Brandlegung in Deutschlandsberg ist noch ungeklärt

Die Brandursache und der Tathergang beim ehemaligen Bordell nahe der Koralmtunnelbaustelle sind derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. | Foto: BMI/Egon WEISSHEIMER
  • Die Brandursache und der Tathergang beim ehemaligen Bordell nahe der Koralmtunnelbaustelle sind derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
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DEUTSCHLANDSBERG. In der Vorwoche hatte die Freiwillige Feuwewehr Deutschlandsberg einen Brand im ehemaligen Bordell in unmittelbarer Nähe der Baustelle beim Koralmtunnel zu löschen. Ein Zusteller hat den Brand bemerkt und die Einsatzkräfte informiert. Um vier Uhr in der Früh wurden somit die Freiwilligen Feuerwehren Deutschlandsberg, Wildbach und später Hollenegg alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen aus dem Gebäude, zum Teil waren Fenster regelrecht herausgerissen. An der Einsatzstelle herrschte starker Benzingeruch, wie der zuständige Abschnittskommandant ABI Karl Heinz Hörgl als einer der ersten an der Einsatzstelle  berichtete.

Unsere Florianijünger in Bestform

Respekt gilt den Florianijüngern, die in mehrere Atemschutztrupps formiert ins Gebäude gingen, um möglicherweise Personen zu retten, wenngleich man angesichts der Umstände äußerst vorsichtig vorgehen musste, um die Einsatzkräfte nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Glücklicherweise konnte rasch festgestellt werden, dass sich niemand im Gebäude befand. Auch den Brand bekamen die mit zwölf Fahrzeugen und 51 Mann ausgerückten Feuerwehrkräfte rasch unter Kontrolle. Die Brandursache und Schadenshöhe sind derzeit Gegenstand von Ermittlungen der Polizei.

Brandsstiftung als Auslöser

Zum aktuellen Ermittlungsstand fragte die WOCHE Deutschlandsberg beim zuständigen Landeskriminalamt an. "Im Zuge der Brandursachenermittlung konnte festgestellt werden, dass sich bislang unbekannte Täter gewaltsam Zutritt zum Gebäude verschafft haben. Diese dürften dort anschließend eine Explosion herbeigeführt haben", erklärt Bezirksinspektor Dietmar Radauer und geht ins Detail: "In sämtlichen Räumlichkeiten des Objektes wurden große Mengen einer brandbeschleunigenden Substanz verschüttet. Um welche Substanzen es sich dabei handelt, wird derzeit in den Labors untersucht. Mit einer offenen Flamme wurde offensichtlich das Benzin-Luftgemisch gezündet, sodass es zu einer explosionsartigen Verbrennung gekommen ist, wodurch mehrere Fenster und Türen aus der Verankerung gerissen wurden." Auch die in Leichtbauweise errichteten Zwischenwände sind teilweise eingestürzt. Bei dem Vorfall wurde zwar niemand verletzt, allerdings entstand am Gebäude enormer Sachschaden.

Die Bevölkerung wird um Hinweise gebeten

"Es sind zwar unmittelbar nach dem Ereignis Befragungen bei den Anrainern durchgeführt worden, allerdings bisher ohne Ergebnis. Wir befinden uns somit am Anfang der Ermmittlungen und sind für sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung sehr dankbar", so BI Radauer.
Wer also in den Morgenstunden vom 25. November eine verdächtige Beobachtung beim ehemaligen Bordell nahe der Koralmbahn-Baustelle in Deutschlandsberg gemacht hat, soll diese dem Bundeskrtiminalamt melden unter Tel.: 0664/82 38 940.

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Foto: Karo Pernegger
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