Kurz im Video
"Ich bin kein Schattenkanzler"

In einem emotionalen knapp fünfminütigen Facebook-Post meldet sich nun erstmals Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der Öffentlichkeit zu Wort: "Ich bin kein Schattenkanzler", lässt er da Österreich wissen. Und er fühle sich wütend, enttäuscht.
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In einem emotionalen knapp fünfminütigen Facebook-Post meldet sich nun erstmals Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der Öffentlichkeit zu Wort: "Ich bin kein Schattenkanzler", lässt er da Österreich wissen. Und er fühle sich wütend, enttäuscht.

ÖSTERREICH. Der am Wochenende als Bundeskanzler abgetretene ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat sich Donnerstag Morgen via Facebook-Video an seine „lieben Freunde“ gewandt.

"Klar ist: Ich bin kein Schattenkanzler",

so Kurz im Facebook-Post mit dem Titel "Weiterarbeiten für Österreich". Und er spricht die kurz im Raum gestandenen Vierer-Koalition „aus Rot, Grün, NEOS und der FPÖ“ an, die er verhindert habe, indem er den Weg für Alexander Schallenberg an die Regierungsspitzefreigemacht habe. 

"Das türkise System, von dem in diesen Tagen so viel gesprochen wird, steht aus meiner Sicht für die Entlastung der arbeitenden Menschen, den Kampf gegen illegale Migration und einen starken Wirtschaftsstandort."

 Zu den Anschuldigungen selbst sagt Kurz aber:

„Es sind zahlreiche SMS-Nachrichten im Umlauf, die ich selbst nie geschrieben habe."

Seine Gefühlslage sei Enttäuschung, Resignation, Wut, so der Ex-Kanzler im Video. Kurz:
„Ich bin kein Roboter, sondern ein Mensch mit Fehlern und Emotionen und ja, leider manchmal auch mit Formulierungen, die ich öffentlich nicht verwenden würde."
  • Seine Gefühlslage sei Enttäuschung, Resignation, Wut, so der Ex-Kanzler im Video. Kurz:
    „Ich bin kein Roboter, sondern ein Mensch mit Fehlern und Emotionen und ja, leider manchmal auch mit Formulierungen, die ich öffentlich nicht verwenden würde."
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"Habe viele SMS nicht geschrieben"

Aber es gebe natürlich auch Chat-Nachrichten, die er selber verfasst habe: "

Ich verstehe absolut, dass man an den Bundeskanler ganz besondere Erwartungen hat, was die Wortwahl betrifft.“

Kurz glaube, dass sich seine Unschuld bald beweisen würde.

Kurz ist enttäuscht, wütend

Seine Gefühlslage sei Enttäuschung, Resignation, Wut, so der Ex-Kanzler im Video. Kurz:

„Ich bin kein Roboter, sondern ein Mensch mit Fehlern und Emotionen und ja, leider manchmal auch mit Formulierungen, die ich öffentlich nicht verwenden würde."

Kurz sagt, dass er sich dafür entschuldigt habe und diese Formulierungen bedauere.

Zu den Anschuldigungen selbst sagt Kurz aber:
„Es sind zahlreiche SMS-Nachrichten im Umlauf, die ich selbst nie geschrieben habe."
  • Zu den Anschuldigungen selbst sagt Kurz aber:
    „Es sind zahlreiche SMS-Nachrichten im Umlauf, die ich selbst nie geschrieben habe."
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"Nichts mit Strafrecht zu tun"

„Ich möchte in aller Deutlichkeit festhalten, ich habe mir in meinem ganzen Leben noch nichts Strafrechtliches zu Schulden kommen lassen“,

so der Kanzler, der betont, die Nachrichten wären gezielt an die Öffentlichkeit gespielt wurde "um der Volkspartei und mir zu schaden".

"Werde Schallenberg unterstützen"

Und weiter:

„Ich werde als Bundesparteiobmann alles tun, um Bundeskanzler Alexander Schallenberg und das Regierungsteam zu unterstützen.“

Sebastian Kurz wird am Donnerstag zu Beginn der Nationalratssitzung als Abgeordneter angelobt.
Damit kann er auch als Klubobmann seiner Partei auftreten. Er genießt als Folge Immunität. genießen.

Hier das gesamte Video in voller Länge

"Ich habe am Wochenende einen Schritt gesetzt, damit die Regierung ihre Arbeit fortsetzen kann. Heute werde ich im Parlament angelobt und werde künftig als Parteiobmann und Klubobmann meinen Beitrag leisten und die Regierungsarbeit bestmöglich unterstützen! Darüber hinaus werde ich alles tun, um die falschen Vorwürfe gegen mich zu entkräften",

schreibt Kurz zu seinem Post. Hier das ganze beinahe fünfminütige Video:

Ansehen von Kurz in EU laut Experten beschädigt

Nach Ansicht des EU-Experten Janis Emmanouilidis haben die Turbulenzen dem Ansehen des zurückgetretenen Kanzlers Sebastian Kurz  geschadet. Kurz habe in der EU eine "besondere Rolle gespielt", da er jetzt aber nicht mehr an der Spitze stehe, werde "es natürlich zu einem gewissen, relativen Einflussverlust des Landes, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung", kommen.

Der ÖVP-Skandal - die Chronologie

6. Oktober: Hausdurchsuchungen in Kanzleramt und ÖVP-Zentrale

*Brisante Chatprotokolle tauchen auf

*Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Sebastian Kurz und insgesamt neun enge Mitarbeiter. Es gilt die Unschuldsvermutung

*Die Vorwürfe lauten auf Verdacht der Untreue, Bestechlichkeit, Bestechung

*Das Strafmaß beträgt bis zu 10 Jahre Haft

7.Oktober: Grüne entziehen Kurz das Vertrauen

*Sondersitzung im Nationalrat

*Opposition unterstützt Misstrauensantrag

13.30 Uhr: Kogler trifft Bundespräsident Van der Bellen

16 Uhr: Sebastian Kurz bei Van der Bellen

17 Uhr: SPÖ-Chefin Rendi-Wagner in der Hofburg

8. Oktober: Die ÖVP steht geschlossen hinter Kurz

Ohne Kurz werde die Partei nicht in der Regierung bleiben, so der gemeinsame Tenor. Man wolle die Koalition mit den Grünen fortführen

*Bundespräsident Alexander Van der Bellen führt weitere Gespräche

*Grüne beharren auf neuen Kanzler

9. Oktober: Kurz will im Amt bleiben


*ÖVP lehnt Vorschlag ab, vor Misstrauensantrag das Budget in trockene Tücher zu bringen.

*Die Fronten verhärten sich

10. Oktober: Kurz gibt seinen Rücktritt bekannt


*19 Uhr: Der Kanzler erklärt Rücktritt und gibt seinen Nachfolger, Alexander Schallenberg, bekannt

*19.30 Uhr: Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärt die Regierungskrise für beendet

11. Oktober: Angelobungen

*13 Uhr: Schallenberg und Nachfolger Linhart werden angelobt

*14 Uhr: Statement des neuen Bundeskanzlers

* 14:50: Gerald Fleischmann ist nicht mehr Medienbeauftragter im Bundeskanzleramt

*21:00: ÖVP-Klub wählte Kurz einstimmig zum Obmann

Auch interessant:

Schallenberg hält Kurz-Comeback für möglich
"Maximierung des politischen Erfolges war Kurz vorrangig"

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