Seniorenbund
Ältere Arbeitnehmer als Chance gegen den Fachkräftemangel

"Damit Frauen mehr Vollzeit und länger arbeiten können, brauchen sie bessere Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege", betont Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes. | Foto: Marek Levák/Unsplash
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  • "Damit Frauen mehr Vollzeit und länger arbeiten können, brauchen sie bessere Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege", betont Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes.
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Wie die Wirtschaftskammer Österreich vorgerechnet hat, fehlen bei 78 Prozent der heimischen Unternehmen Fachkräfte. Vom Seniorenbund kommt deshalb ein klarer Appell an Unternehmen. Sie sollen Vorurteile abbauen und altersgerechte Arbeitsplätze schaffen.

ÖSTERREICH. Der aktuelle Fachkräfte-Radar der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigt, dass etwa 155.000 Fachkräfte fehlen, siehe unten mehr. Jochen Danninger, Generalsekretär der WKÖ, weiß, dass 78 Prozent der Unternehmen vom Fachkräftemangel betroffen sind.

Eine Lösung hätte Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbunds, parat. Denn der Mangel lässt sich ihrer Meinung nach nur lösen, "wenn Politik und Unternehmen an einem Strang ziehen". 

Großes Potential bei Frauen

Für Korosec sei die Aktivpension ein Teil der Lösung. Dafür müsse man aber Vorurteile abbauen und das Potenzial der älteren Arbeitnehmenden nutzen. Denn: "Wer über das gesetzliche Pensionsalter hinaus arbeiten möchte, soll das auch können. Davon profitieren die Menschen selbst, die Betriebe und der Staat", so die Präsidentin. 

Für Ingrid Korosec, Präsidentin des österreichischen Seniorenbundes, ist die Aktivpension Teil der Lösung beim Fachkräftemangel.  | Foto: Parlamentsdirektion/​Bildagentur Zolles KG/​Jacqueline Godany
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Die Aktivpension alleine wird aber nicht ausreichen. "Knapp 30 Prozent der 55–64-Jährigen gehen nicht direkt aus der Erwerbstätigkeit in Pension. Diese Lücke muss geschlossen werden. Dafür müssen Vorurteile gegenüber älteren Mitarbeitern abgebaut werden und stattdessen Arbeitsplätze altersgerecht gestaltet, Weiterbildung während des gesamten Berufslebens gefördert und Gesundheitsvorsorge ausgebaut werden", weiß Korosec. 

Sie sieht vorwiegend bei Frauen großes Potenzial und dringenden Handlungsbedarf. Deshalb spricht sich die Präsidentin für bessere Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle und bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege aus. Abschließend meint sie: "Wer den Fachkräftemangel ernsthaft bekämpfen will, muss älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit geben, ihr Wissen länger einzubringen. Die Aktivpension ist ein wichtiger Anfang – jetzt müssen die nächsten Schritte folgen.“

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"Damit Frauen mehr Vollzeit und länger arbeiten können, brauchen sie bessere Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege", betont Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes. | Foto: Marek Levák/Unsplash
Für Ingrid Korosec, Präsidentin des österreichischen Seniorenbundes, ist die Aktivpension Teil der Lösung beim Fachkräftemangel.  | Foto: Parlamentsdirektion/​Bildagentur Zolles KG/​Jacqueline Godany
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