Sinkende Preise & Wettbewerb
Heimische Schweinehalter stark unter Druck
- Die heimische Schweinebranche warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen für landwirtschaftliche Familienbetriebe. (Symbolbild)
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Der österreichische Schweinemarkt steckt in einer angespannten Lage. Sinkende Preise, Überproduktion in Europa und unterschiedliche Produktionsstandards setzen heimische Betriebe zunehmend unter Druck. Branchenvertreter fordern nun rasche Maßnahmen von der Regierung.
ÖSTERREICH. Die heimische Schweinebranche warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen für landwirtschaftliche Familienbetriebe. In einem gemeinsamen Schreiben an Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) verweisen Franz Rauscher, Obmann der Schweinehaltung Österreich, und Rupert Hagler, Obmann der Österreichischen Schweinebörse, auf steigenden Preisdruck und fehlende Investitionssicherheit.
Als Gründe nennen sie unter anderem Tierseuchen, daraus resultierende Exportsperren sowie eine Überproduktion auf dem europäischen Markt. Laut Rauscher verlieren österreichische Betriebe derzeit bis zu 20 Euro pro verkauftem Schwein. Insgesamt belaufe sich das Minus auf rund 1,6 Millionen Euro pro Woche.
- Tierseuchen, Exportsperren und Überproduktion setzen die Schweinebranche unter Druck. Laut Branche verlieren heimische Betriebe derzeit rund 1,6 Millionen Euro pro Woche. (Symbolbild)
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"Die aktuelle Lage am österreichischen Schweinemarkt ist mehr als besorgniserregend und könnte weitreichende Folgen für die langfristige Eigenversorgung in Österreich sowie für die Bereitschaft der Schweinehalter haben, in diesen Sektor zu investieren", betont Rauscher.
Wettbewerbsfähigkeit leidet
Zusätzliche Belastungen entstünden durch unterschiedliche Vorgaben innerhalb Europas. Österreich habe seine Standards bei Tierwohl und Haltung deutlich erhöht, daraus könnten jedoch Wettbewerbsnachteile entstehen. "Wir sind in Österreich durch die Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Tierwohlranking Europas zwar einige Stufen aufgestiegen, verlieren dadurch aber langfristig stark an Wettbewerbsfähigkeit am europäischen Markt", erklärt Hagler.
Totschnig kündigte jedenfalls an, sich auf EU-Ebene für einheitlichere Standards und weniger Bürokratie einzusetzen. Die Branche fordert zudem neue Exportmöglichkeiten, Regionalisierungsabkommen sowie eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Ziel sei es, die heimische Produktion langfristig abzusichern.
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