"Zeit ist das höchste Gut des Lebens" – Business Lunch mit Mühlbauer Uhren & Schmuck

Auf gute Nachbarschaft: Robert Mühlbauer und Martina Maros-Goller (WOCHE, r.) wurden im Pastis von Ildiko Ortner bestens bewirtet.
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  • Auf gute Nachbarschaft: Robert Mühlbauer und Martina Maros-Goller (WOCHE, r.) wurden im Pastis von Ildiko Ortner bestens bewirtet.
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Seit dem Jahr 1864 ist das Unternehmen Mühlbauer eine der Top-Adressen für Uhren und Schmuck.

Die Leonhardstraße ist schon seit mehr als 150 Jahren Heimatadresse von Mühlbauer Uhren und Schmuck. Generationen von Grazern haben dort bereits wertvolle Stücke erworben und schätzen auch heute noch die Qualität der Produkte sowie die kompetente Reparatur von Uhrenmarken aller Hersteller. Im Business-Lunch erzählt Geschäftsführer Robert Mühlbauer von der langen Geschichte des Familienunternehmens, zeitlosem Schmuck und der Bedeutung von Zeit.

WOCHE: Sie sind seit Generationen im Geschäft. Wie ist die Einstellung der Grazer zu Uhren und Schmuck?
Robert Mühlbauer: Mit einer guten, wertvollen Uhr und echtem Schmuck investiert man in zeitlose und wertbeständige Dinge. Unsere Kunden wissen das zu schätzen und suchen sich bewusst Produkte aus, mit denen sie lange eine Freude haben und die sie auch an die nächste Generation weitergeben können.

So wie Ihnen auch das Geschäft weitergegeben wurde?
Ja, so in etwa (lacht). Wir sind seit der Firmengründung durch meinen Ururgroßvater ein Familienunternehmen, und ich bin bereits die fünfte Generation, die diesen Beruf ausübt. Für mich war es seit meinem 17. Lebensjahr klar, dass ich den Betrieb übernehmen werde, und übe ihn auch mit viel Freude aus. Mein Vater ist zwar schon in Pension, aber immer noch tätig, da viele Kunden seine Expertise sehr schätzen und explizit zu ihm möchten.

Die Reparatur von Uhren zählt also zu Ihren Schwerpunkten?
Ja, wir haben die offizielle Service-Vertretung für Omega, Rado, Longines, Tissot und Zeno inne und reparieren darüber hinaus alle Uhrenmarken. Wir haben ein riesiges Ersatzteillager und das nötige Know-how, um jede Uhr – egal, ob modern oder antik – kompetent reparieren zu können, und das zu einem fairen Preis.

Wie hoch ist der Stellenwert von Uhren in der Smartphone-Ära, wo immer mehr Menschen die Zeit am Handy ablesen?
Leider tragen heute mit Sicherheit aufgrund von Handys weniger Menschen eine Uhr, aber diejenigen, die eine tragen, wissen den Wert zu schätzen und erachten es als Statement. Zudem ist die Uhr eines der wenigen Schmuckstücke, das bei Männern beliebt ist und darüber hinaus mit einem Nutzen verbunden ist.

Was fragen Kunden beim Schmuck am häufigsten nach?
Das ist individuell und kann nicht pauschal beantwortet werden. Oft werden Geschenke gekauft – dabei gönnt man sich auch selbst etwas, oder gewisse Kunden lassen die zu beschenkende Person auch direkt vor Ort etwas aussuchen. Wir achten bei all unseren Schmuckstücken auf herausragende Qualität und auf zeitloses Design, da Klassiker immer eine gute Wahl sind und nie aus der Mode kommen.

Mit gleich zwei Filialen in der Leonhardstraße sind Sie ein Fixpunkt der dortigen Unternehmerlandschaft. Wie bewerten Sie diesen Standort?
Wir sind sehr gerne in der Leonhardstraße, meine Großeltern haben sich bewusst gegen die Innenstadt entschieden. Mittlerweile passiert aber sehr wenig in der Leonhardstraße. Parkplätze wurden uns weggenommen, und auch sonst wird wenig unternommen, um die Leonhardstraße zu attraktivieren. Im Advent könnte man beispielsweise auch hier eine Weihnachtsbeleuchtung installieren und ein paar Glühweinstände aufstellen. Die Leonhardstraße hat einen besonderen Charme und viel Potenzial, nur wird dieses derzeit leider nicht genutzt.

Welche Bedeutung hat Zeit für Sie als Uhrmacher?
Die Zeit ist das höchste Gut, das wir im Leben haben, und daher sollten wir besonders sorgfältig damit umgehen.

Das ist Robert Mühlbauer

Geboren am 20. Juli 1979 in Graz.
Ausgebildeter Uhrmacher und Einzelhandelskaufmann.
Ist bereits mit 17 Jahren in das Familienunternehmen eingestiegen und hat sukzessive immer mehr Verantwortung übernommen.
2009 kam die zweite Mühlbauer-Filiale in der Leonhardstraße 12 hinzu, deren Filialleiter er von Beginn an wurde.
Seit Februar 2019 hat er die Leitung des Betriebes übernommen und ist seitdem selbstständig.
Er selbst trägt gerne Uhren und setzt dabei auf klassisches Design.
Geht es nach internationalen Uhrenherstellern, sind derzeit Vintage-Modelle wieder im Trend, egal, ob sie tatsächlich antik sind oder neu hergestellt werden.
Wenn es die Zeit zulässt, fährt er gerne auf Urlaub.
Eine seiner Lieblingsdestinationen ist dabei das kroatische Rovinj. Dort schätzt er die liebliche Altstadt, das Flair und die Herzlichkeit der Menschen.
Derzeit bleibt für seine Hobbys, die er früher ausgeübt hat, keine Zeit. Falls es aber doch einmal eine Möglichkeit gibt, dann geht er gerne Surfen, Tauchen, Snowboarden oder Segeln.
Derzeit bezeichnet er aber seine Arbeit auch als sein größtes Hobby, da er dort die meiste Zeit verbringt.
Zudem fährt er gerne in die Südsteiermark, wo seine Mutter wohnt.

Infos zu Mühlbauer Uhren und Schmuck

Gegründet wurde Mühlbauer Uhren und Schmuck 1864. Ein von Uhrmachermeister Karl Schöpfer gefertigtes und unverkäufliches Exemplar steht noch heute in der Leonhardstraße.
Bis 1952 wurde sogar die Uhr des Uhrturms durch Mühlbauer repariert und instand gehalten.
1948 übernahmen Friedrich Mühlbauer und seine Frau Bozena, Tochter von Karl Schöpfer und erste Uhrmachermeisterin der Steiermark, den Betrieb.
Ihnen folgten Fritz und Helga Mühlbauer in der Geschäftsführung nach. Heuer übernahm Robert Mühlbauer, der Sohn von Fritz Mühlbauer, die Leitung des Unternehmens.
Standort: Leonhardstraße 12 und 6, 8010 Graz
Kontakt: 0316/34 89 81
Web:www.muehlbauer-uhren.at
Öffnungszeiten: Leonhardstraße 12: Montag bis Freitag: 9 bis 12.30 Uhr, 14 bis 18 Uhr, Leonhardstraße 6: Dienstag und Mittwoch: 8 bis 12.30 Uhr, 15 bis 17 Uhr

Gast & Wirtschaft

Pastis
Café – Bar – Bistro

Leonhardstraße 2, 8010 Graz
Telefon: 0316/89 07 32
Web:www.pastis.at
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 8 bis 24 Uhr, Ruhetag an Sonn- und Feiertagen
Beschreibung: Das – mittlerweile rauchfreie – Pastis gehört zu den Fixsternen am Grazer Gastro-Himmel und hat durch die kürzliche Neuübernahme einen neuen Schliff erhalten. Auf zwei Stockwerken laden die großzügige Frühstückskarte, Mittagsmenüs und eine ansprechende Abendkarte – ganz nach französischem Lebensgefühl – zum Verweilen ein.
Das Essen: Robert Mühlbauer entschied sich für das Mittagsmenü, Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salat, für WOCHE-Redakteurin Martina Maros-Goller gab es den Toast Le Grand Croque Madame aus Bio-Franziskus-Brot, Schinken, Bergkäse, Spiegelei und Grünzeug.
Die WOCHE meint: Gemütlichkeit trifft Gastlichkeit. Im Pastis fühlt man sich einfach wohl, und auch das gastronomische Angebot überzeugt. Egal, zu welcher Tageszeit, das Pastis ist der ideale Ort für einen Kaffee mit der Freundin, ein Date oder – wie in diesem Fall – einen Business-Lunch.

Autor:

Martina Maros-Goller aus Graz

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