Koordination und Verkehr
Grazer ÖVP fordert besseres Management für alle Baustellen

Markus Huber und Kurt Hohensinner stehen und zwischen ihnen ist ein großer Bildschirm.
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  • Ganz Graz ist eine Baustelle: Unter diesem Motto luden Kurt Hohensinner (rechts) und Markus Huber von der ÖVP Graz zur Pressekonferenz.
  • Foto: Markus Jöbstl
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

Unter dem Titel "Ganz Graz ist Baustelle" lud die Grazer Volkspartei zu einer Pressekonfoerenz, bei der sie das städtische Baustellenmanagement kritisierte und eine bessere Koordination forderte. Dies sei Teil des ÖVP-Mobilitätskonzepts für Graz und soll eine Verbesserung für alle Beteiligten bringen.

GRAZ. "Nicht die einzelnen Baustellen sind das Problem, sondern das fehlende Management dahinter", so beschreibt die Grazer Volkspartei das aus ihrer Sicht bestehende Verkehrschaos. In einer Pressekonferenz erklärten ÖVP-Chef und Spitzenkandidat Kurt Hohensinner und Stadtparteigeschäftsführer Markus Huber, dass es ein modernes Baustellenmanagement brauche. „Die Menschen haben Verständnis für notwendige Baustellen. Aber nicht für Dauerzustände. Viele Grazer haben mittlerweile das Gefühl: Die Stadt wird gleichzeitig aufgerissen – ohne Koordination, ohne Plan, und es hört nie mehr auf“, so Hohensinner. Die ÖVP rechnet vor, dass es im vergangenen Jahr im Stadtgebiet rund 570 Baustellen gleichzeitig gab, dazu kämen jährlich insgesamt 5.000 Baustellen und Grabungen. "Gleichzeitig verbringen Grazerinnen und Grazer mittlerweile rund 104 Stunden pro Jahr im Stau. Mit rund 350 Signalanlagen weist Graz zudem die höchste Ampeldichte unter den österreichischen Landeshauptstädten auf", macht die ÖVP weiter Druck.

Viele Autos stehen in der Grazer Conrad-von-Hötzendorfstraße im Stau.
  • Stau auf den Grazer Straßen: Die ÖVP Graz verlangt ein Baustellenmanagement.
  • Foto: Oliver Wolf
  • hochgeladen von Marcus Stoimaier

Modernes Mobilitätskonzept für Graz

Laut ÖVP sind auch die immer längeren Bauzeiten bei Großprojekten wie etwa der Ausbau der Linie 1 in Mariatrost, eine zusätzliche Belastung. Große Kritik äußert sie aufgrund mangelnder Abstimmung und fehlender Kommunikation mit Anrainern, Betrieben und Pendlern. „Wer dieselbe Straße innerhalb kürzester Zeit mehrmals aufgräbt, zeigt vor allem eines: Dass die Gesamtkoordination nicht funktioniert. Das belastet Pendler, Familien, Betriebe und letztlich den gesamten Wirtschaftsstandort Graz“, führt Huber aus. Hohensinner pocht auf dem Thema der Erreichbarkeit der Grazer Innenstadt und unterstreicht: „Erreichbarkeit ist kein Nebenthema. Erreichbarkeit ist ein harter Standortfaktor. Gute Politik muss Probleme lösen und den Menschen das Leben leichter machen – nicht schwerer."

Daher fordert die ÖVP ein modernes Baustellenmanagement, wie es etwa in Hamburg mit dem digitalen Koordinierungssystem "ROADS" passiert. Weitere Teile des Mobilitätskonzepts für Graz sollen intelligente Ampelsteuerungen mit KI-Unterstützung, moderne Parkleitsysteme, leistungsfähige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen und mehr Vernetzung statt ideologischer Maßnahmen sein. "Eine moderne Stadtverwaltung kann Baustellen nicht mehr organisieren wie vor 20 Jahren. Baustellen sind notwendig, Verkehrschaos ist es nicht", sagt Hohensinner abschließend und kündigt einen dringlichen Antrag im Gemeinderat zu diesem Thema an.

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