Covid-19 in Tirol
"Bleibt's daham und g'sund"! – Das Leben in der Quarantäne im Paznaun – mit VIDEO

Das Paznaun unter Quarantäne: Beim Checkpoint in Wiesberg kamen am Sonntag nur mehr vereinzelte Fahrzeuge. Bild entstand vor der Ausgangssperre!
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  • Das Paznaun unter Quarantäne: Beim Checkpoint in Wiesberg kamen am Sonntag nur mehr vereinzelte Fahrzeuge. Bild entstand vor der Ausgangssperre!
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PAZNAUN, SEE, KAPPL (otko/sica). Seit Bundeskanzler Sebastian Kurz in einer Pressekonferenz verkündet hat, das Paznaun mit den Orten Ischgl, Kappl, Galtür und See sowie die Gemeinde St. Anton am Arlberg unter Quarantäne zu stellen, ist nichts mehr wie zuvor. Auch die beiden Landecker BEZIRKSBLÄTTER-Redakteure Carolin Siegele (sica) und Othmar Kolp (otko) sind ihren Heimatorten Langesthei und See seit 13. März eingeschlossen.

Ein Ausnahmezustand für das bereits Katastrophen-erprobte Tal. Doch nach Sperre aufgrund von Lawinengefahr und nach Lawinen- und Hochwasser- und Murenkatastrophen werden die Bewohner mit verordneter Quarantäne für das ganze Tal aufgrund des neuartigen Corona-Virus  mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert.
"Im Rahmen dieser Geschichte werden wir nun bis zum Ende der verordneten Quarantäne am 13. April aus dem Paznaun vor Ort berichten", so Carolin Siegele und Othmar Kolp.

Tag 18 in Quarantäne (31. März)

Eine neue BEZIRKSBLÄTTER Woche beginnt (wie letzte Woche schon angemerkt startet die "Zeitungswoche" nach Abgabe am Montag mit Dienstag). Neue Ideen werden gesammelt, neue Beiträge für die kommende Ausgabe recherchiert. Neben Telefonaten helfen uns auch digitale Möglichkeiten wie Videokonferenzen, uns miteinander auszutauschen. 

Die BEZIRKSBLÄTTER Landeck im Videocall: Daniel, Tanja, Othmar, Verena und Caro (von oben nach unten).
  • Die BEZIRKSBLÄTTER Landeck im Videocall: Daniel, Tanja, Othmar, Verena und Caro (von oben nach unten).
  • Foto: Siegele
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(Ist aber trotzdem leider kein Ersatz für unsere gemeinsamen Mittagessen, bei der oft nebenbei gute Ideen entstehen... )

Tag 17 in Quarantäne (30. März)

Über Nacht zurück im Winter Wonderland! Naja nicht ganz, aber nach wochenlangem, strahlend schönen Frühlingswetter fühlt es sich so an, wenn wieder weiße Flocken fallen.

Zurück im Winter.

Heute geht die dritte Zeitungsproduktion aus dem Homeoffice in den Endspurt. Bis 15.00 Uhr wird noch an Artikeln gefeilt, layoutiert und schlussendlich die Ausgabe für den Druck freigegeben. Dritte erfolgreiche Home-Office Produktion: Check!
Nachdem in der Pressekonferenz der Bundesregierung die Pflicht für Mund-Nasenschutzmasken in Supermärkten bekanntgegeben wurde schnappte ich (Caro) mir die Nähmaschine und funktionierte das Home-Office ein bisschen um.

Home-Näh-Office (zur Sicherheit die Anleitung auf dem Bildschirm).
  • Home-Näh-Office (zur Sicherheit die Anleitung auf dem Bildschirm).
  • Foto: Siegele
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Und siehe da, meine Nähkenntnisse aus Schulzeiten ließen mich nicht im Stich (Achtung Wortwitz). Für eine selbstgemachte Maske nach Anleitung des ORF muss man aber auch kein Profi sein - probiert es doch selbst aus, ist ganz einfach. 
Zwar nicht so schnell wie Ramona (eine Maske in einer Viertelstunde, da kann ich noch lange üben), aber vier Stück habe ich auch schon geschafft - Es wird!

Erste Maske abgenäht! Übung macht den Meister :-)
  • Erste Maske abgenäht! Übung macht den Meister :-)
  • Foto: Siegele
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Nach drei Wochen war es wieder Mal an der Zeit den Müll auf den Recyclinghof zu bringen. In See gab es einen größeren Stau, da nur fünf Autos gleichzeitig in den Recyclinghof einfahren durften. Durch die Einweisung und Blockabfertigung seitens der Feuerwehr und des Gemeindemitarbeiters konnten die Hygiene- und Abstandregelungen eingehalten werden. Alle Leute zeigten sich trotz der längeren Wartezeiten einsichtig. Momentan läuft in den Quarantänegebieten das Leben für viele sowieso auf der eher gemächlichen Seite.

Blockabfertigung: Beim Recyclinghof See war einiges los.
  • Blockabfertigung: Beim Recyclinghof See war einiges los.
  • Foto: Othmar Kolp
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Gleichzeitig lief auch die Abreise der ausländischen Saisonarbeiter und der österreichischen Gäste. Seit 14. März waren nicht mehr so viele Autos und Busse auf der B188 Paznauntalstraße zu sehen.

Die Ausreise der ausländischen Saisonarbeiter und österreichischen Gäste aus dem Paznaun.
  • Die Ausreise der ausländischen Saisonarbeiter und österreichischen Gäste aus dem Paznaun.
  • Foto: Hubert Matt
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Tag 16 in Quarantäne (29. März)

Ein Spruch, der mir (Caro) in den letzten Wochen vermehrt in den sozialen Netzwerken Facebook oder Instagram aufgefallen ist: "Geduld ist nicht die Fähigkeit zu warten, sondern die Fähigkeit beim Warten gut gelaunt zu bleiben." (Autor unbekannt). Deswegen hab ich mir Mixer, Schüssel und die notwendigen Zutaten geschnappt und einen "Gute-Laune-Gugelhupf" gebacken.

Kuchen und schlechte Laune? Passt einfach nicht zusammen.
  • Kuchen und schlechte Laune? Passt einfach nicht zusammen.
  • Foto: Siegele
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Tag 15 in Quarantäne (28. März)

Ein weiteres Wochenende in Quarantäne, wobei man eh kaum einen Unterschied zu den anderen Wochentagen merkt. Durch die Einschränkung an Freizeitmöglichkeiten nimmt man sich allerdings Zeit für Vorhaben, die sonst immer aufgeschoben werden, zum Beispiel den Kleiderschrank ausmisten.

Tag 14 der Quarantäne (27. März)

Zwei Wochen Quarantäne sind geschafft, ohne besondere Vorkommnisse. Heute um 13.00 Uhr findet die Planung für die dritte BEZIRKSBLÄTTER-Ausgabe aus dem Home-Office statt, auch daran haben wir uns schon gewöhnt und unsere "Büros" dementsprechend eingerichtet.

So sieht es aus, wenn unser Team von zuhause aus "Zeitung macht".
  • So sieht es aus, wenn unser Team von zuhause aus "Zeitung macht".
  • Foto: Bezirksblätter Landeck
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Gestern habe ich (Caro) noch ein bisschen gewerkt - Was es damit auf sich hat, seht ihr in Kürze auf der Facebook Seite der BEZIRKSBLÄTTER Landeck oder auf meinbezirk.at/landeck.

Home-Office der anderen Art.

Tag 13 der Quarantäne (26. März)

Heute lässt die Internetverbindung (Caro) leider wieder sehr zu wünschen übrig - E-Mails kommen mit größeren Verzögerungen an, der Inhalt wird erst nach mehreren Minuten Ladezeit angezeigt. Hoffentlich nur eine kurze Störung wie am Beginn der Quarantäne.
Was schon alle irgendwie geahnt haben, ist heute offiziell eingetreten. Die Quarantäne mit den Sonderregelungen für das Paznaun und St. Anton am Arlberg wird bis 13. April verlängert. Somit geht auch unser Tagebuch weiter. Nichtsdestotrotz heißt es weiterhin positiv in die Zukunft blicken und hoffen, dass die Maßnahmen wirken und die Covid-Fälle zurückgehen. In diesem Sinne: "Bleibt gesund!"

Ein abendlicher Spaziergang am 26. März durch See.
  • Ein abendlicher Spaziergang am 26. März durch See.
  • Foto: Othmar Kolp
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Tag 12 der Quarantäne (25. März)

Wir nähern uns schon dem Ende der zweiten Woche in Quarantäne. Die Zeit vergeht je nach Tag unterschiedlich schnell. Die Sonderregelung der Verkehrsbeschränkung soll am 28. März aufgehoben werden, bis jetzt hat man noch nichts anderweitiges gehört.
Mittlerweile ist neben den Mahlzeiten, dem Lesen der Tageszeitungen auch der Gang zum Briefkasten ein tägliches Highlight. Auch die aktuelle Ausgabe der BEZIRKSBLÄTTER, die wir am Montag im Home-Office produziert haben, ist heute schon im Briefkasten. An dieser Stelle nochmals ein Danke an alle MitarbeiterInnen der Post für ihren Einsatz im Quarantäne-Gebiet.

Die Postzustellung – im Bild die aktuelle Ausgabe der BEZIRKSBLÄTTER Landeck – funktioniert reibungslos.
  • Die Postzustellung – im Bild die aktuelle Ausgabe der BEZIRKSBLÄTTER Landeck – funktioniert reibungslos.
  • Foto: Othmar Kolp
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Tag 11 der Quarantäne (24. März)

Bereits der elfte Tag in Isolation, wieder einmal bei strahlendem Sonnenschein. 
Am Dienstag beginnt immer die neue BEZIRKSBLÄTTER Woche – es werden neue Ideen gesammelt und Recherche für Beiträge durchgeführt. Zurzeit klarerweise alles telefonisch, was soweit ganz gut funktioniert. Aufgrund der aktuellen Ereignisse geht uns jedenfalls die Arbeit vorerst nicht aus.

Im Home-Office (Othmar) wird auch in der zweiten Quarantäne-Woche fleißig gearbeitet.
  • Im Home-Office (Othmar) wird auch in der zweiten Quarantäne-Woche fleißig gearbeitet.
  • Foto: Othmar Kolp
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Am Nachmittag erhielten wir (Caro) eine Lieferung vom Sparmarkt Kleinheinz in Kappl, der einen Lieferservice anbietet. Am Abend vorher konnte ganz unkompliziert eine Liste per E-Mail geschickt werden, die Lieferung erreichte uns am folgenden Nachmittag. Um persönlichen Kontakt zu reduzieren wird das Warenpaket vor die Haustür gestellt und es liegt die Rechnung mit Erlagschein bei. Danke für diesen tollen Service, den viele Geschäfte derzeit anbieten!

Tolles Angebot das auch super funktioniert hat: Der Lieferservice vom Sparmarkt Kleinheinz in Kappl.
  • Tolles Angebot das auch super funktioniert hat: Der Lieferservice vom Sparmarkt Kleinheinz in Kappl.
  • Foto: Siegele
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Tag 10 der Quarantäne (23. März)

Die zweite Home-Office Produktion ist bereits in vollem Gange und funktioniert bis jetzt (ca. 09.00 Uhr) problemlos. Um 14 Uhr ist die die aktuelle Ausgabe bereits fix und fertig in der Druckerei angelangt. Unsere LeserInnen bekommen natürlich am Mittwoch und Donnerstag in gewohnter Qualität die BEZIRKSBLÄTTER. Ab dieser Stelle auch ein Dank an die Postmitarbeiter.
Meine Frau (Othmar) feiert heute Geburtstag. Trotz der Corona-Krise gibt es eine Feier im kleinsten Familienkreis, ein paar kleine Geschenke und auch einen selbst gebackenen Kuchen. Auch an dieser Stelle nochmals "Alles Gute zum Geburtstag!".

Auch der erste Lebensmitteleinkauf im örtlichen Supermarkt in See seit Verhängung der Quarantäne verlief ohne Probleme. Es war eine überschaubare Kundenanzahl im Geschäft. Trotzdem heißt es Abstand halten und niemanden gefährden. Auch die Kassamitarbeiterinnen – die neuen Alltagsheldinnen – sind jetzt durch Plexiglasscheiben geschützt. Bargeldlos zahlen ist nun selbstverständlich. Alle aufgelisteten Produkte waren vorhanden, sogar beim Obst gab es eine große Auswahl.

Tag 9 der Quarantäne (22. März)

Wenig einladendes Wetter macht es leicht, im Haus zu bleiben.
  • Wenig einladendes Wetter macht es leicht, im Haus zu bleiben.
  • Foto: Siegele
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Der zweite Sonntag in Quarantäne, bei eindeutigem Couchwetter. Der Nebel hängt über dem ganzen Tal, da fällt es nicht sonderlich schwer sich an die häusliche Isolation zu halten.

Täglicher Besuch am Balkon - Eichhörnchen halten sich scheinbar nicht an die Vermeidung sozialer Kontakte...
  • Täglicher Besuch am Balkon - Eichhörnchen halten sich scheinbar nicht an die Vermeidung sozialer Kontakte...
  • Foto: Siegele
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 Am Nachmittag besserte sich das Wetter und ein kurzer Spaziergang war möglich. Begegnet ist uns dabei niemand, alle halten sich nach wie vor an die Vermeidung sozialer Kontakte.

Tag 8 der Quarantäne (21. März)

Die leere Hauptstraße durch See am 21. März.
  • Die leere Hauptstraße durch See am 21. März.
  • Foto: Othmar Kolp
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Auch heute verlief der Tag wenig spektakulär. Einzig da Wetter war nicht mehr so angenehm und frühlingshaft wie in den vergangen Tagen. Neben ein wenig Lektüre, Recherche und Schreibarbeit gab es natürlich auch einen notwendigen Spaziergang an der frischen Luft. Ansonsten herrscht wie auch den vergangenen Tagen eine eher ruhige Stimmung im Dorf. Vereinzelt sind Spaziergänger zu sehen, wenige Autos sind am Weg und wie jeden Tag fährt der Linienbus (meist gänzlich ohne Passagiere) seine Runden zwischen See und Galtür. Bei den Supermärkten läuft alles in gewohnten Bahnen.

Bei den Supermärkten lauft alles in gewohnten Bahnen.
  • Bei den Supermärkten lauft alles in gewohnten Bahnen.
  • Foto: Othmar Kolp
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Tag 7 der Quarantäne (20. März)

Bereits eine Woche in Quarantäne und eine Woche Home-Office liegen hinter uns. So weit, so gut. Die erste Zeitungs-Produktion von zuhause aus letzten Montag verlief problemlos, heute um 13.00 Uhr findet die Planung für kommende Ausgabe statt.
Meine täglichen Balkonkonzerte (Caro) um 18.00 Uhr werden jeden Tag durchgeführt, mittlerweile mit Stammhörerschaft und täglichen Musikwünschen. Ein kleiner Beitrag zu guter Laune trotz Quarantäne.

Die Postzustellung funktioniert: An dieser Stelle ein großer Dank an alle Systemerhalter.
  • Die Postzustellung funktioniert: An dieser Stelle ein großer Dank an alle Systemerhalter.
  • Foto: Othmar Kolp
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Tag 6 der Quarantäne (19. März)

Auch am Parkplatz beim MPreis-Supermarkt am Ortseingang von See ist kaum ein Pkw zu sehen.
  • Auch am Parkplatz beim MPreis-Supermarkt am Ortseingang von See ist kaum ein Pkw zu sehen.
  • Foto: Othmar Kolp
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Wieder einmal strahlender Sonnenschein über dem Bergpanorama vom Paznaun, da hätten sich sicher die Meisten auf den Weg ins Skigebiet gemacht. Stattdessen sitzen jetzt alle zuhause, teilweise im Home-Office oder beim Frühjahrsputz. Und das jetzt Tirolweit: Um Mitternacht traten verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in Kraft - Tirol isoliert sich selbst.
Zuhause (Othmar) läuft alles in gewohnten Bahnen. Am Vormittag macht meine Frau Schule, dann gemeinsames Kochen und am Nachmittag mit den Kindern an die frische Luft. In der Nachbarschaft sind jetzt, im Gegensatz zur den letzten Tagen, auch wieder mehr Leute zu sehen. Es wird da dort im Garten gearbeitet, die Garage aufgeräumt oder das Auto gewaschen.
Erfreulich: Die Post-Zustelllung funktioniert auch in diesen schwierigen Zeiten tadellos. Die neueste Landeck-Ausgabe der BEZIRKSBLÄTTER, die wir am Montag im Home-Office produziert haben, traf wie gewohnt ein. An diese Stelle sei auch stellvertretend für alle Systemerhalter, die derzeit unglaubliches leisten, den Post-Mitarbeitern für ihren Einsatz gedankt.

Alles ruhig in See am 19. März: Blick taleinwärts Richtung Ischgl.
  • Alles ruhig in See am 19. März: Blick taleinwärts Richtung Ischgl.
  • Foto: Othmar Kolp
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Tag 5 der Quarantäne (18. März)

Ein neuer Tag im Home-Office. Bis jetzt sind noch keine außergewöhnlichen Vorfälle im Tal passiert. Da wir noch ausreichend Vorräte zu Hause haben, war auch noch kein Einkauf notwendig, vielleicht wird gar kein persönlicher Weg ins Gechäft nötig. In der Nachbarschaft haben wir vereinbart einander zu informieren wenn jemand zum Supermarkt fährt, damit man einen Sammeleinkauf für den Weiler machen kann. Nur eine kleine Maßnahme, um den Kontakt zu Personen einzuschränken, aber doch ein Beitrag.
Meine Frau (Othmar) macht auch heute, wie die letzten zwei Tage, am Vormittag Schule mit meinem 7-jährigen Sohn. Der Kleine (3 Jahre) sieht aufmerksam zu. Am Nachmittag geht es wieder in den Garten hinter das Haus. In diesem schwierigen Zeiten ist man froh, dass man einen große Terrasse und einen Garten hat. Vielleicht wage ich am Nachmittag einen kurzen Spaziergang in den Wald, der nur rund 50 Meter hinter meinen Haus liegt. Ansonsten läuft die Arbeit via Home-Office ganz normal. Beiträge recherchieren, telefonieren, schreiben und meinbezirk.at/landeck aktuell halten.
Neuer Versuch beim Balkonkonzert: Leider nur ein Zuhörer, dafür aber umso aufmerksamer. Nach dem Lied erreichte mich ein Anruf mit einem Musikwunsch für morgen. Könnte noch ein Erfolgsformat werden.

Tag 4 der Quarantäne (17. März)

Idyllische Morgenruhe in Langesthei, zugegebenermaßen  fast immer so.
  • Idyllische Morgenruhe in Langesthei, zugegebenermaßen fast immer so.
  • Foto: Siegele
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Und wieder einmal: Guten Morgen Sonnenschein! Hoffentlich bleibt das Wetter noch ein paar Tage so, hilft sicher vielen, beim Eingesperrt sein nicht so schwermütig zu werden. Auch der Alltag mit Kindern in Quarantäne wird noch durch das Spielen im Garten erleichtert.
Wer Langesthei kennt weiß, dass idyllische Ruhe nichts wirklich Neues ist, trotzdem ist es aber noch ruhiger als sonst und eine andere Stimmung zu spüren. Zwischen 7.00 und 8.30 Uhr wäre normalerweise doch Berufsverkehr zu erkennen, fällt natürlich weg. Home-Office läuft auch heute ganz normal. In der Nachbarschaft ist auch alles ruhig. Nur wenige Leute sind zu sehen. Einige sitzen in der Sonne oder beschäftigen sich mit Gartenarbeit oder räumen ihre Garage auf.
Am Abend versuchte ich (Caro) um 18.00 Uhr wieder mein Glück mit dem Balkonkonzert, heute mit "We Are The World". Und siehe da, von null auf zwei Zuhörer in einem Tag. Bin schon gespannt wie viele morgen zuhören werden. 

Tag 3 der Quarantäne (16. März)

Auch heute wieder ein Sonnenaufgang mit Winterpanorama auf den Bergen der nicht kitschiger sein könnte. Leute sind auf den Straßen keine am Weg, die Ausgangssperre wird offensichtlich befolgt. Vereinzelt sind Autos auf der B188 Paznauntalstraße zu sehen, hier dürfte es sich um Pendler handeln.
Da wir auch unseren Lesern natürlich eine aktuelle Zeitung am Mittwoch/Donnerstag liefern, haben wir von zu Hause aus mit der Produktion begonnen. Auch laufen die Recherchen auf Hochtouren. Entgegen der Erwartungen gibt es derzeit (ca. 10 Uhr) noch keine Probleme mit der Internetverbindung. Im Gegensatz zum Abend am Vortag ist die Verbindung sogar noch besser. 

Alles ruhig in See am 16. März gegen 7.30 Uhr mit Blickrichtung ins Dorf.
  • Alles ruhig in See am 16. März gegen 7.30 Uhr mit Blickrichtung ins Dorf.
  • Foto: Othmar Kolp
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Am Nachmittag war die erste erfolgreiche Home-Office Produktion der Bezirksblätter vollbracht. Gar nicht so einfach, wenn alle Mitarbeiter verstreut in ihren Heim-Büros sitzen und nur via WhatsApp, Anrufe und Chat kommunizieren können - Dank toller Teamarbeit klappte alles reibungslos. Danke dafür an dieser Stelle.

Normalerweise ein Traumtag für Skifahrer - Das Skigebiet See ist leer.
  • Normalerweise ein Traumtag für Skifahrer - Das Skigebiet See ist leer.
  • Foto: Siegele
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Ein wenig "Corona-freie Zeit" wurde bei einem Spaziergang genutzt. Dabei waren in Langesthei doch ein paar Bewohner anzutreffen und es konnten ein paar "Balkongespräche" geführt werden. 

Eine ältere Dame erzählte, dass bereits fünf Personen vom Ort ihre Hilfe mit Einkäufen angeboten hätten. Alle älteren Personen seien angerufen worden und wurden darüber informiert, dass beim SPAR Markt Kleinheinz in Kappl ein Lieferservice angeboten wird. Auch das Angebot des Brot-Lieferservice wurde nochmals erwähnt. "Das gibt einem ein Gefühl der Sicherheit!", betonte die Dame. "Und dass einem als allein lebender Person so viel Hilfe und Unterstützung angeboten wird, freut mich unheimlich!" - So sieht Zusammenhalt aus!

Die Versorgung ist sichergestellt, der Linienbus fährt mehrmals täglich.
  • Die Versorgung ist sichergestellt, der Linienbus fährt mehrmals täglich.
  • Foto: Siegele
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Sonst kaum Menschen auf den Straßen, keine Autos unterwegs. Als einziges Fahrzeug kam der Linienbus entgegen und vernehmbare Geräusche waren spielende Kinder in den Gärten. Es ist eben auch in einem kleinen, ruhigen Ort eine andere Stimmung erkennbar.

Auch wenn hier oben auch sonst nicht so viel wie in den Tourismusregionen los ist, merkt man bei einem Spaziergang: Es herrscht eine veränderte Stimmung und es sind nur vereinzelt Leute zu sehen.
Blick taleinwärts von Langesthei.
  • Auch wenn hier oben auch sonst nicht so viel wie in den Tourismusregionen los ist, merkt man bei einem Spaziergang: Es herrscht eine veränderte Stimmung und es sind nur vereinzelt Leute zu sehen.
    Blick taleinwärts von Langesthei.
  • Foto: Siegele
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Am Abend wurde in einer neuen Balkon-Konzert Aktion dazu aufgerufen, gemeinsam um 18.00 Uhr "Dem Land Tirol die Treue" zu singen, spielen oder über Boxen abzuspielen. Auch ich (Caro), stellte eine Box auf den Balkon. Leider war es ein Konzert ohne Zuhörer, da sich alle brav verbarrikadiert hatten. Morgen wird ein neuer Versuch gestartet.

Tag 2 der Quarantäne (15. März)

Die Sonne lacht vom blauen Himmel, der Tag konnte nicht schöner sein. Auch am zweiten Tag herrscht gegen 11 Uhr gespenstische Ruhe. Alles ist verwaist und hat geschlossen. Da und dort wackelt ein Vorhang bei den Häusern. Die Bewohner halten sich an die häusliche Quarantäne und vermeiden sichtlich jeglichen sozialen Kontakt. Bereits bemerkbar macht sich die persönliche Isolierung durch teilweise schlechte Internetverbindung, was das Arbeiten im "Homeoffice" erschwert. Das Hochladen des Videos mit den Einblicken ins Paznaun dauerte beisielsweise zwei Stunden. Am Montag wird es sicherlich zu Verbindungsproblemen kommen, da viele Arbeitnehmer wie empfohlen von zuhause aus arbeiten, dazu kommt die hohe Internetbelastung durch Streaming - Plattformen.

Auf der Hauptstraße in See war am 15. März gegen 11 Uhr keine Menschenseele zu sehen.
  • Auf der Hauptstraße in See war am 15. März gegen 11 Uhr keine Menschenseele zu sehen.
  • Foto: Othmar Kolp
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In Wiesberg wird weiterhin beim Checkpoint kontrolliert. Die Polizisten haben aber kaum etwas zu tun. Den ganzen Vormittag über sei eine Handvoll Autos gekommen. Auch im Linienbus der nach Landeck fährt ist fast niemand mehr drin.

Inzwischen wurde von LH Platter tirolweite "Verkehrsbeschränkung" erlassen, das heiß defacto eine Ausgangsperre. In Zeiten wie diesen muss man froh sein, dass man einen Garten hat. Mit kleinen Kindern wird dies sicher schwierig zu bewältigen sein.

Tag 1 der Quarantäne (14. März)

Beim Lokalaugenschein im Tal um 10 Uhr, schon bevor die häusliche Quarantäne verordnet wurde, herrschte gespenstische Ruhe. Ein Bild an einem Samstag im Paznaun, das gegensätzlicher nicht sein könnte: Ansonsten stauen sich dort an einem An- und Abreisesamstag die Autos die Autos taleinwärts bis nach Ischgl. Nur vereinzelt sind noch Gäste mit ihre Fahrzeugen talauswärts am Weg, die auch heute noch aus der Quarantänezone abreisen dürfen. Im Linienbus nach Landeck saßen eine Hand voll Leute.

Menschenleerer Florianparkplatz am 14. März in Ischgl
  • Menschenleerer Florianparkplatz am 14. März in Ischgl
  • Foto: Carolin Siegele
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Die Straßen und Plätze sind wie leer gefegt. Von See über Kappl und Ischgl bis Galtür/Wirl sind nur vereinzelt Einheimische zu Fuß oder mit ihren Autos zu sehen. Bei den Supermärkten ist derzeit auch alles ruhig.
Auch die Gemeindeämter sind besetzt, wobei sich die Leute aber telefonisch bzw. per E-Mail an die Behörden wenden sollen. Informationen an die Bevölkerung werden über die Internetseiten, Whatsapp bzw. per SMS versendet.
Natürlich informieren sich die Leute ständig am Handy über die neusten Dinge und Verordnungen. Auch die WhatsAppgruppen glühen vor lauter Infos. Leider machen auch immer wieder Fake-Infos die Runde.
Am Abend herrschte Ruhe, alle zogen sich in ihre vier Wände zurück. Die Hotels und Beherberungsbetriebe sind dunkel und nur die Straßenbleuchtung erhellt die Nacht.

Sonst ein Hotspot in der Wintersaison: Der leere Parkplatz bei der Silvrettabahn in Ischgl
  • Sonst ein Hotspot in der Wintersaison: Der leere Parkplatz bei der Silvrettabahn in Ischgl
  • Foto: Carolin Siegele
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Coronavirus: Paznaun und St. Anton am Arlberg unter Quarantäne

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Othmar Kolp aus Landeck

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