Graz wählt im Juni 2026
So will Hohensinner Bürgermeister werden, ÖVP-Liste steht
- "Ja, ich will Grazer Bürgermeister werden", formulierte Kurt Hohensinner das Ziel der ÖVP.
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Grazer Volkspartei präsentierte die Liste für die Gemeinderatswahl: Ehemalige Neos-Gemeinderätin Sabine Reininghaus und Sturms Meisterkicker Gilbert Prilasnig sind mit an Bord.
GRAZ. Rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am „Zukunftstag“ der Grazer Volkspartei den offiziellen Auftakt für den Gemeinderatswahlkampf am 28. Juni gesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neben Fachvorträgen – unter anderem von Energieexperte Karl Rose und Verkehrsplaner Kurt Fallast – vor allem die Präsentation der neuen Gemeinderatsliste.
- Gut gefüllt war die List-Halle beim Wahlkampfautakt der Grazer ÖVP.
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Die Partei tritt mit insgesamt 96 Kandidatinnen und Kandidaten an, ergänzt durch 17 Bezirksspitzen. Laut Stadtrat Kurt Hohensinner soll die Liste ein breites gesellschaftliches Spektrum abbilden. „Unsere Gemeinderatsliste steht für das, was Graz jetzt braucht: 96 starke Persönlichkeiten aus allen Bezirken und aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Menschen, die mitten im Leben stehen, die wissen, wo der Schuh drückt, und die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, so Hohensinner.
Altbewährtes, Partei-Hopper und Fußballstar
Zu diesen Personen zählen neben Hohensinner selbst Stadträtin Claudia Unger, Parteigeschäftsführer Markus Huber (Platz 3) und Klubchefin Anna Hopper (Platz 4). Für die bunten Flecken auf der Liste sorgen unter anderem Neos-Gemeinderätin Sabine Reininghaus, die auf Platz 30 gereiht ist, und der Elfte auf der Liste, Gilbert Prilasnig, Teil des „Wunderteams“ des SK Sturm in der Osim-Ära. Vielleicht hat ja er eine Idee, wie es Graz zu einem neuen Stadion schaffen könnte …
- Spannender Kandidat: Ex-Sturm-Spieler Gilbert Prilasnig kandidiert für die ÖVP.
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Ein besonderer Fokus liegt laut Parteiangaben auf der Öffnung über klassische Parteigrenzen hinaus. „Unsere Liste besteht nicht nur aus Parteimitgliedern. Wir sind eine breite bürgerliche Bewegung, ein Angebot für all jene, die mit der aktuellen Politik unzufrieden sind und sich Veränderung wünschen“, erklärte Hohensinner.
Unter den Top 10 auf den Plätzen fünf bis zehn sind weiters der Obmann des Grazer Wirtschaftsbundes Bernhard Bauer, die Bündeobleute Barbara Gartner-Hofbauer (Platz 6) und Georg Topf (Platz 7), Unternehmerin Vanessa Legenstein (Platz 8), JVP-Obmann Konstantin Nöst (Platz 9) und auf Platz 10 die Lehrerin Johanna Eichinger Eisel-Eiselsberg.
Die ersten zehn Plätze gelten als Fixplätze, danach entscheidet die Anzahl der Vorzugsstimmen. Für eine Vorreihung des Listenplatzes sind mindestens 200 Vorzugsstimmen nötig. So könnten es auch Norbert Meindl, ehemaliger Vizepräsident der Ärztekammer, von Platz 17, Unternehmer Philipp Hochstrasser (Platz 19), Georg Pessler, Obmann der Landespersonalvertretung (Platz 23) oder ÖGK-Landesstellenvorsitzende Beatrice Erker (Platz 26) weiter nach vorn schaffen.
„Ich will Bürgermeister werden“
Mit Blick auf die bevorstehende Wahl betonte Hohensinner die Bedeutung der politischen Entscheidung. „Es geht um die Zukunft unserer Stadt und ihrer Menschen. Und ja, ich will Bürgermeister dieser Stadt werden“, sagte er. Zugleich übte er Kritik an der aktuellen Stadtpolitik und stellte einen Kurswechsel in Aussicht. Graz stehe vor einer „Richtungsentscheidung“, so Hohensinner.
Abschließend formulierte er das Ziel seiner Partei: „Wir können diese Rot-Rot-Grüne-Koalition aufbrechen. Wir können die falsche Politik von Kahr und Schwentner in die Pension schicken.“ Resümee: Bei der Grazer ÖVP ist Kampfeswille zu spüren, trotz der schwierigen Startbedingungen und einer gefühlt am Wahltag ungefährdeten Bürgermeisterin Elke Kahr ist man scheinbar gewillt, die Hoffnung nicht aufzugeben. Eine erste Mobilisierung der eigenen Mannschaft ist jedenfalls gelungen.
- Bunte Palette: Das sind die Kandidatinnen und Kandidaten der Grazer ÖVP.
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