Studie von PA Digital
Zwei von drei Grazer Wahlärzten werden von ChatGPT nicht empfohlen
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GRAZ. Die Grazer Digitalagentur PA Digital hat in einer eigenen Studie untersucht, welche Wahlärztinnen und Wahlärzte in Graz und Graz-Umgebung von KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity und Gemini empfohlen werden. Das Ergebnis: 68 Prozent tauchen in keiner einzigen Antwort auf.
Wer heute einen Hautarzt, Orthopäden oder eine Frauenärztin sucht, fragt immer öfter nicht mehr Google, sondern gleich einen KI-Assistenten. Die Antwort ist dann keine Linkliste, sondern eine kurze Auswahl konkreter Namen. PA Digital, spezialisiert auf Sichtbarkeit in Google und KI-Suchen, wollte wissen, welche Ärztinnen und Ärzte auf diesen Listen landen.
Dafür hat PA Digital 276 aktive Wahlarzt-Ordinationen in Graz und Graz-Umgebung aus sechs Fachrichtungen erhoben: Dermatologie, Orthopädie, Gynäkologie, Augenheilkunde, Innere Medizin sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Grundlage war das Verzeichnis der Ärztekammer Steiermark. Anschließend wurden ChatGPT, Perplexity und Gemini insgesamt 108 typische Patientenfragen gestellt, etwa „Ich habe Knieschmerzen beim Laufen. Welcher Orthopäde in Graz ist gut?“
Nur 89 der 276 Ordinationen wurden überhaupt genannt. 187 Wahlarzt-Ordinationen, also 68 Prozent, kamen in keiner Antwort vor. Besonders deutlich ist das in großen Fächern: In der Inneren Medizin wurden nur 15 Prozent der Ordinationen genannt, in der Orthopädie 28 Prozent.
Auffällig ist auch, wie wenig sich die KIs einig sind. Nur 18 Ordinationen wurden von allen drei Assistenten empfohlen. Und selbst wer dieselbe Frage zweimal stellt, bekommt im Schnitt nur zu 55 Prozent dieselben Namen genannt.
Die eigene Website entscheidet dabei kaum: Sichtbare und unsichtbare Ordinationen hatten fast gleich oft eine. Den Unterschied machen Bewertungen und Arztportale. Von der KI genannte Ordinationen hatten im Median 23 Google-Bewertungen, nicht genannte nur 4. Das Arztportal Docfinder wurde in zwei von drei Antworten von ChatGPT und Perplexity als Quelle genutzt.
„Viele Ärztinnen und Ärzte wissen gar nicht, dass sie bei diesen Anfragen nicht vorkommen“, sagt Philipp Paizoni, Gründer von PA Digital. „Dabei sind es oft einfache Dinge, die helfen: ein gepflegtes Google-Profil, echte Patientenbewertungen und überall dieselben Kontaktdaten.“
Über die Studie:
Die Studie „KI-Sichtbarkeit von Wahlärzten in Graz 2026“ wurde von PA Digital am 25. September 2026 durchgeführt. Untersucht wurden 276 aktive Wahlarzt-Ordinationen und 108 Antworten von ChatGPT, Perplexity und Gemini. Da sich KI-Antworten laufend ändern, ist die Studie eine Momentaufnahme. Die vollständigen Ergebnisse gibt es auf padigital.at.
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