"Das ist der gruseligste Krautkeller von Graz" – Graz Inside im Glockenturm

Imposant: Peter Ninaus mit der elektronisch betriebenen Glocke.
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  • Imposant: Peter Ninaus mit der elektronisch betriebenen Glocke.
  • Foto: Foto Jörgler
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Die WOCHE verrät, was eine Bassgeige mit dem Glockenturm zu tun hat und warum die Grazer ihre Liesl mögen.

"Es werden sehr viele Unwahrheiten über den Glockenturm verbreitet", schmunzelt Peter Ninaus. Er ist Fremdenführer und kennt den Glockenturm in- und auswendig. Für die WOCHE-Serie "Graz Inside" verrät er, was man über die Liesl, wie der Glockenturm auch genannt wird, wissen muss.

Hier ist ein Kraut gewachsen

"Der Glockenturm wurde 1588 im Auftrag von Erzherzog Karl II. erbaut und ist 34 Meter hoch", verrät Ninaus. Er beheimatet auch die drittgrößte Glocke des Landes, die dreimal täglich und zwar jeweils um 7, 12 und 19 Uhr, läutet. Dabei gibt es stets 101 Schläge. "Man weiß nicht warum, aber es kann daran liegen, dass dies eine kaiserliche Zahl ist. Dass die Glocke aus 101 Kanonenkugeln der Türken gegossen wurde, stimmt nicht", stellt Ninaus klar.
Unklar ist auch, warum der Turm von den Grazern Liesl genannt wird. "Man vermutet, dass dies aufgrund der Tatsache ist, dass er am Elisabethsonntag geweiht wurde", meint der Fremdenführer. Die 4.633 Kilogramm schwere Glocke hat einen Durchmesser von 197 Zentimetern und vom Eingang führen 51 Stufen zur Glocke.
"Im Keller befindet sich das Verlies, über das es auch zahlreiche Gruselgeschichten gibt, aber diese sind nicht wahr", verrät Ninaus. Der Keller hat die Form einer Bassgeige und wurde schlicht als Krautkeller genutzt. "Aber es ist der gruseligste Krautkeller der ganzen Stadt", lacht Ninaus.

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