Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür: Jeder Steirer kauft im Schnitt sechs Geschenke

Das Weihnachtsgeschäft naht: Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria, Spartenobmann Gerhard Wohlmuth und Helmut Zaponig, Geschäftsführer der Sparte Handel in der WKO Steiermark (v.l.), sehen dem Weihnachtsgeschäft positiv entgegen.
  • Das Weihnachtsgeschäft naht: Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria, Spartenobmann Gerhard Wohlmuth und Helmut Zaponig, Geschäftsführer der Sparte Handel in der WKO Steiermark (v.l.), sehen dem Weihnachtsgeschäft positiv entgegen.
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Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Nicht nur bei Schenkenden ist dies im Advent ein dominantes Thema, auch bei der Sparte Handel der Wirtschaftskammer sieht man dem Weihnachtsgeschäft gespannt entgegen. Und positiv. "Im Schnitt schenken die Steirer sechs Geschenkspackerl pro Person her, in Summe macht das sechs Millionen Packerl", erklärt Spartenobmann Gerhard Wohlmuth. Gemeinsam mit Spartengeschäftsführer Helmut Zaponig und Ernst Gittenberger von KMU Forschung Austria gaben sie eine Prognose für das heurige Weihnachtsgeschäft ab.

Positive Stimmungslage

Für die Geschenke plant der Steirer im Schnitt ein Budget in Höhe von 370 Euro, was in Summe 200 Millionen Euro ausmacht. "Wir erwarten für die Branche ein leichtes Plus", meint Wohlmuth. Diese optimistische Einstellung wird durch eine Umfrage unter 1.500 Österreichern und zusätzlich 200 Steirern untermauert. "91 Prozent der Steirer kaufen Weihnachtsgeschenke", erklärt Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria. So werden in Summe 970.000 Steirer Geld für Geschenke ausgeben. Die sinkende Arbeitslosenquote und das um zwei Prozent gestiegene Beschäftigungswachstum tragen zu den Konsumausgaben einen positiven Teil bei. "Das Weihnachtsgeschäft beträgt dabei 2,2 Prozent des Jahresumsatzes, denn das Weihnachtsgeschäft ist der Mehrumsatz im Dezember, der das Normalmaß der Monate Jänner bis November übersteigt", erklärt Gittenberger.

Stationärer Handel im Vorteil

Vor allem für den Einzelhandel in den Bereichen Spielwaren, Uhren, Schmuck, Papier und Buchwesen sowie Elektro ist das Weihnachtsgeschäft von großer Bedeutung. "Für diese Branchen ist dieser Umsatz essenziell", betont Gittenberger. Gutscheine sind dabei nach wie vor die Nummer Eins bei Weihnachtsgeschenken – ganze 41 Prozent entscheiden sich dafür. Dahinter liegen Bücher (37 Prozent), Spielwaren (33 Prozent) und Bekleidung (31 Prozent). Bargeld liegt mit 16 Prozent auf dem letzten Rang.
"Besonders erfreulich ist, dass viele ihre Einkäufe im stationären Handel tätigen", freut sich Wohlmuth. Denn 47 Prozent der Steirer informieren sich zwar im Internet über die Produkte, tatsächlich online kaufen sie aber nur 34 Prozent. "Nur eines von sieben Geschenken wird dabei online gekauft", erklärt Gittenberger. Dadurch fließt jeder neunte Weihnachtseuro ins Internet.

Frühstarter und Spätzünder

"Wie sich das Geschäft tatsächlich entwickeln wird, kann erst nach Weihnachten gesagt werden", führt Wohlmuth aus. Denn das Einlösen der Gutscheine und der Umtausch von bereits getätigten Einkäufen im Advent müsse auch berücksichtigt werden. Da der Anteil der "Late Shopper", also jener Menschen, die ihre Weihnachtseinkäufe spät erledigen, immer mehr steigt, verschiebt sich das Weihnachtsgeschäft in den Jänner. "Das sind meist Männer und unter 30-Jährige, 'Early Shopper' ist meist weiblich und älter", führt Gittenberger aus und erörtert, dass für die Steirer zu Weihnachten Familie auf dem ersten Platz steht.
"Und noch ein wichtiger Hinweis: Der 24. Dezember ist heuer ein Sonntag. Also müssen alle Geschenke davor eingekauft werden", gibt Helmut Zaponig einen gut gemeinten Tipp mit auf den Weg.

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