Jugendliche im Netz der Sucht gefangen

Wenn das eigene Kind ständig online ist, müssen Eltern hellhörig werden.
  • Wenn das eigene Kind ständig online ist, müssen Eltern hellhörig werden.
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Auf Computer, Handy und Internet können die meisten Kinder und Jugendlichen nur schwer verzichten.

Bei rund vier Prozent der europäischen Jugendlichen entwickelt sich aus dem Internetgebrauch sogar eine Sucht, die ihre Gesundheit gefährdet. „Wir können nicht in Stunden messen, ab wann die Nutzung des Internets oder Computers krankhaft ist, aber wir haben Patientinnen und Patienten, die bis zu 60 Stunden unter der Woche und quasi das gesamte Wochenende im Internet surfen oder online spielen“, erklärt Kathrin Sevecke, Direktorin der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Innsbruck und Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hall/Tirol.

Immer mehr Betroffene

Internetsucht zählt so wie auch Kaufsucht zu den Verhaltenssüchten bzw. Störungen der Impulskontrolle. „Die Internetabhängigkeit ist von allen Verhaltenssüchten jene mit der rasantesten Zunahme an Betroffenen weltweit“, erklärt Kurosch Yazdi, Leiter der Klinik für Psychiatrie am Kepler Universitätsklinikum in Linz. Am häufigsten äußert sich diese durch die Abhängigkeit von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twittern, von Online-Computerspielen oder -Pornographie.

Professionelle Hilfe suchen

Bis zu einem gewissen Grad gehört das Internet für Jugendliche zu einem intakten Sozialleben wohl einfach dazu. Hellhörig sollten Eltern und Angehörige werden, wenn ihre Sprösslinge sich zurückziehen, es zu einem plötzlichen Leistungsabfall in der Schule, Schlafstörungen oder zum Aufgeben bisher geliebter Freizeitaktivitäten kommt, da das Leben im Netz an erster Stelle steht. Dann sollten sie ehestmöglich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Lesen Sie hier mehr über Internetsucht bei Jugendlichen...


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