30 Anmeldungen pro Werktag
Firmenpleiten bleiben auf historisch hohem Niveau

Auch wenn die Zahl der Pleiten schrumpft, sind es immer noch mehr als vor Corona. (Symbolbild) | Foto: pixabay
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  • Auch wenn die Zahl der Pleiten schrumpft, sind es immer noch mehr als vor Corona. (Symbolbild)
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Im ersten Halbjahr sind zwar etwas weniger Betriebe in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht, insgesamt war ihre Zahl aber noch immer sehr hoch.

ÖSTERREICH. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 leicht um 1,6 Prozent auf 3.443 Fälle zurückgegangen. Trotzdem ist das Niveau historisch hoch. Pro Werktag haben im Schnitt fast 30 Firmen Insolvenz angemeldet.

Von einer nachhaltigen Entspannung könne daher keine Rede sein, heißt es vom Gläubigerschutzverband Österreichischer Verband Creditreform. Viele Betriebe würden nach wie vor mit schwacher Nachfrage, hohen Personal- und Energiekosten sowie einer angespannten Ertragslage kämpfen.

Weit mehr als vor Corona

Teils könnten sich Unternehmen an das schwierige wirtschaftliche Umfeld anpassen. Teils würden sie ausscheiden, wenn ihre Eigenkapitalbasis durch die Krisen der vergangenen Jahre zu schwach geworden sei. Auch wenn die Zahlen fallen: Sie liegen auf einem Niveau, das sich deutlich über dem langjährigen Durchschnitt der Vor-Coronazeit befindet.

Wien ist das am stärksten betroffene Bundesland. (Symbolbild) | Foto: Jakub Żerdzicki/unsplash
  • Wien ist das am stärksten betroffene Bundesland. (Symbolbild)
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Von Bundesland zu Bundesland zeigen sich erhebliche Unterschiede, wobei Wien nach wie vor die höchste Quote österreichweit aufweist. Trotz eines leichten Rückgangs waren es 1.313 Firmeninsolvenzen, also mehr als ein Drittel aller Fälle im Land.

In Tirol und Salzburg sind die Zahlen ebenfalls gesunken. In allen anderen Bundesländern sind sie teils hinaufgeschossen, am weitaus stärksten in Vorarlberg.

Kredit- und Versicherungswesen

Was die betroffenen Branchen anlangt: Verkehr und Nachrichtenübermittlung hatten das österreichweit höchste Insolvenzrisiko. Schlimm hat es auch Bauwirtschaft, Handel und Dienstleister getroffen. Rückläufige Insolvenzzahlen waren dagegen vor allem im Kredit- und Versicherungswesen zu sehen.

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Auch wenn die Zahl der Pleiten schrumpft, sind es immer noch mehr als vor Corona. (Symbolbild) | Foto: pixabay
Wien ist das am stärksten betroffene Bundesland. (Symbolbild) | Foto: Jakub Żerdzicki/unsplash
Foto: Marlene Trenker/Montage: Barbara Montag, Pixabay

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