Endoskopie-Institut Weiz
Pilotprojekt in Weiz schafft mehr Kapazitäten zur Krebsvorsorge
- Josef Harb gratulierte Jörg Pavek zur Umsetzung des Pilotprojektes und übergab den unterschriebenen Brief.
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Schritt für Schritt geht man im Kampf gegen den Darmkrebs voran. Weiz ist in dem Bereich Vorreiter, denn: Das neue Endoskopie-Institut von Jörg Pavek konnte eröffnet werden. Mit dem Pilotprojekt will man im Bereich Vorsorge mehr Kapazitäten schaffen.
WEIZ. Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Österreich und trotzdem nehmen Menschen die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen nicht wahr oder sind zu wenig über das Thema informiert. Mit dem organisierten Darmkrebs-Screening, ein Vorsorgeprojekt der Österreichischen Gesundheitskasse, sollen mehr Koloskopien durchgeführt werden. Damit steigen die Chancen, Darmkrebs rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend zu handeln.
- In Anwesenheit von Josef Harb, Christoph Stark, Karlheinz Kornhäusl, Andreas Kinsky und weiteren Ehrengästen wurde sich über das neue Angebot in Weiz überzeugt.
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Vorsorge ist das A und O
Ziel des neuen Instituts in der Hans-Sutter-Gasse ist es, die zahlen der Neuerkrankung durch gezielte Voruntersuchungen, an denen man den Darmkrebs früh genug erkennen kann, deutlich zu senken. „Damit schaffen wir ein zusätzliches Angebot für die Oststeiermark, etwas gegen den Darmkrebs zu unternehmen und das wichtigste ist, dass damit die regionale Versorgung einmal mehr gestärkt wird“, so Karlheinz Kornhäusl. Ergänzend zum bereits bestehenden Angebot sollen so etwa 6.000 weitere Koloskopien durchgeführt werden. Mithilfe dieser Untersuchung werden gutartige Schleimhautwucherungen, die sogenannten Polypen, die in weiterer Folge zu Darmkrebs führen können sichtbar. Bei einer Koloskopie können sie entnommen und zum Labor geschickt werden, damit verhindert man die mögliche Entwicklung zum Darmkrebs.
Anders als viele andere Krebsfrüherkennungsuntersuchungen entdeckt die Koloskopie nicht nur Krebs frühzeitig, sondern kann durch die Entfernung von Polypen dessen Entstehung oft komplett verhindern.
„Die beste Behandlung ist jene, die har nicht erst notwendig ist. Jede frühzeitig erkannte oder verhinderte Krebserkrankung bedeutet mehr Lebensqualität für die Betroffenen und eine gleichzeitige Entlastung unseres Gesundheitssystems. Vorsorge ist eine Investition, die sich für alle auszahlt".
Josef Harb, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der ÖGK Steiermark
In den Begrüßungsworten von Andreas Kinsky und Christoph Stark hoben die beiden hervor, wie wichtig dieses Angebot in Weiz ist, denn beide haben bzw. hatten eine Verbindung zu diesem Thema. Die Planungen für das neue Institut entstanden bereits vor circa 4 Jahren, wobei der Bau bzw. die Umsiedlungen innerhalb vier Monate erfolgen konnte. Die Praxis verfügt über ein „Wohnzimmer“ (statt Wartezimmer), den Behandlungsraum, einen Besprechungsraum, die Anmeldung und eine Koje zum kurzen Ausrasten nach der Untersuchung.
- Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl, Nationalratsabgeordneter Christoph Stark und Josef Harb überzeugten sich von den neuen Räumlichkeiten.
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Mehr Bewusstsein schaffen
Das neue Endoskopie-Institut schafft zusätzliche Untersuchungskapazitäten in der Region und stellt gleichzeitig die notwendigen Kapazitäten für die Teilnahme am Screeningprogramm sicher. Nach jahrelanger Planung ist es nun gelungen, in Weiz ein modernes Endoskopie-Vorsorge-Institut für die Region zu errichten. Ziel ist es, die Steiermark bei den jährlichen Darmkrebs-Neuerkrankungen vom letzten Platz im Bundesländervergleich an die Spitze zu führen – und damit nicht nur persönliches Leid zu verringern, sondern auch dem Gesundheitssystem spürbar Kosten zu ersparen.
„Oft scheitert es daran, dass Menschen zu wenig über das Thema aufgeklärt sind oder sie Angst vor den Untersuchungen haben, jedoch kann vor allem der Darmkrebs lange unbemerkt bleiben, bevor es zu spät ist“, erklärt Arzt und Instituts-Leiter Jörg Pavek über die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen.
- Mit dem Pilotprojekt will man einen großen Schritt in Richtung Darmkrebsvorsorge gehen.
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Über das Pilotprojekt
Das Pilotprojekt wurde jetzt in Weiz mit dem neuen Institut gestartet, soll aber dann noch auf Graz und Mürzzuschlag ausgeweitet werden. Die Zielgruppe für das organisierte Darmkrebs-Screening-Programm im Zuge des Projektes sind in den Pilotbezirken mit Hauptwohnsitz ansässige Anspruchsberechtigte der ÖGK im Alter zwischen 45 und 75 Jahren, die in den letzten 10 Jahren bei keiner Koloskopie waren.
Die Einladekampagne und die damit verbundene Informationskampagne sollen dazu beitragen, für das Thema zu sensibilisieren und langfristig die Teilnahmequote zu erhöhen. Damit werden bessere Vorsorgemöglichkeiten geschaffen, die Früherkennungsrate gesteigert und aktiv dazu beigetragen, Darmkrebs frühzeitig zu verhindern. Am Standort in Weiz werden neben den Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen auch Gastroskopien durchgeführt.
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