Millionen an Euro fehlen
Wie der leere Pleitefonds wieder befüllt werden könnte

Dem Pleitefonds geht jetzt selbst das Geld aus. Für die Sanierung hagelt es Vorschläge. (Symbolbild)  | Foto: unsplash.com/stockbirken
3Bilder
  • Dem Pleitefonds geht jetzt selbst das Geld aus. Für die Sanierung hagelt es Vorschläge. (Symbolbild)
  • Foto: unsplash.com/stockbirken
  • hochgeladen von Christiane Appel

Der Pleitefonds, der Arbeitnehmern im Fall von Firmeninsolvenzen ihre Gehälter auszahlen soll, hat selbst mit Geldnot zu kämpfen. Dazu, wie er gerettet werden kann, hagelt es jetzt Vorschläge.

ÖSTERREICH. Die Diskussion über den Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF) und seine Rettung geht weiter. Dem Pleitefonds könnten nächstes Jahr 160 Millionen Euro fehlen. Am Wochenende hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) eine baldige Lösung angekündigt.

Staatssekretär Sepp Schellhorn (Neos) war da schon konkreter, er will die Lücke mit den Rücklagen von Wirtschaftskammer (WKÖ) und Arbeiterkammer (AK) auffüllen.

WKÖ will bei Arbeitnehmern sparen

Beide Kammern lehnen das klar ab. Die WKÖ plädiert dafür, im Fall einer Unternehmensinsolvenz den Beschäftigten weniger auszuzahlen und das über einen kürzeren Zeitraum.

Der Appell der WKÖ: im Fall einer Unternehmensinsolvenz den Beschäftigten weniger auszuzahlen. | Foto: Johannes Reiterits
  • Der Appell der WKÖ: im Fall einer Unternehmensinsolvenz den Beschäftigten weniger auszuzahlen.
  • Foto: Johannes Reiterits
  • hochgeladen von Christiane Appel

Das ist für die AK naturgemäß inakzeptabel. Sie will verschärfte Haftungsbestimmungen, damit Firmen nicht von vornherein so konzipiert werden, dass sie ein Fall für den Pleitefonds werden. Das wäre eine substanzielle Entlastung für den IEF.

ÖGB pocht auf "Versicherungsprinzip"

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) sieht das wenig überraschend ähnlich und betont das „klare Haftungs- und Versicherungsprinzip" des Fonds. Vereinbarte Löhne müssten bezahlt werden. Der Verband der Schuldenberatung (ASB) unterstützt diese Linie. Die Folgen von Unternehmenspleiten müssten von Unternehmensseite abgefedert werden.

Und die aktuell letzte Idee kommt von Karl-Heinz Götze vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV). Dienstagfrüh hat er gegenüber Ö1 gemeint, dass Wenigverdienende nicht unter einer Firmenpleite leiden dürften. Er kann sich eine soziale Staffelung vorstellen. Aktuell muss der Fonds Gehälter von bis zu 13.860 Euro brutto pro Monat zahlen. Verglichen mit anderen Ländern ist das sehr großzügig.

Was bisher geschah:

Christian Stocker verspricht eine Lösung des Insolvenzfonds
Pleitefonds selbst pleite und muss dringend saniert werden
Insolvenz-Entgelt-Fonds für Arbeitnehmer gerät unter Druck
Dem Pleitefonds geht jetzt selbst das Geld aus. Für die Sanierung hagelt es Vorschläge. (Symbolbild)  | Foto: unsplash.com/stockbirken
Der Appell der WKÖ: im Fall einer Unternehmensinsolvenz den Beschäftigten weniger auszuzahlen. | Foto: Johannes Reiterits
Foto: AKOÖ/Wolfgang Spitzbart

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

W S T St K V B

UP TO DATE BLEIBEN


Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf MeinBezirk.at

Neuigkeiten aus deinem Bezirk als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk auf Facebook: MeinBezirk.at/Österrreichweite Nachrichten

MeinBezirk auf Instagram: @meinbezirk.at


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.