Feldbach
Eine ganze Stadt in Bewegung

Machen mobil: Karl Puchas, Josef Ober, Kerstin Puntigam-Konrath, Sonja Skalnik und Markus Billek (v.l.).
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  • Machen mobil: Karl Puchas, Josef Ober, Kerstin Puntigam-Konrath, Sonja Skalnik und Markus Billek (v.l.).
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"1.000 Schritte, 1.000 Tritte" – unter diesem Motto macht Feldbach jetzt mobil. Egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, in die Stadt kommt Bewegung. Eines liegt auf der Hand: Das Projekt steht und fällt mit der Bereitschaft und Motivation der Unternehmen und Bürger.

Ein Mal mehr lautet die Parole in der Stadtgemeinde Feldbach "Bürgerbeteiligung". Im Rahmen ihrer Initiative will die Stadt der Bevölkerung und im Besonderen Unternehmen und Institutionen Impulse in Sachen nachhaltiger Mobilität, Gesundheit und klimafreundlichem Verhalten geben.
Den Zuschlag für das Projekt hat die Gemeinde nach erfolgreicher Einreichung vom Gesundheitsministerium bekommen. 40.000 Euro an Förderung gibt’s für die Aktion, die insgesamt auf 60.000 Euro kommt – und eine wertvolle Investition gleichermaßen in die Gesundheit jedes Einzelnen und in die Stadtentwicklung hin zu einer resilienten Gemeinde ist. Österreichweit haben nur neun Gemeinden den Zuschlag für das Nachhaltigkeitsprojekt bekommen. Übrigens: Der offizielle Startschuss für die Bürger und Unternehmer fällt am 16. September.

Nicht nur in der Freizeit sollte man sich auf den Sattel schwingen, sondern auch etwa für den Weg zur Arbeit.
  • Nicht nur in der Freizeit sollte man sich auf den Sattel schwingen, sondern auch etwa für den Weg zur Arbeit.
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10.000 Schritte über den Tag verteilt

Unten den drei Aspekten Klimaschutz, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung wird ganz Feldbach aktiv. Idealerweise verschmelzen die drei Teilbereiche, dann hat jeder was davon. "Wenn ich mit dem Zug zur Arbeit fahre, den Weg vom Bahnhof Feldbach zu Fuß zu meiner Arbeitsstelle zurücklege, bin ich nicht nur dem Ziel, die täglichen 10.000 Schritte zu schaffen, näher und steigere mein persönliches Wohlbefinden und meine Gesundheit", sondern das alles sei für die Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung von Bedeutung und ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz, verdeutlicht Stadträtin Sonja Skalnik den Mehrwert.
Stark eingebunden und sichtbar gemacht werden sollen die bestehenden Plattformen wie "Feldbach mobil" und "Feldbach im Bewegung". Warum die Information über die Mobilitätsmöglichkeiten wie Fahrpläne oder Radwege genauso wichtig ist wie jene über die Sportinfrastruktur, weiß Gemeinderat Markus Billek als Obmann des Sport- und Gesundheitsausschusses aus eigener Erfahrung.

"Ich erwische mich selbst oft dabei, dass ich bequem mit dem Auto zum Tennisplatz fahre anstatt mit dem Fahrrad."

Markus Billek

Künftig werde auch er sich umstellen, wollen die Gemeinderäte doch mit gutem Beispiel vorangehen, so Billek. Übrigens: In der Stadtgemeinde Feldbach ist das Angebot an Sportstätten vielfältig: 50 Stocksportanlagen, 29 Tenniscourts oder 11 Fußballplätze stehen beispielsweise zur Verfügung.

Gut fürs Klima, gut für die Gesundheit

Projektpartner ist die Lokale Energieagentur (LEA) mit Sitz in Auersbach.  Geschäftsführer Karl Puchas bringt die Klima- und Energieexpertise mit: "Die Alltagsmobilität ist zwar nur ein kleiner Mosaikstein im Klimaschutz, aber ein ganz entscheidender." Klimaschutzaktivitäten seien nicht nur für die Umwelt generell, sondern für uns persönlich gesund.
Eine, die im Besonderen ihr Fachwissen in Sachen Gesundheit einbringt, ist Kerstin Puntigam-Konrath von "Troj und Partner". Sie beschäftigt sich u.a. mit Organisationsentwicklung und betrieblichem Gesundheitsmanagement. "Es gibt schon ein großes Netzwerk an Betrieben, die die Initiativen zur Gesundheitsförderung gut umsetzen", aber es gebe noch viel Potenzial, "wir wollen auch neue Betriebe motivieren".

Josef Ober ist Bürgermeister der Stadtgemeinde Feldbach.
  • Josef Ober ist Bürgermeister der Stadtgemeinde Feldbach.
  • Foto: ÖVP
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Der Bürger ist entscheidend

Dass Feldbach unter 60 Einreichungen als nur eine von neun Gemeinden in ganz Österreich den Zuschlag für das Nachhaltigkeitsprojekt bekommen hat, ist zwar ein Erfolg, kommt für Bürgermeister Josef Ober aber keinesfalls überraschend. Denn: In Feldbach seien, was den Klimaschutz betreffe, schon viele Vorkehrungen getroffen worden. Das Raab-Memorandum, die Klima- und Energiemodellregion, das örtliche Entwicklungskonzept, "Feldbach mobil" und "Feldbach in Bewegung" – die damit verbundenen Vorhaben arbeite man nun sukzessive ab. "Und jetzt folgt die starke Einbindung der Bürger." Diese Phase sei entscheidend. Denn: "Die Menschen sollen die Initiativen nicht als Strafe empfinden, sondern als Vorteil begreifen."

Schwerpunkte und Aktionen

- 16. September: Workshop für Betriebsinhaber und Schlüsselkräfte
- 16. September: Feldbacher Mobilitätstag
- 29. September: Impulsevent für Umsteiger, Interessierte und Pendler
- 1. Oktober bis 21. Oktober: Challenge für Betriebe und Vereine
- Onlinebefragung
- 10. Oktober: Informationsstände bei verschiedenen Veranstaltungen am Feldbacher Wandertag
- 4. November: Feldbacher Powertag als Abschlussveranstaltung mit Präsentation der Ergebnisse

Schafft ihr die 10.000 Schritte am Tag?

Informationen dazu unter www.feldbach.gv.at

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