Stainz als Schauplatz für nationale Familienpolitik
- LH-Stv. Manfred Haimbuchner, LR Sara Schaar, LR Christiane Teschl-Hofmeister, LR Patrizia Zoller-Frischauf, Ministerin Juliane Bogner-Strauß, LR Ursula Lackner, LR Daniela Winkler, LR Jürgen Czernohorszky und LR Andrea Klambauer in Stainz (v.l.).
- Foto: Land Steiermark
- hochgeladen von Susanne Veronik
Tagung der Landesfamilienreferenten in Stainz
STAINZ. In der Tagesordnung der heutigen Sitzung der Familienreferentinnen und -referenten der österreichischen Bundesländer in Stainz spiegelte sich die UN-Kinderrechtskonvention wider, deren Verabschiedung sich im November zum 30. Mal jährt. Diskutiert wurde unter anderem, wie eine bessere Absicherung für Familien, mehr Chancengleichheit und der Ausbau der Beratung erreicht werden können.
Zu den Rechten von Kindern
Mit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 20. November 1989 wurde ein internationaler Grundkonsens über die Rechte von Kindern erzielt, beispielsweise das Recht auf Gleichheit, auf Bildung und Gesundheit, auf freie Meinungsäußerung und Beteiligung, auf gewaltfreie Erziehung und elterliche Fürsorge oder auf Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung. Dass diese auch heute noch im Fokus des politischen Handelns stehen, zeigte der Blick auf die Tagesordnung der heutigen Konferenz und den dabei geführten Diskussionen und gefassten Beschlüssen.
Neue Herausforderungen für Familien
Insgesamt zeigt sich, dass Familien heute mit unterschiedlich gelagerten gesellschaftspolitischen Herausforderungen konfrontiert sind, die sich auch ganz konkret in ihrem jeweiligen Alltag niederschlagen. Diesen gilt es mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen, wobei es freilich mit finanziellen Unterstützungsleistungen für Familien alleine nicht getan ist. Auch bestehende Infrastrukturen müssen sich den sich ändernden Anforderungen entsprechend weiterentwickeln, da und dort auch erweitert werden – etwa im Bereich der psychosozialen Beratung. Dafür bedarf es auch aktueller evidenzbasierter Grundlagen, die gleichermaßen eine Beurteilung bestehender Familienleistungen zulassen und eine Diskussion darüber ermöglichen, was es künftig braucht und was auch von Seiten der Politik machbar ist.
Politik hat Rahmenbedingungen zu schaffen
„Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Wichtige Aufgabe der Politik ist es daher, die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Familien in Österreich weiter gestärkt werden, um den Alltag und die Herausforderungen des Lebens bestmöglich meistern zu können. Aus diesem Grund legt die Bundesregierung den Fokus auf eine neue Gerechtigkeit und Fairness, vor allem für Familien. Ein wichtiger Schritt zur Entlastung von Familien ist hierbei der Familienbonus Plus“, so Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß. Sie betont weiters, wie wichtig ihr darüber hinaus auch der Schutz von Frauen bei Gewalt in der Familie ist. Hierbei setzt sich die Ministerin für einen österreichweiten Ausbau sowohl des Beratungsangebotes als auch der Anlaufstellen für von Gewalt betroffene Frauen ein.
„Gelingendes Aufwachsen von Kindern ist nur dann möglich, wenn gesellschaftspolitisches Handeln das Kind in den Mittelpunkt stellt und alle zu setzenden Maßnahmen vom Kind aus denkt. Das ist nicht nur im Jahr, in dem sich die Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention zum 30. Mal jährt, oberste Prämisse“, betont die steirische Familienlandesrätin Ursula Lackner, Gastgeberin bei der heutigen Konferenz. „Das gelingt in der Steiermark mit der Initiative ,Gemeinsam stark für Kinder‘, die auch Vorarlberg in Form von ,Kein Kind zurücklassen‘ umsetzt. Dabei steht das Kind im Zentrum einer Vernetzung aller Akteurinnen und Akteure.“
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.