Gehsteige, Öffis, Barrierefreiheit und mehr
Infrastruktur-Turbo für Grazer Außenbezirke
- Blick von der Basilika Mariatrost: Im Grazer Außenbezirk Mariatrost will die ÖVP auch einige Verbesserungen umsetzen.
- Foto: Gernot Ambros
- hochgeladen von Cornelia Gassler
Nicht nur die Innenstadt ist in Graz ein Diskussionsthema, auch in den Außenbezirken gibt es einige Punkte, die laut Anwohnerinnen und Anwohnern verbesserungsbedürftig sind. Die ÖVP stellt ihr Paket für diese Bezirke vor und will bessere Gehsteige, Wartehäuschen, den Öffi- und Radwegausbau, mehr Barrierefreiheit, Sicherheit und den Schutz der Einfamilienhausviertel und des Ortsbildes umsetzen.
GRAZ. Liebenau, St. Peter, Waltendorf, Ries, Mariatrost, Andritz, Gösting, Wetzelsdorf, Straßgang, Puntigam: Diese Grazer Bezirke gehören zu den Außenbezirken, denen die ÖVP nun einen Infrastruktur-Turbo verpassen will. ÖVP-Chef Kurt Hohensinner, der das Paket gemeinsam mit Waltendorfs Bezirksvorsteher Peter Mayr präsentiert, kritisiert dort fehlende Gehsteige, mangelnde Barrierefreiheit, unzureichende Wartehäuschen, Sicherheitsdefizite und einen mangelnden Öffi-Ausbau und möchte dies künftig ändern. „Die Rot-Rot-Grüne -Koalition hat die Außenbezirke in den vergangenen fünf Jahren sträflich vernachlässigt. Wir wollen wieder dort investieren, wo die Menschen jeden Tag unterwegs sind: in sichere Gehwege, bessere Öffis, mehr Barrierefreiheit und mehr Sicherheit vor der eigenen Haustür“, sagt Hohensinner.
Öffi-Ausbau und Gehsteigoffensive
Konkret soll es eine Gehsteigoffensive geben, denn in vielen Bezirken warten laut ÖVP einige Projekte seit Jahren auf die Umsetzung und es fehle die Grundlage für sicheres Zufußgehen. Weiters soll umfassend in Wartehäuschen investiert werden, denn viele Haltestellen haben keinen ausreichenden Wetterschutz. Neben der Haltestellen-Infrastruktur will die ÖVP auch die öffentlichen Verkehrsmittel in den Randbezirken ausbauen. Konkret soll die Linie 31 bis zum Straßganger Bad verlängert werden, bessere Taktungen - vor allem am Abend - sollen umgesetzt werden und Park & Ride-Anlagen ausgebaut werden, ebenso soll die Verknüpfung von Bus, Straßenbahn und S-Bahn besser gelingen. Beim Radverkehr soll ein zusammenhängedes Radwegenetz in den Außenbezirken ausgebaut werden.
Mehr Barrierefreiheit und Sicherheit
Weitere wichtige Aspekte in dem Paket sind die Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit. "Abgesenkte Gehsteigkanten, sichere Schutzwege, taktile Leitsysteme und gut beleuchtete Gehwege sind keine Extras, sondern Grundvoraussetzungen für eine moderne Stadt", unterstreicht Hohensinner und hat hier ältere Personen, Familien und Menschen mit Behinderungen im Blick. Zudem soll eine bessere Beleuchtung für mehr Sicherheit auf Gehwegen, in Parks und öffentlichen Verbindungen.
- Mehr Verkehrssicherheit: Kurt Hohensinner fordert beispielsweise in der Waltendorfer Hauptstraße einen Zebrastreifen ein.
- Foto: Stadt Graz
- hochgeladen von Roland Reischl
Ferner spricht sich die ÖVP für den Schutz der Einfamilienhausviertel und des Ortsbildes aus und kritisiert hier vor allem Alexandra Würz-Stadler, Planungssprecherin der Grünen. „Wenn die Planungsprecherin der Grünen Alexandra Würz Stalder den Ruckerlberg vor allem als Beispiel dafür sieht, wie viele Menschen dort zusätzlich wohnen könnten, dann zeigt das ein grundlegendes Missverständnis. Für viele Menschen ist genau diese gewachsene Einfamilienhausstruktur ein wesentlicher Teil ihrer Lebensqualität, egal ob in Waltendorf oder in Puntigam. Wir wollen die Außenbezirke nicht umformen, sondern ihre Stärken erhalten und weiterentwickeln“, so Peter Mayr und Hohensinner ergänzt abschließend: "Die Menschen in den Außenbezirken wollen keine Symbolpolitik, sie wollen konkrete Verbesserungen vor ihrer Haustür."
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