen.
Heute erscheint das Statistische Jahrbuch "Migration & Integration 2026". Darin finden sich Analysen über die rund 2,55 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund im Land sowie Auswertungen, wie das Zusammenleben subjektiv bewertet wird.
— Statistik Austria (@STATISTIK_AT) September 11, 2026
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Die Nettozuwanderung ging 2025 weiter zurück. Rund 161.900 Zuzügen standen 131.200 Wegzüge gegenüber. Daraus ergab sich ein Wanderungssaldo von etwa 30.700 Personen. Im Jahr 2024 hatte dieser noch 50.100 betragen, 2023 waren es 66.600.
Auch die Zahl der Asylanträge verringerte sich von 25.400 im Jahr 2024 auf rund 16.700. Davon waren etwa 12.500 Erstanträge. Die meisten Anträge kamen von afghanischen und syrischen Staatsangehörigen. Rund 8.400 Menschen erhielten 2025 Asyl, etwa halb so viele wie im Jahr zuvor. Weitere 3.400 Personen bekamen subsidiären Schutz.
Unterschiede bei Arbeit und Bildung
Die Erwerbstätigenquote von Menschen mit Migrationshintergrund lag bei 69 Prozent und damit rund acht Prozentpunkte unter jener der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Bei österreichischen Staatsangehörigen betrug die Arbeitslosenquote 6,1 Prozent, bei ausländischen Staatsangehörigen 11 Prozent.
- So teilen sich die Menschen mit Migrationshintergrund auf.
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Im Schuljahr 2024/25 hatten 21 Prozent der Schülerinnen und Schüler keine österreichische Staatsangehörigkeit. Bei 26 Prozent war Deutsch nicht die Erstsprache. Von den Jugendlichen mit nichtdeutscher Erstsprache, die zu Beginn des Schuljahres 2021/22 bereits 14 Jahre alt waren, hatten neun Prozent zwei Jahre später die Pflichtschule noch nicht abgeschlossen. Bei Jugendlichen mit deutscher Erstsprache waren es drei Prozent.
Sozialhilfe oder Mindestsicherung bezogen 2024 rund 205.800 Menschen. Davon waren 38 Prozent österreichische Staatsangehörige und 44 Prozent anerkannte Flüchtlinge oder subsidiär Schutzberechtigte.
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