DEUTSCHLANDSBERG - SALZBURG - WOLF DIETRICH

SALZBURG UND DIE STEIERMARK
WOLF DIETRICH VON RAITENAU UND DEUTSCHLANDSBERG

Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und Deutschlandsberg, eine Stadt in der Steiermark, verbindet Einiges. Er galt als der Gründer des barocken Salzburg.

Durch reiche Schenkungen im Mittelalter der bayerischen Herzöge, auch der fränkischen und römisch-deutschen Könige und Kaiser, gelangte das Erzstift Salzburg auch zu Besitzungen in der Steiermark. Somit wurde Wolf Dietrich schon im Jahre 1595 auf der Burg Deutschlandsberg erwähnt . Die Einnahmen der Urbargütern aus den erzbischöflichen Zehenten deckten die Ausgaben des Vizedomamtes schon lange nicht mehr.

Dies war auch ein Grund, warum Erzbischof Wolf Dietrich sich von diesen Besitzungen trennen wollten. Aber er benötigte auch das Geld um seine baulichen Vorhaben in Salzburg zu forcieren. Das Domkapitel wollte sich vorab über die Veräusserungen beraten, und verlangten einen schriftlichen Bericht vom Erzbischof,welcher nie gefertigt wurde. Wolf Dietrich hingegen sandte seinen Rat und ehemaligen Vizedom vom Leibnitz, Hans Jakob von Kuenburg, so rasch als möglich in die Steiermark .

Unter Mithilfe des Seckauer Bischofs Martin Brenner überlegte man, Besitzungen zu tauschen, oder gegen geringe Ablöse zu übernehmen. Die Gesandten bemühten sich, gegen Barzahlung, wie der Erzbischof ausdrücklich anordnete, zu verkaufen. Aber es mischte sich ein Habsburger, Erzherzog Maximilian , Regent des Herzogtums Steiermark ein, und versuchte dies zu verhindern.

Er verbot den Landleuten Salzburger Güter zu verkaufen und hängte öffentlich dieses Schreiben an der Murbrücke auf. Erzherzog Maximilian wurde übergangen. Dem Domkapitel ins Salzburg wurden 7 Kaufbriefe zur Unterzeichnung vorgelegt, die sie auch unterzeichneten, ohne auf Rückmeldung des Papstes zu warten. Somit wurden Salzburger Güter ohne Zustimmung des Papstes verkauft.

Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau hatte sein Ziel erreicht. Genügend Bargeld stand nun für sein Bauvorhaben in Salzburg zur Verfügung.

Erzbischof Paris Lodron hatte viel später versucht einige Besitzungen zurückzukaufen. Zum Teil gelang es ihm, und die Burg Deutschlandsberg, welche vom Hans Jakob Kuenburg, dem damaligen Rat und Hofmeister von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, billig gekauft wurde, kam wieder in Salzburger Hände.

Mit der Säkularisation im 19. Jhd. verloren sie auch die letzten Güter in der Steiermark.

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