Wegen Betrugsverdachts
Früherer Kika/Leiner-Geschäftsführer in U-Haft
- Der ehemalige Geschäftsführer von Kika/Leiner befindet sich seit Ende August in U-Haft. (Symbolfoto)
- Foto: aurena.at
- hochgeladen von Maximilian Karner
Dem früheren Kika/Leiner-Geschäftsführer wird vorgeworfen, die Notlage von Hochwasseropfern ausgenutzt zu haben. Der mutmaßliche Schaden soll 15 Millionen Euro betragen.
ÖSTERREICH. Die Insolvenz der Möbelkette Kika/Leiner zieht nun auch strafrechtliche Konsequenzen mit sich. Der frühere Geschäftsführer Hermann W. wurde am 28. August wegen Betrugsverdachts festgenommen und befindet sich seit dem 30. August in U-Haft, wie die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegenüber der "APA" bestätigte. Der mutmaßliche Schaden soll 15 Millionen Euro betragen.
"Unwetter-Sorforthilfe-Aktion" für schnelle Mittel
Die mittlerweile pleitegegangene Signa hatte die Kika/Leiner-Immobilien 2023 an den Grazer Immobilienentwickler Supernova verkauft und das operative Möbelgeschäft an den Handelsmanager Hermann W. – kurz darauf meldete das Unternehmen Insolvenz an. Nach der zweiten, darauffolgenden Insolvenz Ende 2024 konnte W. weder frische finanzielle Mittel noch einen Investor auftreiben.
Der Beschuldigte stehe im Verdacht, die Notlage von Hochwasseropfern im September 2024 gezielt ausgenutzt zu haben, so die WKStA. Im Rahmen einer „Unwetter-Soforthilfe-Aktion“ in den sozialen Medien sei Kundinnen und Kunden ein 20-prozentiger Rabatt auf Möbelkäufe versprochen worden, um schnelle Anzahlungen zu generieren. Zudem besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte vor der Insolvenz gezielt Vermögen beiseiteschaffte, um die Ansprüche der Gläubiger zu schmälern.
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