Zusammenfassung vom Donnerstag
Van der Bellen: „Halten wir durch“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen wendet sich am Donnerstagabend in einer Ansprache an die Österreicher und Österreicherinnen.
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  • Bundespräsident Alexander Van der Bellen wendet sich am Donnerstagabend in einer Ansprache an die Österreicher und Österreicherinnen.
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Tag 18 der Ausgangsbeschränkungen: Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft in einer Fernsehansprache am Donnerstagabend zum Durchhalten auf. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sieht dank einer etwas abgedämpften Zuwachsrate "ein Licht am Ende des Tunnels". 10.967 Österreicher haben sich nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert (Stand 15.00 Uhr). Hier die Ereignisse von Donnerstag zum Nachlesen. 

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Haben Sie allgemeine Fragen, rufen Sie die Informations-Hotline an unter 0800 555 621. Bei Verdacht auf eine Infektion wählen Sie die Hotline 1450. Hier geht's zu den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Van der Bellen: "Die Krise wird vorbei gehen“
Die Corona-Pandemie verlange von uns große Einschränkungen ab, sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache in der ZIB1Er sprach den Angehörigen der Corona-Opfer sein Mitgefühl aus. Trotz aller Verunsicherung könne jetzt jeder eine Beitrag leisten, durch eine konsequente Änderung seines Lebensstil, so Van der Bellen. "Wir müssen alle gemeinsam noch länger durchhalten", rief der Bundespräsident auf. „Halten wir durch“. Er wisse nicht, wie lange es dauern werde, bis diese Krise überwunden wird. Sicher sei aber: "Die Krise wird vorbei gehen“. Bis dahin müssen sich alle an einen neuen Alltag gewöhnen, wie etwa auf das Händeschütteln zu verzichten, oder mindestens einen Meter Abstand zu unseren Nächsten zu halten, so Van der Bellen. „Das alles ist ein Stück neuer Alltag geworden, genauso wie das Tragen von Mund-Nasen-Schutz beim Einkaufen“, sagte der Bundespräsident. 

"Wir sind eng miteinander verbunden"

Auch wenn viele mit der Situation hadern würden, gebe es auch positive Erkenntnisse aus der Krise zu gewinnen, so Van der Bellen. „Eine Erkenntnis ist ganz offensichtlich: Wir sind stärker und enger miteinander verbunden, als uns das bewusst war.“ Auch Menschen die nicht unmittelbar gefährdet sind, würden ihr Leben jetzt einschränken und teilweise „einschneidende wirtschaftliche Konsequenzen in Kauf“ nehmen. „Aber wir tun es, weil es das Richtige ist“, sagte Van der Bellen. "Weil wir jene Menschen schützen wollen, für die diese Krankheit lebensbedrohlich ist“. Der Bundespräsident appellierte an die ältere Bevölkerung: "Bleiben sie zu hause, lassen sie sich helfen". Irgendwann werde man zurückblicken „auf diesen seltsamen, schmerzvollen, unwirklichen Frühling 2020“, sagte der Bundespräsident. „Und wir werden feststellen: Es ist vorbeigegangen.“

Vorarlberg: Entscheidung über Aufhebung der Quarantäne vertagt
Ob die Quarantäne für die Vorarlberger Arlbergregion und Ortsteile von Nenzing aufgehoben oder verlängert wird, wird erst am Freitag entschieden. Die finalen Auswertungen würden noch nicht vorliegen, so Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher am Donnerstagabend in einer Video-Pressekonferenz. 

AGES: Erster Corona-Fall am 8. Februar
Der Krankheitsbeginn des ersten COVID-19-Falles war am 08.02.2020, teilte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Donnerstagabend mit. Dabei handelt es sich um eine Tirolerin und nicht um eine Schweizer Kellnerin am 5. Februar, wie zuerst fälschlich angenommen wurde. Das ergab die epidemiologische Abklärung der AGES. Bestätigt wurde die Infektion erst im März. Die AGES erklärt weiter, dass die Behörden an Ort und Stelle nichts davon wissen konnten. Die epidemiologische Abklärung eines Krankheitsausbruchs sei immer ein Blick in die Vergangenheit. Die ersten Symptome seien bei der Frau bereits am 8. Februar aufgetreten.

Innenministerium warnt vor Fake-News
Derzeit würden vermehrt Falschmeldungen über soziale Netzwerke verbreitet, in denen behauptet wird, dass die Maßnahmen der Regierung im Zusammenhang mit dem Coronavirus jetzt bis 01. September 2020 verlängert wurden. Das sei ein "schlechter Apirlscherz", schreibt das Innenministerium auf seiner Facebookseite. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 13 April. 

U-Haft für 30-Jährigen nach Spuck-Attacke
Das Wiener Landesgericht für Strafsachen verhängte am Donnerstag über einen positiv auf das Corona-Virus getesteten "Corona-Spucker" U-Haft, wie Gerichtssprecherin Christina Salzborn mitteilte. Gegen den 30-jährigen Mann wird wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten (Paragraf 178 StGB) ermittelt. Er hatte kurz vor Mitternacht in einem Spital in Richtung mehrerer Security-Mitarbeiter gespuckt.

Zweite Nationalratsabgeordnete infiziert
Am Donnerstagabend hat der Nationalrat in einer Sitzung den Weg zu dem für Freitag geplanten Beschluss des dritten Corona-Pakets geebnet. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) gab dabei bekannt, dass mit Maria Großbauer (ÖVP) eine zweite Mandatarin am Corona-Virus erkrankt ist. Sobotka sprach die Empfehlung aus, auf den Mund-Nasen-Schutz zurückzugreifen.

Wachstumsrate in Salzburg auf geringstem Wert seit Corona-Krise
In Salzburg liegt die Wachstumsrate bei den Coronavirus-Fällen am Donnerstag bei 4,5 Prozent, dem geringsten Wert seit Ausbruch der Corona-Krise. Der Fünf-Tagesschnitt liegt bei sechs Prozent. Laut dem Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp, liegt die Verdoppelungszeit der Fälle derzeit bei 12,5 Tagen. Das sei der bisher beste Wert und könnte den Anschein von leiser Hoffnung wecken.

Burgenland: Schon 1.000 Anträge für Hilfspaket
Für das Unterstützungspaket des Landes Burgenland sind seit dem Beginn am 20. März bereits rund 1.000 Anträge eingegangen. Das berichtete Wirtschaftslandesrat Christian Illedits (SPÖ) am Donnerstag. Die Anträge würden laufend abgearbeitet. In einem ersten Schritt habe man bereits 82 Anträge freigegeben. 645.000 Euro wurden für Betriebe bereits genehmigt.

Anschober korrigiert Angaben zu Ischgl 
In einer Presseaussendung hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am späten Donnerstagnachmittag die Angaben zur Infektionskette in Ischgl vom Vormittag korrigiert. Bei der Eingabe in oder Übernahme aus dem EMS-System ist ein Eingabefehler passiert. Eine später diagnostizierte Corona-Patientin war erst am 5.März und nicht schon am 5. Februar, wie bei der Pressekonferenz verlautbart, in Ischgl anwesend gewesen. Übereinstimmung besteht beim Datum der ersten Positivtestungen in Ischgl mit dem 7.3. ”Ich habe die Autoren der Dokumentation beauftragt, den Hintergrund dieses Fehlers lückenlos aufzuklären. Auch bei der Pressekonferenz hat der Vertreter der AGES aus der präsentierten Studie keine Vorwürfe an die regionalen Behörden formuliert. Denn selbst beim genannten Datum hätte niemand einen Menschen ohne starke Symptome erkennen und darauf Maßnahmen aufbauen können”, so Anschober via Aussendung. Mehr dazu hier. 

Pressekonferenz des Landes Vorarlberg zum Thema "Coronavirus: Aktuelle Informationen"
Man sei bei den positiv getesteten weiter im Steigen begriffen „und es gibt keinen Grund, wirkliche Entwarnung zu geben“, so Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). "Die Situation für die Wirtschaft ist schwer, aber die Gesundheit geht vor", sagte Wallner. Er bat die Vorarlberger und auch die restlichen Österreicher, "dran zu bleiben und vor allem in der Karwoche nicht nachzulassen. Man muss sich zurückhalten."

Rund 2.000 Personen aus St. Anton und Paznauntal abgereist
Das Land Tirol teilte am Donnerstag mit, dass seit dem 28. März bis heute über 2.000 Personen aus rund 40 Nationen, inklusive Österreich, aus den Quarantänegebieten Paznauntal und St. Anton ausgereist sind. Dabei handle es sich größtenteils um ausländische Saisonarbeiter. Der Großteil der rund 500 Österreicher, sowohl Gäste als auch Mitarbeiter, ist bis dato ebenfalls ausgereist. Morgen, Freitag, startet das "Ausreisemanagement" aus Sölden. Dabei werden rund 700 Personen aus 25 Nationen in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Hier geht es zu den aktuellen Entwicklungen in Tirol. 

Vier weitere Corona-Todesfälle in Oberösterreich

In Oberösterreich sind von Mittwoch auf Donnerstag vier Covid-19-Todesfälle dazugekommen. Insgesamt sind damit 16 Personen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben.

Land Tirol fordert Aufklärung
Das Land Tirol fordert die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES sowie das Gesundheitsministerium am Donnerstag per Aussendung auf, die Darstellungen bei der heutigen Pressekonferenz zu Ischgl umgehend aufzuklären. Bei der Pressekonferenz wurde in den Raum gestellt, dass eine Schweizerin bereits am 5. Februar in Ischgl Symptome gezeigt haben soll und dann am 9. März positiv auf Corona getestet wurde. Dem Land Tirol liegen keine derartigen Informationen vor, hieß es. Die Tiroler Gesundheitsbehörden wiesen darauf hin, dass die erste positive Testung aus Ischgl auf den 7. März zurückgehe. An diesem Tag wurde der deutsche Barkeeper der Bar Kitzloch positiv getestet.

WKNÖ mahnt Supermarktketten zu Fairness im Wettbewerb
Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), appelliert an die großen Ketten, im Sinne der Fairness im Wettbewerb nur jene Produkte anzubieten, die unter den Bereich der Grundversorgung fallen. „Wenn zum Beispiel Sport- oder Spielwarenhändler oder Anbieter von Saisonartikeln ihre Geschäfte schließen müssen, dann aber diese Produkte in Supermärkten angeboten werden, dann verzerrt das den Wettbewerb und benachteiligt jene, die geschlossen halten müssen“, so Zwazl.

"Stopp Corona“-App des Roten Kreuz von 140.000 Personen aufs Handy geladen
"Stopp Corona“ heißt die neue App des Roten Kreuzes, die digital dazu beitragen soll, die Infektionskette zu unterbrechen. Rund eine Woche nach dem Launch der App ist diese bis Donnerstagnachmittag bereits von über 140.000 Personen heruntergeladen worden. In dem Kontakt-Tagebuch der App werden persönliche Begegnungen mit einem „digitalen Handshake“ anonymisiert gespeichert. Erkrankt eine Person an COVID-19, wird jeder, der in den vergangenen 48 Stunden Kontakt hatte, automatisch benachrichtigt und gebeten, sich selbst zu isolieren.

25. Covid-19-Patient in Niederösterreich verstorben
Im Landesklinikum Neunkirchen ist am Donnerstag ein 77-Jähriger in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Der Mann litt laut Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding an einer Grunderkrankung.

Sechs von 1.161 Stichproben in Schlüsselberufen war positiv
In Pflegeheimen, Krankenhäusern und Supermärkten wurde das Personal auf das Corona-Virus getestet. Von den bisher 1.161 Stichprobentests in den Schlüsselberufen waren sechs positiv, also 0,52 Prozent. Die Checks wurden am Samstag und am Montag durchgeführt, hieß es am Donnerstagnachmittag aus dem Bundeskanzleramt, wie die APA berichtet. Man wolle so dem Anteil der „asymptomatisch“ Infizierten bei Schlüsselkräften auf die Spur kommen, so das Bundeskanzleramt.

„Musikschule kommt nach Hause“
Das Land Niederösterreich ermöglicht in Zeiten von Homeoffice und e-Learning auch den Musikunterricht in den eigenen vier Wänden. In den meisten Gemeinden wurde der Unterricht auf digitale Lehre umgestellt. Hier geht es zum Artikel. 

10.967 bestätigte Fälle
Laut dem Gesundheitsministerium waren am Donnerstag mit Stand 15.00 Uhr 10.967 Menschen in Österreich mit dem Corona-Virus infiziert. Nach Bundesländern: Burgenland (201), Kärnten (300), Niederösterreich (1.738), Oberösterreich (1.781), Salzburg (994), Steiermark (1.158), Tirol (2.531), Vorarlberg (681), Wien (1.583).

Tiroler Polizei beendet "Corona-Party"
Die Tiroler Polizei beendete in der Nacht auf Mittwoch eine sogenannte "Corona-Party". Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Nachdem Anrainer gegen 1.30 Uhr Anzeige wegen Lärmbelästigung erstattet hatten, traf die Polizeibeamten bei der anschließenden Kontrolle auf insgesamt zwölf Personen. Alle wurden wegen Übertretung nach dem Covid-Maßnahmengesetz angezeigt.

Gemeinden mit Maßnahmen der Bundesregierung zufrieden
Der Österreichische Gemeindebund hat in einer Umfrage die Stimmungslage der Gemeinden in der aktuellen Krise erhoben. Mehr als 80 Prozent der Befragten sind demnach mit den Maßnahmen der Bundesregierung sehr zufrieden. Die Länder schnitte mit einer 60-prozentigen Zustimmung etwas schlechter ab, hieß es am Donnerstag. 70 Prozent der Befragten gaben an, dass klare Handlungsanweisungen und Vorlagen, wie Auflagen zu erfüllen seien, fehlen. 50 Prozent wünschen sich einen besseren Informationsfluss zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. 86 Prozent der Befragten sind mit dem Verständnis der Bürger/innen mit den Maßnahmen im Kampf gegen Corona zufrieden, aber knapp 35 Prozent orten Probleme mit dem Ausgehverbot. An der Umfrage haben 644 Teilnehmer aus österreichischen Gemeinden teilgenommen, darunter Bürgermeister, Amtsleiter und Gemeindemandatare.

Umfrage

 

Ärzte müssen in die Entscheidung zu Risikopatienten eingebunden werden
Nachdem Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) im Ö1-Morgenjournal am Donnerstag angekündigt hatte, dass Risikopersonen, die Schutz vor dem Corona-Virus benötige, künftig von den Krankenkassen ausfindig gemacht werden sollen, reagiert der Dachverband der Sozialversicherungsträger. Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger erklärt zum Vorschlag Anschobers, die Risikogruppen via Medikamentendaten der Krankenkassen zu erheben: "Um die tatsächliche Risikogruppe treffsicher zu identifizieren und zu informieren, braucht es das Wissen und das Know-how der Ärzte. Der Hausarzt kennt seine Patienten am besten und weiß über ihren Gesundheitszustand Bescheid. Die Medikation allein hat hier zu geringe Aussagekraft." Nach der reinen statistischen Auswertung würden, so Lehner, 24,13 Prozent der österreichischen Bevölkerung in die definierte Risikogruppe fallen. "Es gilt, besonders gefährdete Personen zu identifizieren und zu schützen. Diese Auswahl funktioniert nicht über die Statistik. Sie kann nur ein Bestandteil sein. Neben dem Arzt müssen wir auch an die Eigenverantwortung der Menschen appellieren. Eine sinnvolle Umsetzung funktioniert im Teamplay: Gesundheitsministerium, Sozialversicherung, Arzt und Patient“, betont Lehner und ergänzt, dass eine vom Ministerium im Rahmen der Epidemie-Bekämpfung angeordnete Leistung der Ärzte vom Ministerium auch entsprechend abgegolten werden müsste.

Billa stellt Feinkost in 50 Filialen ein
Der Lebensmitteleinzelhändler Billa stellt in 50 von 1.100 Filialen vorübergehenden die Feinkostbedienung ein. Das habe mit einem gezielten Einsatz des Feinkost-Fachpersonals zu tun, hieß es auf APA-Anfrage. Man setze das Feinkost-Fachpersonal dort ein, wo es am dringendsten gebraucht werde, so Rewe-Sprecher Paul Pöttschacher am Donnerstag. Bei Merkur gebe es keine Einschränkungen. 

Weiterer Corona-Todesfall in Niederösterreich
Die NÖ Landeskliniken-Holding gab am Donnerstag das 24. Todesopfer in einem Krankenhaus im Niederösterreich bekannt. In Lilienfeld ist ein positiv auf das Corona-Virus getesteter 81-Jähriger verstorben. 

Neue Webseite bündelt Informationen zu Corona-Kurzarbeit
Alle Informationen zur Corona-Kurzarbeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt es ab heute, Donnerstag, gebündelt unter www.corona-kurzarbeit.gv.at und unter www.coronakurzarbeit.at. "Wir wollen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darüber informieren, was Kurzarbeit für sie bedeutet. Daher gibt es ab sofort alle relevanten Informationen zur Corona-Kurzarbeit gesammelt auf einer Webseite“, sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher in einer Aussendung. 

Europäische Union will Kurzarbeit mit 100 Milliarden Euro fördern
Die EU-Kommission plant mit einem neuen Notfallinstrument die Kurzarbeit in der Europäischen Union zu fördern. 100 Milliarden Euro sollen auf den Finanzmärkten aufgenommen und den EU-Ländern in Form von Krediten zur Verfügung gestellt werden. Das gab die EU-Behörde am Donnerstag bekannt. Die EU-Mitgliedsländer sollen dafür Bürgschaften in Höhe von 25 Milliarden Euro übernehmen.

Osterfeuer „nicht möglich“
Aufgrund der Maßnahmen rund um die Corona-Krise sind Brauchtumsfeuer vielerorts heuer verboten. Auch das Land Burgenland informiert in einem Schreiben, es seien "Brauchtumsfeuer wie insbesondere Osterfeuer in der derzeitigen Krisensituation nicht möglich und nicht zulässig“. Hier geht es zum Artikel

Private Betreiber von Schulen und Kindergärten in Schwierigkeiten 
Auch private Trägerorganisationen von Schulen und Kindergärten klagen über Probleme durch die Corona-Krise. Als Folge der Ausgangsbeschränkungen gibt es kaum Kinder, die betreut werden müssen. Öffentliche Einrichtungen erlassen Eltern Beitragskosten weitgehend. Die privaten Trägerorganisationen sind jedoch auf die Beiträge angewiesen, so lange es keine klare Regelung gibt. Mehr dazu hier. 

Stadt Wien bietet Künstlern Plattform
Die Stadt Wien hat eine Internetseite eingerichtet, auf der Künstler die aufgrund der Corona-Krise nicht auftreten können, auf ihr Angebot verweisen können. Unter partizipation.wien.gv.at können Menschen, die künstlerisch tätig sind, einen kurzen Text sowie die Verlinkung zu ihren Internetplattformen hochladen. Im Gegenzug haben an Kunst und Kultur interessierte Wiener einen Überblick über das lokale digitale Kulturschaffen.

Erzdiözese Wien weitet Hilfe für Corona-Härtefälle aus
Die Erzdiözese Wien weitet die Hilfe für Corona-Härtefälle aus. Das betrifft etwa Kirchenbeiträge, Wohnungs-, Büro- und Geschäftslokal-Mieten sowie Elternbeiträge in diözesanen Schulen und Kindergärten. "In unserem Umfeld sind viele Menschen in schwere wirtschaftliche Bedrängnisse geraten", so der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn in einer Aussendung. Gleichzeitig weitet die Erzdiözese ihr Engagement im sozialen Bereich aus: Die österreichischen Diözesen helfen mit 1 Million Euro, die die Caritas für Corona-Hilfsprojekte im Inland einsetzt. „Menschen am Rande der Gesellschaft haben es jetzt besonders schwer, etwa Obdachlose, die kein Zuhause haben, in dem sie die Krise durchstehen können“, betonte Schönborn. Auch viele Menschen, die durch die Krise arbeitslos geworden sind, seien nun in ihrer Existenz gefährdet und würden von der Caritas der Erzdiözese Wien unterstützt. An diesem Engagement seien viele Pfarren unmittelbar vor Ort beteiligt.

NEOS: Sorge um Umgang mit Gesundheitsdaten
NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger übte am Donnerstagmittag bei einer Pressekonferenz Kritik am Umgang mit Gesundheitsdaten. So sei der Zugriff durch den Staat problematisch. "Wir werden Österreich jetzt nicht zum Überwachungsstaat machen", so Meinl-Reisinger. Sie nannte als Beispiel einen vor der Nationalratssitzung vorgelegten Abänderungsantrag, der vorsehe, zum Zweck der Versorgung Daten Erkrankter an die Gemeinde zu melden. Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn kritisierte chaotische Konstellationen rund um die Kurzarbeit. 

Soldaten in Kärntner Kaserne negativ getestet
Nach dem ein Soldat der Türk-Kaserne in Spittal an der Drau am Corona-Virus erkrankt sind alle 30 Kontaktpersonen des Mannes negativ getestet worden. Heeressprecher Christoph Hofmeister teilte am Donnerstag mit, dass der Normalbetrieb in der Kaserne wieder aufgenommen werden konnte. Mehr dazu hier. 

11 Millionen Euro Hilfspaket der Stadt Linz 
Die Stadt Linz beschließt ein Hilfspaket in der Höhe von 11 Millionen Euro, um betroffenen Bewohner und die Wirtschaft in Zeiten von Corona zu unterstützen. Erste Sofortmaßnahmen werden auf neun Millionen Euro aufgestockt. Dazu kommen neue Finanzhilfen wie etwa der „Linzer Solidaritätsfonds“ in der Höhe von einer Million Euro. Mehr dazu hier. 

Hier geht es zu den Ereignissen von Donnerstagvormittag: 

Erster Fall in Ischgl bereits am 5. Februar
Bundespräsident Alexander Van der Bellen wendet sich am Donnerstagabend in einer Ansprache an die Österreicher und Österreicherinnen.
"Was gut ist, ist dass die Zuwachsrate etwas abgedämpfter ist. Das ist ein Licht am Ende des Tunnels", so Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

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