Strommarkt vor Umbau
E-Control kündigt wichtige Änderungen an

E-Control zieht Zwischenbilanz: Nach Angaben der Regulierungsbehörde blieben die Auswirkungen internationaler Krisen auf die Strom- und Gaspreise in Österreich bislang vergleichsweise moderat. | Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
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Neue Regelungen für den Strommarkt, mehr Transparenz für Kundinnen und Kunden sowie Reformen für die Energiewende: Die E-Control zieht nach den ersten Monaten ihres neuen Vorstands eine Zwischenbilanz und sieht Österreich trotz internationaler Krisen bei der Energieversorgung gut aufgestellt.

ÖSTERREICH. Seit Ende März führen Alfons Haber und Michael Strebl die E-Control. Nach den ersten Monaten im Amt ziehen die beiden Vorstände eine erste Bilanz. Im Mittelpunkt stehen Reformen für den Strommarkt, ein stärkerer Konsumentenschutz sowie Maßnahmen zur Versorgungssicherheit angesichts geopolitischer Unsicherheiten und schwankender Energiemärkte.

"Die letzten Monate haben einmal mehr gezeigt, wie eng internationale Entwicklungen mit der heimischen Energieversorgung verknüpft sind. Unser Auftrag ist es, Versorgungssicherheit und funktionierende Märkte auch in herausfordernden Zeiten sicherzustellen, Verbesserungen für die Konsument:innen auf den Weg zu bringen und gleichzeitig die Energiewende aktiv zu begleiten", so die beiden E-Control-Vorstände.

Das ändert sich am Strommarkt

Nach Angaben der Regulierungsbehörde blieben die Auswirkungen internationaler Krisen auf die Strom- und Gaspreise in Österreich bislang vergleichsweise moderat. Neue gesetzliche Befugnisse sollen es der Regulierungsbehörde künftig ermöglichen, Risiken früher zu erkennen. Vorgesehen sind unter anderem verpflichtende Stresstests für Stromlieferanten sowie erweiterte Möglichkeiten der Marktaufsicht.

"Die letzten Monate haben einmal mehr gezeigt, wie eng internationale Entwicklungen mit der heimischen Energieversorgung verknüpft sind", so die beiden E-Control-Vorstände Strebl (li.) und Haber.
  • "Die letzten Monate haben einmal mehr gezeigt, wie eng internationale Entwicklungen mit der heimischen Energieversorgung verknüpft sind", so die beiden E-Control-Vorstände Strebl (li.) und Haber.
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Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz sollen zudem die Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten gestärkt werden. Geplant sind unter anderem verständlichere Stromrechnungen sowie neue Regelungen, um vertragslose Versorgungssituationen zu vermeiden. Gleichzeitig empfiehlt die E-Control, Tarife regelmäßig zu vergleichen und gegebenenfalls den Energieanbieter zu wechseln.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reform der Systemnutzungsentgelte. Künftig sollen Verbraucherinnen und Verbraucher stärker davon profitieren, wenn sie ihren Stromverbrauch oder die Speicherung flexibel an die Netzauslastung anpassen.

Versorgung im kommenden Winter "gesichert"

"Ein koordinierter Netzausbau wird künftig noch wichtiger. Daher kommt aus Sicht der E-Control dem ÖNIP, also dem Integrierten Österreichischen Netzinfrastrukturplan, immer größere Bedeutung zu. Denn eines ist klar: jede Leitung, die nicht gebaut werden muss, hilft Kosten zu sparen", sagen Haber und Strebl.

Für den kommenden Winter sieht die E-Control die Energieversorgung gesichert. Die Gasspeicher seien bei einem aktuellen Stand von 57 Prozent planmäßig befüllt und auch die strategische Gasreserve wurde verlängert. Ziel bleibe es, Versorgungssicherheit, Wettbewerb und Konsumentenschutz mit einer langfristig leistbaren Energiewende zu verbinden.

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