Übelbacherbahn feierte 100-jähriges Jubiläum

v.l.n.r. Roland Kiss, Ernst Gödl, Markus Windisch, Gerhard Harer, Verena Nussbaum, Michael Viertler und Hannes Tieber vor dem Elektrotriebwagen 4042.
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Das 100-jährige Jubiläum der Übelbacherbahn wurde zu einem Fest für die ganze Region und zum Bekenntnis für umweltfreundliche Mobilität. Als besondere Attraktion fuhr der historische Elektrotriebwagen 4042 aus dem Jahr 1936 die elf Kilometer lange Strecke zwischen Peggau-Deutschfeistritz und Übelbach. Nach 23 Jahren kam der 4042, der heute vom Verein „Nostalgiebahnen Kärnten“ als Museumsbahn eingesetzt wird, für das Jubiläum in seine alte Heimat zurück.

Neue Weichen für die Zukunft

Die erste Fahrt auf der Strecke zwischen Peggau-Deutschfeistritz und Übelbach erfolgte am 3. September 1919, zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Die Bahn sollte den Güterverkehr zur damaligen Guggenbacher Papierfabrik (jetzt Areal der Firma Gaulhofer) erleichtern. Heute befördert die Übelbacherbahn jährlich 200.000 Fahrgäste, vorwiegend Schüler und Berufspendler und ist mit dem S-Bahn-System vernetzt. In ihrer 100-jährigen Geschichte erlebte die Bahn Höhen und Tiefen und war zeitweise von der Einstellung bedroht. Klimaschutz und das Bekenntnis zur umweltschonenden Mobilität stellen die Weichen für die Übelbacherbahn in die Zukunft. In den letzten fünf Jahren investierten Land und Bund jährlich 500:000 Euro in das Streckennetz. Künftig soll verstärkt in die Sicherheit investiert werden. 17 Eisenbahnkreuzungen auf privatem Grund gilt es zu sichern. Gespräche mit den Wegeberechtigten werden geführt, betont Dir. Ronald Kiss von den Steiermärkischen Landesbahnen. Bei landwirtschaftlichen Übergängen wären Sperrschranken, die nur der Wegebesitzer entriegeln kann, eine Alternative, die zudem die vorgeschriebenen Hupsignale der Bahn reduzieren würden.

Bahngeschichte schreiben

„Wir arbeiten daran, das Angebot weiter zu verbessern“, sagt der Geschäftsführer der Steiermarkbahn Gerhard Harer. Der nächste Meilenstein kommt mit der Fertigstellung der Koralmbahn und dem Semmeringtunnel, die Bahngeschichte schreiben und das Taktgefüge verändern werden. Die Nebenstrecken seien für das Gesamtsystem dabei besonders wichtig. Zudem wurde im Zuge der Diskussionen um Mobilität der Wert dieser Strecke wieder erkannt, betonte Harer.

Zum Jubiläum wurde die Bahn zum Publikumsmagnet. Hunderte Besucher nutzten die Gelegenheit zur Sonderfahrt und Besichtigung der ausgestellten Fahrzeuge. Eine Briefmarken- und Postkartenausstellung sowie Sondermarken der Post ergänzten das Rahmenprogramm.
Der musikalische Auftakt kam von der Marktmusikkapelle Übelbach unter Kapellmeister Gerald Mitteregger, am Nachmittag sorgte die Fuchsbartl-Banda für Unterhaltung. Mit Eisenbahnfreunden feierten das Jubiläum u.a. die Bürgermeister Markus Windisch/Übelbach, Michael Viertler/Deutschfeistritz und Hannes Tieber/Peggau, die NAbg. Verena Nussbaum und Ernst Gödl, Übelbachs Bgm. a.D. Erich Spörk, Ehren-Landesfeuerwehrrat Alois Rieger sowie eine Abordnung der Zürcher Museumsbahn.

Autor:

Edith Ertl aus Graz-Umgebung

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